Himmlisch gute Bier-Verkostung
Von Berchtesgaden bis Manila

Warendorf -

Der Einstieg in das angenehm süffige Thema Bier war ein Bieraperitif aus alkoholfreiem Weizen mit Sekt. Dann wurden der Reihe nach zehn Biersorten in Flaschen serviert, wobei auf die hier üblichsten Marken verzichtet werden musste. Zu einem Bierkonvent hatten sich am Freitagabend 120 Frauen und Männer im Hotel-Restaurant „Im Engel“ versammelt.

Sonntag, 02.02.2020, 12:52 Uhr aktualisiert: 03.02.2020, 14:36 Uhr
Einige Teilnehmer am Bierkonvent werden eventuell ihre bisherige Lieblings-Biersorte gegen eine neue Sorte tauschen.
Einige Teilnehmer am Bierkonvent werden eventuell ihre bisherige Lieblings-Biersorte gegen eine neue Sorte tauschen. Foto: Max Babeliowsky

Ebenso interessant, gesellig und köstlich wie ein Whisky-Tasting oder eine Weinprobe ist eine organisierte Bier-Verkostung in einem passenden Ambiente. Besonders dann, wenn sie mit einem vorzüglichen Gaumenschmaus verbunden ist. Zu einem entsprechenden Bierkonvent hatten sich am Freitagabend 120 Frauen und Männer im Hotel-Restaurant „Im Engel“ versammelt. Inhaber und Moderator Gerhard Leve hatte in Ableitung von der lateinischen Bezeichnung „conventus“ zum hauseigenen Bierkonvent geladen. Dieses Ereignis war eine hervorragende Ergänzung der in Schwung geratenen tollen Tage des Warendorfer Karnevals.

Der Einstieg in das angenehm süffige Thema Bier war ein Bieraperitif aus alkoholfreiem Weizen mit Sekt. Dann wurden der Reihe nach zehn Biersorten in Flaschen serviert, wobei auf die hier üblichsten Marken verzichtet werden musste. Eine erste Kombination war ein „Engel Gold Bier“ neben einem „Berchtesgadener Jubiläumsbier“, der ein Münsteraner „Pinkus Jubilate“ neben dem „Engel Kellerbier“ folgte. Für weitere Proben wurden internationale Biere aus Manila oder Belgien aufgetischt. Daraus seinen persönlichen Favoriten herauszuschmecken, war eine schwierige Aufgabe und am Ende auch eine konditionelle Herausforderung.

Zum Biergenuss kredenzte Gerhard Leve interessante Informationen und Erkenntnisse rund um das Bier. Hochkultur des Bieres waren die Jahre um 1750, als zahlreiche Brauereien in Deutschland gegründet wurden. Im Kreis Warendorf stand die älteste Brauerei in Beckum aus dem Jahr 1680 (Familie Leve). Georg Leve, Urgroßvater von Gerhard Leve, hat im Warendorfer Familien-Stammhaus Brünebrede bereits Bier gebraut. Damals gab es 17 Brauereien in Warendorf.

Die große Nachfrage nach Bier kann auch darauf gründen, dass dem Bier zahlreiche „gesundheitsfördernde Eigenschaften“ zugeschrieben wurden, wie Gerhard Leve sagte: Bier stärke die Knochen, beuge der Demenz vor, schütze Hirnzellen vor Verfall, helfe gegen Diabetes, verringere die Alzheimer-Erkrankung, stärke die Manneskraft und beuge Nierensteinen vor. Ein 76-jähriger Mann habe ihm gegenüber einmal erklärt, dass er seit 20 Jahren täglich zwei Liter Bier trinke, keine größeren gesundheitlichen Mängel beklage, allenfalls mal geringe Schwankungen verspüre.

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