Doris Junker stellt im Historischen Rathaus aus
Kunst aus Tagebuch-Einträgen

Warendorf -

Ganz den unterschiedlichen Zeichen gewidmet, können die Besucher der Ausstellung die eine oder andere Botschaft in den Kunstwerken entdecken. Viele davon stammen nämlich ursprünglich aus dem Tagebuch der Künstlerin. Ihre Ausstellung wird am Sonntag in Warendorf offiziell eröffnet.

Donnerstag, 06.02.2020, 15:12 Uhr aktualisiert: 06.02.2020, 19:24 Uhr
Doris Junker stellt im Historischen Rathaus aus: Kunst aus Tagebuch-Einträgen
Foto: Rebecca Lek

In einen „Rausch der Zeichen“ entführt Doris Junker die Besucher ihrer Ausstellung im Historischen Rathaus – ihre sechste Einzelausstellung.

Die geborene Neubeckumerin hat gleich 29 Exponate in den Räumen verteilt – eine Auswahl, die ihr nicht leicht fiel. „Ich habe etwa 15 Bilder wieder aussortiert“, verrät die Künstlerin wenige Tage vor Ausstellungseröffnung. Ein Grund dafür sieht Alfred Smieszchala in den Räumlichkeiten. „Man sieht immer erst wie die Werke wirken, wenn sie angebracht sind“.

Dass sich die Räume gut für Kunstausstellungen eignen, zeigt sich an der langjährigen Kooperation mit dem Kreiskunstverein Beckum-Warendorf, dem auch Doris Junker angehört. Vorsitzender Dieter Müller warf deshalb vor der offiziellen Eröffnung einen Blick in die Ausstellung. „Ich freue mich über die langjährige Tradition. Uns ist es ein Anliegen, zeitgenössische regionale Kunst zu fördern.“

Uns ist es ein Anliegen, zeitgenössische regionale Kunst zu fördern.

Kreiskunstvereins-Vorsitzender Dieter Müller

Eine Einzelausstellung über den Verein zu erhalten ist jedoch schwer. Die erste Hürde besteht im Aufnahmeverfahren, denn nicht jeder darf automatisch in den Verein eintreten. Jeder Anwärter, und natürlich auch bereits bestehende Mitglieder, darf für Gruppenausstellungen fünf Werke einreichen. Eine Jury entscheidet darüber, ob eines oder auch mehrere Exponate aufgenommen werden. Erst wenn drei Gruppenausstellungen absolviert wurden, darf man dem Verein beitreten.

Die Kunst von Doris Junker ist im Verein dennoch einzigartig. Ganz den unterschiedlichen Zeichen gewidmet, können die Besucher der Ausstellung die eine oder andere Botschaft in den Kunstwerken entdecken. Viele davon stammen nämlich ursprünglich aus dem Tagebuch der Künstlerin. „Ich habe meine Gedanken immer aufgeschrieben und dachte mir dann, dass ich mein Tagebuch nie wieder lesen werde. Deswegen habe ich es meiner Kunst zugeführt“, erklärt Junker.

Hierzu überschreibt sie die Wörter und Sätze teilweise bis zu vier Mal und gestaltet aus ihnen in unterschiedlichen Farben und Formen Collagen. Wie das Bild nachher aussieht, weiß sie zu Beginn selten. „Meistens lasse ich mich beim Malen inspirieren. Deswegen haben viele Bilder mehrere Farbschichten“, erzählt die Künstlerin, die sich besonders über die Ausstellung im Historischen Rathaus freut. „Die Räume sind unglaublich schön. Auch wenn sie klein sind, haben sie hohe Wände, so dass großformatige Bilder in Szene gesetzt werden können.“

Interessierte können ab Sonntag die Ausstellung besuchen. Um 17 Uhr beginnt die offizielle Eröffnung. Die Kunstwerke werden bis einschließlich 15. März in den Räumlichkeiten des Historischen Rathauses zu den normalen Geschäftszeiten ausgestellt.

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