Hobbykünstlerin gestaltet sehr spezielle Steine
Bunt Bemaltes in freier Wildbahn

Warendorf -

Katharina Röhl hat ein besonderes Hobby: Sie macht aus kleineren und größeren Steinen Kunstwerke – und versteckt diese dann irgendwo in der Stadt, um anderen eine Freude zu machen.

Donnerstag, 06.02.2020, 07:00 Uhr
Ein Stein ganz exklusiv für die WN-Redaktion. Wer findet ihn als Erster?
Ein Stein ganz exklusiv für die WN-Redaktion. Wer findet ihn als Erster? Foto: Rebecca Lek

Klein und bunt – so sehen die Steine aus, die von Katharina Röhl „ausgewildert“ werden. Die 37-Jährige nutzt ihre Leidenschaft und ihr Talent fürs Malen, um anderen Menschen eine Freude zu machen. Vor ihrer Elternzeit hat die Warendorferin im Bereich der Hörgeräteakustik gearbeitet, hatte aber schon immer ein Faible fürs Malen. „Ich habe als Kind schon gerne gemalt, und jetzt genieße ich es, abends die Steine zu bemalen“, gesteht Röhl.

Am besten klappt das mit dem Malen, wenn die Kinder im Bett sind.

Katharina Röhl

Die Zeit dafür ist allerdings knapp. Die 37-Jährige ist verheiratet und hat zwei Kinder – ein stressiger Alltag ist somit programmiert. „Am besten klappt das mit dem Malen, wenn die Kinder im Bett sind. Aber eben nur wenn. Dann wollen sie doch noch mal kuscheln, sind krank oder wollen einfach nicht schlafen“, erzählt die Hobbykünstlerin. So kann es auch mal passieren, dass Katharina Röhl einige Tage nicht malt.

Küche dient als Atelier

Ihr Atelier ist die Küche. Neben dem Esstisch steht ein kleiner Schrank, in dem Acrylstifte in allen erdenklichen Farben zu finden sind – ein Fach weiter unten dann eine Sammlung unterschiedlicher Steine. Ganz große und auch ganz kleine liegen dort. Teilweise schon mit verschiedenen Motiven, teilweise auch komplett fertig. Alles ist in Körbe gepackt – aus praktischen Gründen. „Ich wollte erst mit richtigen Farben arbeiten. Aber das ist noch mal zeitintensiver. Mit Kindern muss es möglichst einfach sein. Da sind Stifte perfekt, denn die kann ich ganz einfach wieder wegpacken“, beschreibt Röhl.

Schon 150 Stein-Kunstwerke

„Angefangen habe ich mit Steinen an der Ostsee. Dort habe ich gesehen, wie eine Künstlerin das machte“, berichtet sie über ihre Anfänge. Mittlerweile muss der Garten der Schwester herhalten, denn aus diesem bezieht Röhl den „Rohstoff“. Rund 150 Steine hat die junge Mutter seit dem Sommer letzten Jahres bemalt, und ein Ende ist nicht in Sicht. „Ich mache das so lange, wie es mir Spaß macht. Für mich ist das Entspannung pur.“

Versteckt werden die Steine dann auch per Handarbeit – meistens, wenn sie mit ihrer zweijährigen Tochter Norah unterwegs ist. „Damit bin ich aber auch schon derbe hingefallen. Norah hat einfach alle Steine wieder eingesammelt und mir ganz stolz gebracht“, erinnert sich die Künstlerin.

Es ist schön zu sehen, dass andere Leute die kleinen Kunstwerke zu schätzen wissen.

Katharina Röhl

Mittlerweile hat sich auf den sozialen Kanälen im Internet eine kleine Fangemeinde gebildet, die regelrecht Jagd auf den neusten Stein macht. „Es ist schön zu sehen, dass andere Leute die kleinen Kunstwerke zu schätzen wissen“, freut sich Röhl.

Unter #WAF-Stein können die Steine und Fundorte gepostet werden. Behalten soll man sie allerdings nicht. Finden, freuen, posten und wieder „auswildern“ ist das Motto, damit sich möglichst viele über den Fund eines Steines freuen können. „Es ist ein tolles Gefühl, anderen Leuten mit einer so kleinen Geste eine Freude zu machen“, findet die Warendorferin.

Jeder Stein erhält ein anderes Motiv

Die Steine sind von Natur aus schon völlig unterschiedlich und erhalten von Katharina Röhl noch mal eine ganz individuelle Note. Denn bis jetzt hat es die Künstlerin geschafft, jedem Stein ein anderes Motiv zu geben. Ganz alleine kommt sie allerdings nicht immer auf die Ideen. „Ich lasse mich besonders von Pinterest sehr stark inspirieren“, verrät sie. Aber es gebe mittlerweile auch Privatpersonen und Firmen, die mit ganz besonderen Motivwünschen an sie heranträten: „Ich habe bereits für die Bäckerei Notarp und das Scala-Filmtheater einen Stein entworfen.“

Mit dieser Geschichte reiht sich ein weiterer „Unternehmerstein“ in die Kunstwerke ein. Für die Lokalredaktion der Westfälischen Nachrichten hat Katharina Röhl einen ganz besonderen Stein gemalt, den die Redaktion natürlich auch verstecken wird. Jetzt sind die Leser gefragt. Wer findet ihn? Die Finder werden gebeten, das Bild vom Stein auf der WN-Facebookseite zu teilen.

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