Neues Hilfsprojekt für Walewale
Schulbänke für Nabari

Warendorf -

Nabari gehört zu Walewale, ein kleines Dorf, von Landwirtschaft geprägt. Die Kinder sitzen auf dem Boden und lernen. Die Schuluniformen werden dreckig, das Schulmaterial verstaubt und die Kinder haben Rückenschmerzen wegen der schlechten Haltung bei den schriftlichen Aufgaben. Schnell stand für Warendorfers Partnergemeinde fest: „Schulbänke für Nabari, ist für uns die große Aufgabe für dieses Jahr. Es fehlen 87 Doppeltische. Die Doppeltische werden aus Metall in einer Werkstatt in Walewale produziert.“

Samstag, 04.01.2020, 06:00 Uhr
Seit 1987 pflegt die St. Laurentius-Gemeinde die Partnerschaft zur St. Pauls Gemeinde in Walewale im Norden Ghanas. Die Kinder im Klassenzimmer müssen nicht mehr auf dem nackten Boden sitzen.. Dank der Hilfe aus Warendorf wurden Schulbänke angeschafft. Das Projekt geht weiter. Eine zweite Schule in Nabari soll ebenfalls mit Schulbänken ausgestattet werden.
Seit 1987 pflegt die St. Laurentius-Gemeinde die Partnerschaft zur St. Pauls Gemeinde in Walewale im Norden Ghanas. Die Kinder im Klassenzimmer müssen nicht mehr auf dem nackten Boden sitzen.. Dank der Hilfe aus Warendorf wurden Schulbänke angeschafft. Das Projekt geht weiter. Eine zweite Schule in Nabari soll ebenfalls mit Schulbänken ausgestattet werden. Foto: Ghana-Komitee

Ihr Augenmerk bei ihrer Reise im Jahre 2018 hatten die Warendorferinnen Manuela Woltering und Margit Höllmann vor allem auf die Schulen und Kindergärten in Walewale im Norden Ghanas gelegt. Und sie waren erschrocken, dass in einer Außenstation, 70 Kilometer von Walewale entfernt, der Schulunterricht auf dem nackten Steinboden stattfindet. Der Boden hat große Löcher, Mobiliar gibt es nicht. Die Kinder sitzen oder liegen auf dem nackten Steinboden. Gleichzeitig findet in dem Gebäude auch der Gottesdienst statt. Oft finden Schulunterricht und Gottesdienst in diesen Außenstationen unter einem Dach statt. Alles ganz schmucklos. Ein einfacher Tisch dient dann als Altar. Eine Schultafel gibt es nicht. „Die Schüler schreiben mit Kreidestummel, die wir bei uns im Unterricht längst weggeworfen hätten, auf der dunklen Oberfläche der Holzbänke oder auf dem nackten Steinboden“, so Manuela Woltering, von Beruf Lehrerin.

Zu Walewale gehören 21 Außenstationen, darunter Nabari. „Bewusst haben wir uns entschieden, eine Außenstationen zu besuchen, in der wir noch nicht waren.“ Und sie seien schockiert gewesen – ob des erbarmungsunwürdigen Zustands eines Schulgebäudes. Beklagt habe sich jedoch

niemand. Ganz im Gegenteil. Fröhlich und aufgeschlossen sei man den „weißen Warendorferinnen“ begegnet. Ein Bild, das sich während der ganzen Reise zeigte. „Die Herzlichkeit der Menschen, wir wurden jedes Mal umarmt, ist unbeschreiblich.“

Seit 1987 pflegt die St. Laurentius-Gemeinde die Partnerschaft zur St. Pauls Gemeinde in Walewale im Norden Ghanas. Zurück in Warendorf, ging Manuela Woltering und Margit Höllmann der erbarmungsunwürdigen Zustands des Schulgebäudes nicht mehr aus dem Kopf. Sie starteten ein Schulmöbel- und Schuluniformen-Projekt und warben dafür in der Gemeinde.

Noch vor Weihnachten erhielt das Partnerschaftskomitee in Warendorf Post aus Walewale: Fotos von strahlenden Kindern mit neuen Schuluniformen. Manuela Woltering freute sich sehr, als die Bilder geschickt wurden. Es gab eine feierliche Übergabe der Schuluniformen. Die Schulleitung, Eltern, der Dorfälteste und der Pastor waren bei der Übergabe dabei. Die Übergabe war ein kleines Fest, mit viel Tanz und Trommelmusik. Überreicht wurden insgesamt 63 Schuluniformen. Stolz können die Kinder jetzt jeden Tag zur Schule gehen. Denn Schuluniformen sind Pflicht. Viele können sich die Uniform aber nicht leisten, so gehen die Kinder dann nicht zur Schule. Die Freude in Walewale über die neuen Uniformen, die Hilfe aus Warendorf, war deshalb sehr groß.

Im August vergangenen Jahres waren zwei Gäste aus Ghana in Warendorf (die WN berichteten). Schnell war das fehlende Schulmobiliar in der Junior High School in Nabari ein Thema. Wie kann Warendorf schnell und unbürokratisch helfen?

Nabari ist ein kleines Dorf, von Landwirtschaft geprägt. Die Kinder sitzen auf dem Boden und lernen. Die Schuluniformen werden dreckig, das Schulmaterial wird staubig und die Kinder haben Rückenschmerzen wegen der schlechten Haltung bei den schriftlichen Aufgaben. Schnell stand fest: „Schulbänke für Nabari, ist für uns die große Aufgabe für dieses Jahr. Es fehlen 87 Doppeltische. Die Doppeltische werden aus Metall in einer Werkstatt in Walewale produziert. Dann erfolgt der Transport nach Nabari. Die Übergabe erfolgt durch den Partnerschaftskreis vor Ort. Mit unseren Gästen haben wir über die Wahl der Materialien gesprochen. Es werden Metalltische gewünscht, diese halten länger als Holztische.“

Und es gibt Erfahrungen: In einer anderen Schule, in Guabuliga, finanzierte das Partnerschaftskomitee bereits Schulbänke aus Metall. Schüler und Lehrer hätten gute Erfahrungen mit dieser Art von Doppeltischen sammeln können.

Wer die Projekte in Walewale unterstützen möchte, kann dies unter der Spenden-Kontonummer IBAN: DE 81 4005 0150 0000 0118 90 bei der Sparkasse Münsterland Ost. Ansprechpartner sind Martina Grundkötter ( ✆ 63 47 70) oder Manuela Woltering ( ✆ 63 29 84).

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