Gesundheitsmanagement: Mitarbeiter der Stadtverwaltung durch Singen verbinden
„Das macht einfach nur gute Laune“

Warendorf -

26 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, quer Beet durch alle Ämter der Warendorfer Stadtverwaltung, haben richtig viel Spaß am Singen nach Feierabend. Und das ist es auch, was Chorleiter Michael Holzkamp, im richtigen Leben Personalratschef der Stadtverwaltung, bezwecken möchte: „Das Singen macht glücklich, es gibt Zufriedenheit, drückt Stimmungen aus und verbindet darüber hinaus Menschen.“

Montag, 10.02.2020, 21:19 Uhr aktualisiert: 11.02.2020, 15:18 Uhr
Chor der Stadtverwaltung
Chor der Stadtverwaltung Foto: Joachim Edler

Schauplatz: ein Raum im Erdgeschoss des Jugendzentrums HoT. Termin: offenes Mitsingen. Akteure: Mitarbeiter der Warendorfer Stadtverwaltung. Nach Feierabend treffen sie sich, alle 14 Tage, immer donnerstags. Weder Text- noch Notenkenntnis, noch musikalische Vorkenntnisse sind erforderlich. Und was man nicht kann, lässt sich noch lernen.

Immerhin 26 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, querbeet durch alle Ämter der Stadtverwaltung, sind dabei und haben richtig Spaß am Singen. Und das ist es auch, was Chorleiter Michael Holzkamp , im richtigen Leben Personalratschef der Stadtverwaltung, bezwecken möchte: „Das Singen macht glücklich, es gibt Zufriedenheit, drückt Stimmungen aus und verbindet darüber hinaus Menschen.“

So singt der Wirtschaftsförderer mit dem Schulhausmeister, die Gleichstellungsbeauftragte mit dem Gärtner, die Kita-Erzieherin mit der Städteplanerin oder die Mitarbeiterin des Bürgerbüros mit der Schulsekretärin.

Aber das gemeinsame Singen steht nicht nur unter dem Motto „Mitarbeiter verbinden“, sondern auch unter dem Aspekt des „Gesundheitsmanagements“. Atemübungen, Sprechtechnik, kurzes Warm-up vor jeder Probe: Holzkamp begleitet mit Orffschen Instrumenten, insbesondere der Schellentrommel, und setzt so einige musikalische Akkorde. Im Übrigen aber baut die Mitsing-Aktion ganz darauf auf, dass viele Mitarbeiter kommen und ihre Lust am Singen mitbringen. Einige haben schon im Chor gesungen, für andere ist es eine ganz neue Erfahrung. Und wer die Texte nicht auf Anhieb verinnerlicht, summt die Melodie mit oder klatscht zum Takt in die Hände. Neue Lieder werden kurz übers Handy auf den großen Lautsprecher im Raum übertragen und eingespielt. Gesungen wird nach Gehör.

Das Angebot ist bewusst niederschwellig. Der Chor der Stadtverwaltung möchte keine Trophäen gewinnen, bleibt lieber unter sich oder im geschützten Rahmen eines Betriebsfestes der Stadtverwaltung.

Nur einmal, beim Neujahrsempfang der Stadt, da stand der Chor erstmals öffentlich im Rampenlicht und machte seine Sache mehr als gut. Der Funke sprang sofort über. Man hatte das Gefühl, dass der Chor mehr als nur ein schulisches Projekt ist.

Gesungen wird von klassischen Volksliedern über Pop-Arrangements bis hin zu stimmungsvollen Swing-Balladen. „The Lion sleeps tonight“, Rock my soul“, „Kumbaja my Lord“, „Es tönen die Lieder, der Frühling kehrt wieder“ oder afrikanische Musik „Siya hamba Kuka neni Kwekos“. Aktuell für Altweiber probt der Chor das Dschungellied „Probier´s mal mit Gemütlichkeit“.

Die Mischung passt: Wer einer Probe beiwohnt, kommt nicht umhin, mit dem Fuß im Takt zu wippen oder leise mitzusingen. „Ich komme hierhin, weil ich gerne singe, weil es einfach schön ist, Bestandteil eines Klangkörpers zu sein“, freut sich Ingeborg Pelster, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, auf die 14-tägigen Proben. Und der Mitarbeiter des städtischen Baubetriebshofes kann ihr nur zustimmen: „Ich singe für mein Leben gern. Nach den Proben fahre ich immer mit einem Ohrwurm nach Hause. Das macht einfach nur gute Laune.“

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