Kirche steckt Ziele für die Zukunft
Lebendig, positiv und authentisch

Freckenhorst/Hoetmar -

„Als Christen in Freckenhorst und Hoetmar möchten wir lebendig, vielfältig, partizipativ, positiv und authentisch handeln“, sagt Susanne Drees. Diese Zielperspektive habe man weiter verfeinert und auch Rahmenbedingungen für eine gelungene Kommunikation sowohl nach Innen als auch nach Außen definiert: „Im Mittelpunkt stehen die Menschen, mit denen wir wertschätzend umgehen und auf Augenhöhe kommunizieren wollen.“

Dienstag, 03.03.2020, 13:51 Uhr aktualisiert: 04.03.2020, 14:58 Uhr
Die Mitglieder des Pfarreirates und Kirchenvorstandes trafen sich in Haltern am See zur gemeinsamen Klausurtagung
Die Mitglieder des Pfarreirates und Kirchenvorstandes trafen sich in Haltern am See zur gemeinsamen Klausurtagung Foto: Stephan Ohlmeier

„Unser Ziel war es, uns als Gremien noch besser kennenzulernen und Themen aus unterschiedlichen Gesichtspunkten zu diskutieren“, sagt Susanne Drees vom Pfarreirat. Kirchenvorstandsmitglied Stefan Friehe ergänzt: „Es ist uns gelungen, Ideen zu entwickeln, wie wir unsere Kirchengemeinde zielgerichtet weiterentwickeln und zukunftsfähig aufstellen können.“ Mitglieder des Kirchenvorstandes und Pfarreirat der katholischen Pfarrei St. Bonifatius und St. Lambertus trafen sich zur ersten gemeinsamen Klausurtagung im Könzgen-Haus in Haltern am See.

Zu Beginn stand die Diskussion im Mittelpunkt, wie die gewählten Vertreter sich Kirche vor Ort vorstellen. Alle waren sich einig, dass in einer zukunftsfähigen wie lebendigen Pfarrei keine Einzelpersonen, sondern miteinander kommunizierende Gruppen im Mittelpunkt stehen dürfen. Verbunden durch den Glauben als guter Geist, sollten die Gruppen und Gläubigen – im Idealfall aus eigenem Antrieb – zu einem lebendigen Gemeindeleben und der Weitergabe der frohen Botschaft beitragen.

„Als Christen in Freckenhorst und Hoetmar möchten wir lebendig, vielfältig, partizipativ, positiv und authentisch handeln“, sagt Susanne Drees. Diese Zielperspektive habe man weiter verfeinert und auch Rahmenbedingungen für eine gelungene Kommunikation sowohl nach Innen als auch nach Außen definiert: „Im Mittelpunkt stehen die Menschen, mit denen wir wertschätzend umgehen und auf Augenhöhe kommunizieren wollen.“

Am zweiten Tag ging es um die Entwicklung neuer Leitungsmodelle. „Aufgrund gesellschaftlicher Veränderungen werden die bestehenden Strukturen innerhalb der Kirche immer brüchiger“, ist Timo Brunsmann vom Pfarreirat überzeugt. Zum einen werde es immer schwieriger, Menschen für eine Mitarbeit in verschiedenen Gremien und Ausschüssen zu gewinnen. Zum anderen würden die Anforderungen an die hauptamtlichen Beschäftigten sowie Seelsorger immer komplexer.

„Um diese Herausforderungen zu bewältigen und das Ehrenamt zu entlasten, machen wir uns bereits seit längerem Gedanken über ein neues Leitungsmodell“, sagt Timo Brunsmann. Beispielsweise hätten einige Mitglieder des Kirchenvorstandes und des Pfarreirates den Kirchort St. Barbara in Duisburg besucht. Dort sei ein Leitungsmodell ohne festen Pfarreirat und Kirchenvorstand entwickelt worden. Über die Eindrücke des Besuches tauschten sich die Anwesenden aus.

Hingegen hat die Pfarrei St. Antonius in Herten ihre Strukturen durch die Installation einer Verwaltungsleitung Ende letzten Jahres professionalisiert. Damit sich der leitende Pfarrer auf seine seelsorgerischen Aufgaben fokussieren kann, werden ihm vom Verwaltungsleiter die administrativen Aufgaben abgenommen. Pfarrer Norbert Mertens und Verwaltungsleiter Josef Vossel berichteten von ihren Erfahrungen und beantworteten viele Fragen.

„Wir haben aber auch Ideen für ein eigenes Leitungsmodell entwickelt“, sagt Stefan Friehe. In den nächsten Monaten wolle man Möglichkeiten zur Stärkung und Entlastung des Ehrenamtes sowie zur Installation einer Verwaltungsleitung prüfen. Ebenso könne man sich vorstellen, bestehende Ausschüsse umzubilden und diesen zusätzliche Entscheidungskompetenzen zu übertragen.

Auf dem Pfarrkonvent im Mai 2020 werden der Kirchenvorstand und Pfarreirat die Gemeindemitglieder über die angestoßenen Diskussionen informieren und auch die geplante Änderung der Gottesdienstordnung vorstellen. „Aufgrund von personellen Veränderungen halten wir eine Veränderung der Gottesdienstordnung für notwendig“, sagt Timo Brunsmann und versichert: „Es wird auch künftig regelmäßig Gottesdienste in Hoetmar, Freckenhorst und Buddenbaum geben.“

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