Suchtaktionstage
Ein Thema – viele Blickwinkel

Warendorf -

Erstmals finden die Suchtaktionstage, die vom Amt für Kinder, Jugendliche und Familien des Kreises Warendorf, vom Arbeitskreis Jugend- und Drogenberatung im Kreis Warendorf sowie von Stadtjugendpfleger Ansgar Westmark organisiert werden, in einem Zeitraum von vier Wochen statt.

Freitag, 10.01.2020, 05:00 Uhr
Manfred Gesch (AK Jugend- und Drogenberatung im Kreis Warendorf), Carolina Nawroth (Amt für Kinder- und Jugendliche und Familien des Kreises Warendorf) und Ansgar Westmark (Stadtjugendpfleger) organisieren die Suchtaktionstage (v.l.).
Manfred Gesch (AK Jugend- und Drogenberatung im Kreis Warendorf), Carolina Nawroth (Amt für Kinder- und Jugendliche und Familien des Kreises Warendorf) und Ansgar Westmark (Stadtjugendpfleger) organisieren die Suchtaktionstage (v.l.). Foto: Vornhusen

Sie sind eigentlich ein Selbstläufer und immerhin auch schon seit rund 20 Jahren ein Kooperationsmodell mit Erfolgsbilanz - stets eine gute Mischung aus Altbewährtem, Erprobtem und auch aus neuen Angeboten. Die Suchtaktionstage 2020 in Warendorf starten am Montag, 13. Januar.

Neu daran ist im Vergleich mit den vergangenen Jahren, dass der Zeitraum für die Aktionsangebote verlängert wurde. Jetzt werden die unterschiedlichen Themenangebote über vier Wochen laufen und schließen mit einem freiwilligen „handyfreien Wochenende“ vom 7. bis zum 9. Februar ab.

Carolina Nawroth (Amt für Kinder, Jugendliche und Familien des Kreises Warendorf), Manfred Gesch (Arbeitskreis Jugend- und Drogenberatung im Kreis Warendorf) sowie Stadtjugendpfleger Ansgar Westmark stellten als Vertreter der Kooperationspartner der Suchtaktionstage 2020 das neue Programm vor.

„Es ist der Versuch, das Thema Sucht auf unterschiedlichen Ebenen abzubilden“, erläutert Manfred Gesch.

Dabei sollen natürlich möglichst viele Interessierte angesprochen werden – ob Kindergartenkinder, Grundschüler, die Schülerschaft der weiterführende Schulen, die Eltern sowie Multiplikatoren und auch die interessierte Allgemeinheit.

Ein Beispiel dafür ist die neu in das Programm der Suchtaktionstage aufgenommene Poetry-Slam-Veranstaltung mit August Klar zum Thema „Medienkonsum“. Die Veranstaltung, die in Kooperation mit der Stadtbücherei ausgeführt wird, findet am Freitag, 17. Januar, um 19 Uhr im Sophiensaal statt. Der Eintritt ist frei.

Eine weitere Veranstaltung im Rahmen der Suchtaktionstage, die offen ist für alle interessierten Besucher, wird die Autorenlesung mit Amon Barth sein. Der Autor des Buches „Breit. Mein Leben als Kiffer“ wird am Dienstag, 4. Februar, zwischen 17 und 19 Uhr im HOT zum Thema „Cannabis“ nicht nur aus seinem Buch lesen , sondern auch zu einer Diskussionsrunde anregen. „Wir wollen mit diesem Angebot niemanden belehren, sondern vielmehr das Thema breit streuen“, sagt Manfred Gesch dazu. Die Eltern sind im Rahmen der Suchtaktionstage insbesondere am Mittwoch, 15. Januar, angesprochen. Zwischen 19.30 und 21.30 Uhr spricht Kriminaloberkommissarin Sandra Bothe über die Themen „Alkohol, Gewalt und Medien im Erziehungsalltag“. Anmeldungen dazu sind noch möglich über die Mail-Adresse: carolina.nawroth@kreis-warendorf.de.

Offen ist auch ein Jugendgottesdienst in der Christuskirche, der am Freitag, 7. Februar, um 19 Uhr beginnt.

Das breite Angebot der Suchtaktionstage in der Stadt Warendorf ist im Vorfeld von den Veranstaltern auch unmittelbar beworben worden – Schulen, Kindergärten und Multiplikatoren sind konkrete Ansprechpartner gewesen.

Einige Beispiele: Die Multiplikatoren im Kreis werden im Rahmen einer Fachtagung am Freitag, 17. Januar, im Historischen Rathaus in Warendorf zusammenkommen.

Die weiterführenden Schulen mit den Klassen 7 bis 9 nehmen an einem Alkoholparcours teil, wo verschiedene Stationen eine interaktive Auseinandersetzung mit der Alkoholproblematik bieten.

Das Theaterstück zum Medienkonsum mit dem bekannten Titel „Herr Flimmermann“ vermittelt am Montag, 20. Januar, im HOT Warendorf und im Pfarrheim Freckenhorst Kindern aus diversen Kindertageseinrichtungen wichtiges Hintergrundwissen zum Medienkonsum. Das Theaterstück „Druck“ am 18. Februar im Theater am Wall für die Jahrgänge 9 und 10 der weiterführenden Schulen hat das Thema „Onlinesucht“. Die Schüler der 4. Klassen der Grundschulen erfahren zwischen dem 20. und 24. Januar über einen Medienschutzparcours, wie man mit dem Internet und dem Handy richtig umgeht. Den Klassen 7 und 8 der weiterführenden Schulen wird ein Alkoholpräventionsprogramm angeboten (27. bis 30. Januar). Der Jahrgang 7 der Gesamtschule behandelt für die Mädchen das Thema „Essstörung“ in dem Theaterstück Püppchen (30. Januar) im HOT. Für die Jungen wird an diesem Tag im Pfarrheim St. Marien das Thema „Computerspiele und Medienkonsum“ aufgearbeitet.

Ein geschlossenes Angebot gibt es am Freitag (7. Februar) zwischen 15 und 17 Uhr im HOT – in einem Flirtkurs für Jungen und Mädchen können Ansprechängste und Hemmungen überwunden werden.

Rund 1400 Personen erreichen die Suchtaktionstage nach Schätzungen der Veranstalter jährlich. Dabei geht es immer wieder um den Anstoß zur Selbstreflektion und nicht zuletzt auch um die Vermittlung von „Lebensbotschaften“. Grund genug, sich ausreichend Zeit zu nehmen für die Suchtaktionstage.

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