Corona-Krise: Plexiglas und Abstandshalter zum Schutz
Lebensmittelhändler öffnen vorläufig sonntags nicht

Warendorf -

„Wir haben schon 80 Stunden in der Woche geöffnet. Das muss reichen“, erklärt Bianca Buller vom gleichnamigen Edeka auf Nachfrage der Westfälischen Nachrichten.

Freitag, 20.03.2020, 20:25 Uhr aktualisiert: 20.03.2020, 23:06 Uhr
Eine spontane Umfrage unter Warendorfer Lebensmittelhändlern ergab:
Eine spontane Umfrage unter Warendorfer Lebensmittelhändlern ergab:

Hamsterkäufe, neue Hygienevorschriften – die Supermärkte und Discounter stehen in Zeiten der Corona-Pandemie vor großen Herausforderungen. Nach neuestem Erlass der Regierung, wird den Supermärkten ein größerer Spielraum, auch bei den Öffnungszeiten eingeräumt. So dürfen Lebensmittel auch sonntags verkauft werden. In Warendorf möchte davon aktuell aber keiner der Lebensmittelmärkte Gebrauch machen – aktuell zumindest noch nicht.

„Wir haben schon 80 Stunden in der Woche geöffnet. Das muss reichen“, erklärt Bianca Buller vom gleichnamigen Edeka auf Nachfrage der Westfälischen Nachrichten . „Unsere Mitarbeiter arbeiten schon am Limit. Die Menschen sollten es wohl schaffen, innerhalb der bisherigen Öffnungszeiten einkaufen zu gehen.“ Trotzdem sei auch ihr Markt flexibel, sollte sich die Situation ändern, so Bianca Buller. So sieht das auch der Edeka-Markt Ollek in der Innenstadt.

Ein ähnliches Statement gab auch der Lidl-Konzern auf WN-Nachfrage ab: „Zum jetzigen Zeitpunkt haben alle Filialen zu den gewohnten Öffnungszeiten geöffnet, aktuell planen wir nicht, diese auszuweiten. Selbstverständlich bewerten wir die Situation täglich neu.“ Der Konzern wolle kurzfristig, zum Schutz der Mitarbeiter und Kunden, Plexiglas als Sofortmaßnahme an den Kassen installieren. „Zudem werden Bodenaufkleber als Abstandshalter in allen Filialen und verschiedene Plakate mit Hinweisen und Hygienevorschriften angebracht.“

Auch die Rewe-Gruppe, zu der unter anderem die Penny-Märkte gehören, sieht keinen Anlass für eine Veränderung der Öffnungszeiten. Die Belastung der Mitarbeiter sei aktuell hoch genug, erklärt Pressesprecher Andreas Krämer unserer Zeitung.

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