Clemens Tönnies beim Schalkefanclub über „Dumpfbacken“
Fairness und Zivilcourage

Warendorf -

Zu Fairness und Zivilcourage mahnte Schalkes Aufsichtsratschef Clemens Tönnies auf der Versammlung des Warendorfer Schalkefanclubs „Steh auf“.

Dienstag, 10.03.2020, 15:02 Uhr aktualisiert: 11.03.2020, 10:15 Uhr
Prominenter Besuch bei den Schalkefans: Dieter Brand (l.) und Reiner Sievert (r.) vom Bezirksvorstand
Prominenter Besuch bei den Schalkefans: Dieter Brand (l.) und Reiner Sievert (r.) vom Bezirksvorstand Foto: Andreas Engbert

Wenn Fußballfans und Verantwortliche des Lieblingsvereins aufeinander treffen, gibt es immer viel zu besprechen. So am Montagabend im Kolpinghaus. Auf Einladung des Schalke-Fanclubs „Steh auf“ um seinen Vorsitzenden Bernhard Ratermann waren die Schalkefanclubs aus dem „Bezirk 3“ des Schalker Fanclubverbands (SFCV) zur Bezirksversammlung in Warendorf zusammengekommen. Mit dabei: der Schalke-Aufsichtsratsvorsitzende Clemens Tönnies aus Rheda-Wiedenbrück und das Aufsichtsratsmitglied Prof. Dr. Stefan Gesenhues , die sich nach den Regularien den Fragen des Bezirksvorsitzenden Dieter Brand und der Vertreter der Fanclubs stellten.

Zuvor schlug Reiner Sievert den Schalkefans vor, dass sich der Bezirk am beleuchteten „Blauen Band“, das die Stiftung Schalker Markt auf der sogenannten Schalker Meile mit blauen Lampen realisieren möchte, mit der Finanzierung von zwei der Leuchten beteiligt. Ein Vorschlag, der von der Versammlung positiv aufgenommen wurde.

Ebenso, wie von Clemens Tönnies: „Wir haben da einen unglaublichen Schatz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

an Tradition“, freute er sich über die Unterstützung aus dem Fanbezirk: „Ich freue mich, wenn Ihr mit anpackt.“ So könne man dann gemeinsam auch stolz sein auf das Erreichte. Dass das Corona-Virus auch vor dem Fußball nicht halt macht, war auch den Fußballfans bekannt. Wie und ob im Falle von „Geisterspielen“ eine Rückerstattung der Ticketpreise funktioniere, vermochten auf Nachfrage aus den Reihen der Fans jedoch weder Tönnies noch Gesenhues zu sagen.

Mit Blick auf die sportlichen Leistungen der Schalker Spieler zeigten sich die Schalkevertreter zuversichtlich, auch wenn die letzten Spiele nicht mehr so gut gelaufen sind, wie der Beginn der Saison. Eine Personaldebatte um den Trainerposten zu führen sei absurd, die Situation schlecht zu reden unberechtigt, befand Stefan Gesenhues.

Kollektivstrafen für Vereine durch den DFB nach illegalen Fanaktionen bezeichnete er als „unglücklich“, es gebe nur wenige „Dumpfbacken“, die Straftaten begingen. Clemens Tönnies mahnte in dem Zusammenhang zur Zivilcourage, Täter bei den Ordnern zu melden. Er warnte vor der Gefahr, Stehplätze zu verlieren und dass weniger Gästefans bei Spielen zugelassen werden könnten. Fairness forderte er im Umgang mit Torwart Alexander Nübel, der die königsblaue Fußballtruppe zum Saisonende verlassen werde.

Auf Nachfrage aus den Reihen der Fans betonte Tönnies, dass sich die Strukturen Schalkes als eingetragener Verein bewährt hätten, die Satzung viel Sicherheit gebe, und dass das auch so bleibe.

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