Jan Klare widmet sich Earl Bostic
Kompositionen wie ein Weckruf

Warendorf -

Vier Männer – ein Idol. Oder besser Vorbild? Der amerikanische Musiker Earl Bostic

Dienstag, 25.02.2020, 22:39 Uhr aktualisiert: 25.02.2020, 23:00 Uhr
Jan Klare stellt mit seinen Kollegen das Projekt Bambostic vor.
Jan Klare stellt mit seinen Kollegen das Projekt Bambostic vor. Foto: Theater am Wall

In der Reihe „Jazz Live im Dachtheater“ wird am Donnerstag (27. Februar) der münstersche Saxofonist Jan Klare sein Projekt „Bambostic“ vorstellen, in dessen Mittelpunkt der amerikanische Musiker Earl Bostic steht.

„Bostic war ein amerikanischer Altsaxofonist, Arrangeur und Komponist, der im Grenzbereich zwischen Jazz, Rhythm and Blues sowie Tanzmusik beeindruckende Musik geschaffen hat“, heißt es in der Ankündigung. Und weiter: „Im seriösen Jazz- Business wurde er aufgrund seiner rhythmisch und harmonisch eher einfach gestrickten Kompositionen oft künstlerisch nicht richtig ernst genommen. Dass seine Musik nicht nur der Unterhaltung diente, sondern gleichzeitig auch eine sehr kunstvolle Seite zu bieten hat, stellt Jan Klare mit seinem aktuellen Projekt unter Beweis.“

Tradition Kollegen zu huldigen

Es gebe im Jazz die Tradition, einem berühmten, meist verstorbenen Kollegen zu huldigen, seine Stücke neu zu bearbeiten und sich seiner Person anzunähern. Bei Bostic sei das bisher wenig passiert. Zwar würden Stücke wie sein grosser Hit „Flamingo“ immer wieder gespielt, aber in Jazzkreisen werde er als kommerziell und oberflächlich gehandelt. Natürlich könne man nicht leugnen, dass seine Musik gefallen will, sie lebe von Vitalität, Virtuosentum und sie war immer als Tanzmusik gemeint. Doch heute, in einer Zeit, in der der Jazz oft poliert daherkomme, wirke Bostics Musik kraftvoll und beinahe kompromisslos. „Heute klingen seine Kompositionen, die frisch, simpel, geradeaus und extrem wirkungsvoll sind, wie ein Statement, ein Weckruf“, heißt es in der Ankündigung. Neben Jan Klare sind drei weitere Akteure dabei.

Jugend jazzt

Kai Weinererhielt bereits im Alter von sieben Jahren den ersten Orgelunterricht. Er studierte Hammondorgel im Fachbereich Jazz bei John Hondorp am Konservatorium Enschede. Ab 2009 war er Student für Jazz-Klavier an der Folkwang Universität Essen. Weitere Erfahrungen konnte der Mühlheimer Keyboardspieler und Sänger am Theater Köln und Bonn sammeln. Beim Wuppertaler Jazzkontest belegte er den ersten Platz.

Kai Weiner

Der BassistAlexander Morsey, der mehrfach bei Jugend jazzt erfolgreich war, wurde Mitglied des Landesjugendjazzorchesters NRW und später des Bundesjazzorchesters. Von 1995 bis 2000 studierte er an der Folkwang-Hochschule, an der er anschließend eine Lehrtätigkeit ausübte.

Alexander Morsey

Leif Berger, Schlagzeug, ist aktives Mitglied der Jazz- und improvisierten Musikszene in Köln. Konzerte führten ihn bisher durch ganz Deutschland, Marokko, Belgien, die Schweiz und die Niederlande.

Leif Berger

Konzertbeginn im Theater am Wall ist um 20 Uhr. Der Eintrittspreis beträgt 15 Euro, ermäßigt 10 Euro.

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