Lücke stellt Raumentwurf für Stadtbücherei vor
Cafeteria in der ehemaligen Aula

Warendorf -

Es gibt spannende Möglichkeiten für Büchereien: Vom Leseort können sich zum Begegnungsplatz werden. wie? War Thema im Kulturausschuss.

Freitag, 13.03.2020, 13:42 Uhr
Die Bücherei könnte zu einem zeitgemäßen Begegnungsort werden. Das dafür nötige Geld käme zumindest teilweise aus Fördertöpfen. Summen kennt aber noch niemand.
Die Bücherei könnte zu einem zeitgemäßen Begegnungsort werden. Das dafür nötige Geld käme zumindest teilweise aus Fördertöpfen. Summen kennt aber noch niemand. Foto: Stadt

Winzig klein steht Kulturamtsleiter Horst Breuer als Barista hinter der Automatentheke. Dahinter zieht sich eine meterhohe Bücherwand in die Höhe, der Blick des Baristas ruht zufrieden auf einladenden Tischen und Sitzgelegenheiten.

Noch ist dieses Bild nur ein Grobentwurf in den Plänen für die Neugestaltung der Stadtbibliothek, die Büchereileiterin Birgit Lücke am Donnerstag im Kulturausschuss vorstellte. Aber er habe sich tatsächlich für die Position ins Gespräch gebracht, gab Breuer gut gelaunt zu. Von dem neuen Raumkonzept, das unter anderem auf einer Bürgerbefragung beruht, sei sie „richtig angetan“ schickte Lücke ihren Ausführungen voraus, und so schien es anschließend auch den Ausschussmitgliedern zu ergehen. Allerdings erkundigte sich Mathilde Thüß ( SPD ) vorsorglich nach der Bausubs­tanz und Martin Thormann fragte als Kämmerer: „Hängt da schon ein Preisschild dran?“

Der Plan soll die Bücherei zu einem Treffpunkt und Informationsdienstleister entwickeln, die Geschichte des Hauses sichtbar machen sowie sowohl Transparenz vermitteln als auch Rückzugsmöglichkeiten bieten, erläuterte Lücke die vielfältigen Anforderungen. Dabei ist in dem Grobkonzept die bauliche Aufteilung weitgehend erhalten geblieben.

Hängt da schon ein Preisschild dran?

Stadtkämmerer Dr. Martin Thormann

Zum Herzstück des Obergeschosses könnte die wiederbelebte ehemalige Aula werden, in der die von fast allen Befragten gewünschte Cafeteria untergebracht ist. Im Lesecafé wäre die Aussicht über die Lange Kesselstraße zu genießen. Auf der östlichen Seite könnte sich dann der Belletristikteil mit ruhiger Lesezone anschließen, auf der westlichen der quirlige Kinder- und Elternbereich, der ausdrücklich auch als Spielplatz gedacht ist, so Lücke.

Hinter dem barrierefrei eingerichteten Haupteingang soll ein großzügiger Informationsbereich mit Raum für Ausstellungen die Besucher im Untergeschoss begrüßen. Neben der Sachliteratur sind in dem Konzept eine Jugendbibliothek mit schallgeschütztem „Game Cube“, ein multifunktioneller Raum als Lerntreff, aber auch als Treffpunkt kleinerer Vereine, sowie ein Kreativraum vorgesehen. Farbe werde eine wesentliche Rolle spielen, berichtete Lücke, andererseits sollten Teile der Wände auch wieder freigelegt werden, um bauliche Entwicklungslinien nachzuzeichnen. Die Büros von Bücherei und Kulturamt würden ins auszubauende Dachgeschoss westlich der Aula ziehen.

Es gibt verschiedene Fördermöglichkeiten

Für die Finanzierung seien Fördertöpfe im Bereich Städtebau und Begegnungsstätten im Blick, erläuterte Breuer, die die Kosten weitgehend trügen. Bei der nächsten Sitzung will die Verwaltung das endgültige Raum- und Förderkonzept zur Entscheidung vorlegen.

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