Siedlungsentwicklung ist Thema im Bezirksausschuss
„Bauland an der Schiene“: Einen-Müssingen dabei

Einen-Müssingen/Milte -

Ziel der Landesinitiative „Bauland and er Schiene“ ist es, Flächenpotenziale für Wohnungsbau auszumachen. Mit seinem Bahnhaltepunkt passt Einen-Müssingen genau in das Schema und darf als Modellkommune nun damit rechnen, von einem Planungsbüro, das vom Land bestellt wird, einen Strukturplan erstellt zu bekommen.

Donnerstag, 05.03.2020, 21:33 Uhr aktualisiert: 06.03.2020, 11:14 Uhr
Siedlungsentwicklung ist Thema im Bezirksausschuss: „Bauland an der Schiene“: Einen-Müssingen dabei

Etwas mehr Begeisterung hätte sich Baudirektor Peter Pesch schon gewünscht, als er im Bezirksausschuss darüber informierte, dass es ihm und seiner Kollegin Doris Krause in einem von der BahnflächenEntwicklungs-Gesellschaft Nordrhein-Westfalen (BEG) moderierten Baulandgespräch gelungen ist, Einen-Müssingen so überzeugend zu präsentieren, dass es nun als Modellkommune von der Landesinitiative „Bauland an der Schiene“ profitiert. Ziel dieser Initiative ist es, Flächenpotenziale für Wohnungsbau auszumachen. Wer in das Schema passt, kann mit der Förderung von Planungsleistungen rechnen. So könnte ein vom Land bestelltes Planungsbüro einen Strukturplan für Einen-Müssingen erstellen, der auch aufzeigen soll, wie Einen-Müssingen als allgemeiner Siedlungsbereich (ASB) funktionieren könnte. Gefühlt sind Einen und Müssingen das vielleicht schon längst, nicht aber für die Regionalplanung. In deren Richtung wurde nun laut Pesch „der Wunsch formuliert, Einen -Müssingen als ASB dargestellt zu bekommen“.

Die Botschaft, dass sich etwas bewegt im Sozialraum, wollten offenbar nicht alle im Ausschuss hören. Denn als Peter Pesch auf die Flächenverfügbarkeiten in den Ortsteilen einging und in Form von Grobzeitplänen darlegte, wie lange es voraussichtlich dauern wird, bis am Grünen Markenweg in Einen (frühestens Anfang 2022), in Müssingen auf der 1,6 Hektar großen Fläche der ehemaligen Demeter-Gärtnerei (voraussichtlich ab 2022), die die Stadt ebenso gekauft hat wie die Fläche gegenüber dem Gasthof Zum Fensterberg, auf der ein Dorfplatz entstehen könnte, oder im Osten von Milte (voraussichtlich 2023) die ersten Häuser gebaut werden können, regte sich Unmut.

Die Hinweise auf unerwartete Mehrarbeit für Archäologenteams in Einen und Milte (die Stadt stellt sogar Grabungsteams ein), und auf mehr oder weniger langwierige verfahrensbedingte (auch behördliche) Vorgänge, die die Bauverwaltung nicht zu verantworten hat, nahmen Ausschussmitglieder und Zuhörer zwar zur Kenntnis, zeigten sich aber enttäuscht. Sie verwiesen auf Zeitpläne älteren Datums, die aber – teilweise auch aufgrund erfolgreicher Einwendungen der Bürger – längst überholt sind.

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