Dezentrale Stadtmuseum
Per Zufall zur Industrialisierung

Warendorf -

Was bietet eigentlich das Konzept des Dezentralen Stadtmuseums? Das schilderte Mechthild Wolff vom Heimatverein Warendorf jetzt. Vom Tapetensaal bis zum Gadem reichte die Palette.

Mittwoch, 12.02.2020, 12:00 Uhr
Mechthild Wolff beschreibt die aufwändig gestalteten Tapeten im Gartensaal. Vorbild waren die prächtigen Wandgestaltungen der vermögenden Schicht in Frankreich.
Mechthild Wolff beschreibt die aufwändig gestalteten Tapeten im Gartensaal. Vorbild waren die prächtigen Wandgestaltungen der vermögenden Schicht in Frankreich. Foto: Rebecca Lek

Einige wenige Warendorfer trotzten dem Wetter und erschienen am Sonntagnachmittag im Tapetensaal, um von Mechthild Wolff vom Heimatverein etwas über das dezentrale Stadtmuseum zu erfahren. Die Besucher waren sichtlich beeindruckt als sie von dem enormen Aufwand erfuhren, den Heimatverein und Altstadtfreunde für die Pflege aufbringen müssen. „Insgesamt 50 ehrenamtliche Helfer sind dafür im Einsatz“, berichtete Wolff.

Insgesamt beinhaltet das dezentrale Stadtmuseum mehrere Standorte in der Warendorfer Altstadt.

Wolff begann mit dem geschichtsträchtigen Gebäude in der Klosterstraße 7 und erzählte die spannenden Geschichten der Bewohner. Sie begann bei Hofrat Dr. Katzenberger und endete damit, dass durch die Zufallsbegegnung von Johanna Ostermann und Hermann Josef Brinkhaus die Industrialisierung in Warendorf Einzug hielt.

Nächste Station wäre das historische Rathaus gewesen, das aufgrund des Sturms an diesem Sonntag allerdings geschlossen blieb. Kurzerhand entschlossen sich die Teilnehmer, sich von Wolff virtuell ins Rathaus entführen zu lassen. Mit Bildern untermalt erzählte die Vorsitzende des Heimatvereins zum Beispiel vom ersten Brand in Warendorf im Jahre 1404.

Als nächstes standen die Geschichten der Firma „Brinkhaus und Wiemann“ sowie „Wiemann und Bispinck“ auf dem Plan. Hierzu begaben sich die Besucher zu den beiden Fabrikgebäuden an der Kirchstraße, wo 1861 die erste mechanische Weberei entstand. Anschließend ging es weiter zum Fabrikantenwohnhaus Bispinck an der Münsterstraße. „Das Haus Bispinck ist ein Schmuckstück für das Dezentrale Stadtmuseum“, betonte Wolff.

Vervollständigt wird die Liste durch das Gadem am Zuckertimpen.

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