Kooperation mit ZAB Gütersloh: Beruf der Pflegefachfrau
Krankenhaus wird Ausbildungsstätte

Warendorf -

Erste Bewerbungen liegen der Pflegedirektorin des Warendorfer Krankenhauses, Sigrid Krause, bereits vor, die gestern noch einmal kräftig die Werbetrommel für den attraktiven Pflegeberuf am Standort Warendorf rührte. Im Vorfeld wurde bereits in den Schulen geworben. Einstellungen sind zum 1. April, 1. August und 1. Oktober möglich. Während das Warendorfer Krankenhaus erstmals Schauplatz des praktischen Teils (zwei Mitarbeiterinnen wurden extra freigestellt) ist, findet die Theorie beim neuen Partner, der ZAB in Gütersloh statt.

Dienstag, 14.01.2020, 15:52 Uhr aktualisiert: 14.01.2020, 17:32 Uhr
Auf gute Partnerschaft (v.l.): ZAB-Akademieleiter Andreas Winter, ZAB-Geschäftsführerin Nicole Winter, Pflegedirektorin Sigrid Krause und Vorstandsvorsitzender Peter Goerdeler.
Auf gute Partnerschaft (v.l.): ZAB-Akademieleiter Andreas Winter, ZAB-Geschäftsführerin Nicole Winter, Pflegedirektorin Sigrid Krause und Vorstandsvorsitzender Peter Goerdeler. Foto: Joachim Edler

Es sind alarmierende Zahlen, die Sigrid Krause , Pflegedirektorin des Warendorfer Josephs-Hospitals am Dienstag präsentierte: 182 000 fehlende Pflegekräfte in Alten- und Pflegeheimen und allein 300 000 fehlende Arbeitskräfte in Krankenhäusern – bundesweit. Um so mehr freute sich die Pflegedirektorin gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden Peter Goerdeler mit der Zentralen Akademie für Gesundheitsberufe in Gütersloh (ZAB) einen neuen Partner für die Ausbildung von Pflegenden im Josephs-Hospital gefunden zu haben. Kurz: das Warendorfer Krankenhaus wird Ausbildungsstätte für den Beruf der Pflegefachfrau und des Pflegefachmanns. „Wir sind Arbeitgeber“, betonte Goerdeler. „Die Auszubildenden sind bei uns angestellt.“ Und das ist neu: Bislang griff das Warendorfer Krankenhaus auf Auszubildende des Ahlener-Krankenhauses zurück, das eine Pflegefachschule hat und auch weiter Kooperationspartner des Warendorfer Krankenhauses bleibt.

Erste Bewerbungen liegen der Pflegedirektorin bereits vor, die gestern noch einmal kräftig die Werbetrommel für den attraktiven Pflegeberuf am Standort Warendorf rührte. Im Vorfeld wurde bereits in den Schulen geworben. Einstellungen sind zum 1. April, 1. August und 1. Oktober möglich.

Während das Warendorfer Krankenhaus Schauplatz des praktischen Teils (zwei Mitarbeiterinnen wurde extra freigestellt) ist, findet die Theorie beim neuen Partner, der ZAB in Gütersloh statt. Die Bildungseinrichtung für Gesundheitsberufe kann auf eine 20-jährige Kompetenz zurückblicken: Seit der Gründung im Jahre 2000 hat die ZAB rund 1775 Fachkräfte in der Kranken- und Gesundheitspflege sowie 150 in der Krankenpflegehilfe/Gesundheitspflegeassistenz erfolgreich ausgebildet.

420 Ausbildungsplätze, Auslastungsquote bei 97 Prozent. Durchschnittlich 28 Bewerber starten zu den genannten Einstellungsterminen eine Ausbildung. Die ZAB kooperiert mit rund 40 ambulanten Einrichtungen in den Kreisen Gütersloh, Warendorf und Bielefeld.

Zahlen, die ZAB-Geschäftsführerin Nicole Winter und Akademieleiter Andreas Winter nicht ohne Stolz nannten. „Wertschöpfung durch Wertschätzung“ sei die Philosophie der Bildungsstätte, betonten beide. Die Auszubildenden werden in der Praxis eng begleitet. Der Beruf der Pflegefachfrau oder des Pflegefachmanns sei zudem auch finanziell interessant. So verdiene ein Auszubildender im ersten Lehrjahr bereits 1140 Euro brutto. Das Gehalt steige im zweiten und dritten Lehrjahr um jeweils 100 Euro. Für Auszubildende, die nicht direkt aus Warendorf kommen, gebe es eine Wohnmöglichkeit, so Vorstandschef Peter Goerdeler. Dafür habe das Krankenhaus eine Immobilie angemietet. „Wir möchten dem Fachkräftemangel entgegenwirken und insbesondere im Pflegebereich die Ausbildung vorantreiben.“

Mit dem Ziel: „Der Nachwuchs kommt aus dem eigenen Haus.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7193191?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F35766%2F
Hospizbewegung beklagt unerlaubte Logo-Nutzung durch Deutsche Glasfaser
Glasfaserkabel in Leerrohren. Das Bündelungsverfahren der Deutschen Glasfaser in Nottuln ist mit einer Panne gestartet. Die Hospizbewegung beklagt die unerlaubte Nutzung ihres Logos für die Bündelungskampagne.
Nachrichten-Ticker