Generalversammlung des Löschzuges Vohren
Als der Bulli am ersten Dienst-Abend streikte

Vohren -

Als er vor genau einem halben Jahrhundert in die Vohrener Feuerwehr eintrat, sah es zunächst so gar nicht nach einer Erfolgsgeschichte aus: „Da stand der Bulli da, da wollten wir losfahren – und er tat’s natürlich nicht“, erinnerte sich Bernhard Heitmann an seinen ersten Dienst-Abend bei der Freiwilligen Feuerwehr.

Sonntag, 02.02.2020, 14:24 Uhr aktualisiert: 03.02.2020, 14:36 Uhr
Daniel Micke (stv. Zugführer, l.) und Michael Laumann (Zugführer, r.) zeichneten Manfred Wessel, Bernhard Heitmann, Thomas Olgemöller, Maik Pelster und Alfons Hagemeyer für lange Zugehörigkeit zur Feuerwehr aus.
Daniel Micke (stv. Zugführer, l.) und Michael Laumann (Zugführer, r.) zeichneten Manfred Wessel, Bernhard Heitmann, Thomas Olgemöller, Maik Pelster und Alfons Hagemeyer für lange Zugehörigkeit zur Feuerwehr aus. Foto: Andreas Engbert

Doch alles entwickelte sich positiv, später wurde Heitmann stellvertretender Zugführer und war für 23 Jahre sogar Chef der Vohrener Blauröcke. Inzwischen ist er Sprecher der Ehrenabteilung und wurde am Freitag im Rahmen der Löschzugversammlung im Vohrener Gerätehaus für sein 50-jähriges Dienstjubiläum ausgezeichnet.

Ebenfalls geehrt wurden Alfons Hagemeyer, der vor 40 Jahren der Feuerwehr beitrat, sowie Thomas Olgemöller, Maik Pelster und Manfred Wessel für 25-jährige Mitgliedschaft. Für eine einhundertprozentige Dienstbeteiligung wurden in der Versammlung Ulrich Affhüppe und Daniel Lütke-Alsmann ausgezeichnet.

Das Jahr 2019 sei bei vergleichsweise hohen Einsatzzahlen eher unspektakulär gewesen, stellte Einheitsführer Michael Laumann fest. Vor allem Fehlalarme von Brandmeldeanlagen hätten die Einsatzkräfte in Vohren beschäftigt. Doch auch reale Einsätze waren dabei, unter anderem ein erfolgreicher Brandeinsatz, den er besonders hervorhob: „Das hätte auch anders ausgehen können“, lobte Laumann das umsichtige und schnelle Handeln seiner Kameraden.

Für die Teilnahme an allen Diensten erhielten Daniel Lütke Alsmann (2.v.l.) und Ulrich Afhüppe (3. v.l.) ein kleines Präsent aus den Händen der Zugführung.

Für die Teilnahme an allen Diensten erhielten Daniel Lütke Alsmann (2.v.l.) und Ulrich Afhüppe (3. v.l.) ein kleines Präsent aus den Händen der Zugführung. Foto: Andreas Engbert

Einen genauen Blick auf die Einsätze warf Daniel Micke. 368 Stunden waren die Vohrener Feuerwehrmänner im vergangenen Jahr bei 40 Einsätzen aktiv. Hinzu kamen Brandsicherheitswachen, Gerätepflege sowie 23 Dienstabende und die Vorbereitung auf die Teilnahme am Leistungsnachweis. Timo Krüllmann-Große Frie erinnerte an weitere Aktionen des Löschzugs, etwa Wasserspiele für ein Zeltlager auf dem Vohrener Schützenplatz.

Der Leiter der Warendorfer Feuerwehr, Christof Amsbeck, dankte den Kameraden für ihr Engagement. Er hatte auch Auszeichnungen für erfolgreiche Teilnahmen am Leistungsnachweis im Gepäck. In Abwesenheit wurden Lukas Blienert (Bronze) sowie Bernd Lamers und Stephan Blienert (Silber) die Leistungsspange verliehen. Die neunköpfige Ehrenabteilung ist nicht nur sehr aktiv, sondern auch am aktuellen Geschehen im Löschzug interessiert.

Sprecher Bernhard Heitmann berichtete, dass den Kameraden aufgefallen sei, dass die Zugführer im offiziellen Sprachgebrauch nun „Einheitsführer“ genannt werden. Auf diese Nachfrage erläuterte Christof Amsbeck, dass es sich dabei um eine NRW-weite Neuregelung handele.

 

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