Galeriekonzert mit dem Noah Quartett
Sprengkraft und irrwitziges Finale

Warendorf -

Zum 150. Mal kommt das Warendorfer Publikum in den Genuss eines „Galeriekonzertes“. Im Februar 1982 gründete Reinhold Schoppmann die Konzertreihe und betreut sie bis heute. Das nächste Galeriekonzert am Sonntag, 9. Februar, ist ein Streichquartettabend mit dem Noah Quartett aus Hamburg. Die vier Musiker widmen sich an diesem Abend ausschließlich dem Jubilar des Jahres 2020: Ludwig van Beethoven.

Sonntag, 02.02.2020, 20:50 Uhr aktualisiert: 03.02.2020, 14:36 Uhr
Das nächste Galeriekonzert am Sonntag, 9. Februar, ist ein Streichquartettabend mit dem Noah Quartett aus Hamburg.
Das nächste Galeriekonzert am Sonntag, 9. Februar, ist ein Streichquartettabend mit dem Noah Quartett aus Hamburg.

Das nächste Galeriekonzert am Sonntag, 9. Februar, ist ein Streichquartettabend mit dem Noah Quartett aus Hamburg. Die vier Musiker widmen sich an diesem Abend ausschließlich dem Jubilar des Jahres 2020: Ludwig van Beethoven .

Ein weiteres Jubiläum: Zum 150. Mal kommt das Warendorfer Publikum in den Genuss eines „Galeriekonzertes“. Im Februar 1982 gründete Reinhold Schoppmann die Konzertreihe und betreut sie bis heute.

Das Konzert beginnt um 19 Uhr wie gewohnt in Warendorf im Sophiensaal an der Kurzen Kesselstraße. Karten sind an der Abendkasse erhältlich oder im Vorverkauf in der Buchhandlung Ebbeke (Freckenhorster Straße).

Das Noah Quartett sind Alexandra Psareva (Violine), Michael Stürzinger (Violine), Erik Wenbo Xu (Viola) und Bettina Barbara Bertsch (Violoncello). Diese vier Künstler haben zwar verschiedene kulturelle Hintergründe, aber eine gemeinsame musikalische Wahlheimat: das renommierte NDR Elbphilharmonie Orchester. In diesem weltweit konzertierenden Orchester haben sie sich in der täglichen Arbeit mit großen Dirigenten und berühmten Solisten kennen und schätzen gelernt. Was die Vieren noch gemeinsam haben: sie alle haben bereits im frühen Kindesalter mit dem Spiel ihres Instruments begonnen und später zahlreiche Preise bei Wettbewerben gewonnen. Der Wunsch, sich neben der Orchesterarbeit künstlerisch auch in der anspruchsvollsten und zugleich intimsten Gattung der Kammermusik auszudrücken, führte 2016 zur Gründung des Noah Quartetts. Seitdem arbeiten die vier Künstler intensiv und kontinuierlich am Repertoire, die Weiterentwicklung des eigenen Quartettklanges ist ihnen Motivation und Herausforderung zugleich. Schon ein Jahr nach seiner Gründung standen besondere Highlights im Kalender des Ensembles: Eröffnungskonzert der Hamburger Tschaikowsky-Tage 2017, Auftritt anlässlich der Verleihung des Brahms-Preises 2017 an den großen Dirigenten Herbert Blomstedt, Debüt in der Elbphilharmonie mit dem Auftaktkonzert der neuen Kammermusikreihe des Norddeutschen Rundfunks, dazu zahlreiche Konzerte für anspruchsvolle Kammermusikvereinigungen.

Die drei Beethoven-Quartette des Warendorfer Konzertabends repräsentieren die frühe, die mittlere und die späte Schaffensphase des Komponisten. Den Auftakt macht das Streichquartett c-moll op. 18 Nr.4. Das Werk orientiert sich noch an überkommenen Merkmalen der Gattung, wie sie etwa von Joseph Haydn etabliert wurden. Beethovens „Schicksalstonart“ c-moll erscheint hier noch eher konventionell pathetisch, noch nicht so erfüllt mit persönlichem Ausdruck wie etwa in der fünften Sinfonie. An zweiter Stelle folgt das C-Dur-Quartett op. 59 Nr. 3. Das Stück beginnt mit einer kühnen, dunkel gefärbten Einleitung. Die darauf folgenden vier Sätze sprengen die Dimensionen der früheren Quartette und gipfeln in einem irrwitzigen Finale. Nach der Pause folgt als drittes Werk das Quartett cis-moll op. 131 aus dem Jahre 1826, welches erst im Juni 1828, also nach dem Tode des Komponisten, aufgeführt wurde.

Als Eröffnung erklingt eine Adagio-Fuge, im Zentrum steht ein Variationssatz und das Finale krönt das Werk mit extremer Intensität und meisterhafter Beherrschung.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7233257?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F35766%2F
Nachrichten-Ticker