Stadtwerke sehen sich gut gewappnet
Nicht mehr Wasser verbraucht

Warendorf -

Anders als in anderen Städten und Gemeinden ist der Wasserverbrauch derzeit nicht gestiegen, versichert Alice Kaufmann von den Warendorfer Stadtwerken.

Samstag, 21.03.2020, 15:40 Uhr aktualisiert: 21.03.2020, 16:00 Uhr
In anderen Städten und Gemeinden ist der Wasserverbrauch mit der Corona-Krise spürbar gestiegen. Nicht so in Warendorf.
In anderen Städten und Gemeinden ist der Wasserverbrauch mit der Corona-Krise spürbar gestiegen. Nicht so in Warendorf. Foto: Ludger Warnke

In einigen Städten und Gemeinden ist mit der Corona-Krise offenbar der Wasserverbrauch deutlich angestiegen. So geben die Wasserwerke Coesfeld beispielsweise bis zu 2000 Kubikmeter mehr Wasser am Tag ab als sonst und führen das auf die zusätzliche Handhygiene zurück. Der kontinuierliche Anstieg des Verbrauchs sei seit etwa zwei Wochen zu beobachten, als die Verhaltensregeln in den Medien mehr und mehr kommuniziert wurden.

Die Wasserabgabe entspricht in etwa den Werten des Vorjahres.

Alice Kaufmann

Anders in Warendorf. „Die Wasserabgabe entspricht in etwa den Werten des Vorjahres“, versichert Alice Kaufmann , bei den Warendorfer Stadtwerken zuständig für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit. Gleichwohl gelte der Appell an die Bevölkerung, mit der Ressource Trinkwasser zu jeder Zeit verantwortungsvoll umzugehen. Dass das Virus über das Trinkwasser übertragen werden kann, eine Theorie, die vor allem in den Sozialen Medien derzeit gerne diskutiert wird, sei nicht möglich, verweist Kaufmann auf eindeutige Aussagen und Empfehlungen des Umweltbundesamtes, die auch unter de Link https://www.umweltbundesamt.de/themen/coronavirus-uebertragung-ueber-das-trinkwasser nachgelesen werden können.

Um die Versorgung der Bürger mit Strom, Gas und Trinkwasser jederzeit sicherstellen zu können, hat der lokale Energieversorger und Netzbetreiber einige Vorkehrungen getroffen, die die Mitarbeiter vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus schützen beziehungsweise einer Ausbreitung des Virus entgegenwirken sollen. Ein interner Krisenstab hat so bereits Anfang vergangener Woche Präventionsmaßnahmen in Kraft gesetzt, wie etwa die sofortige Schließung des Hallenbades und der beiden Kundencenter in Warendorf. „Zudem sind wir als Betreiber einer kritischen Infrastruktur im Krisenstab der Stadt Warendorf und stehen im intensiven Austausch mit der Stadt und dem Gesundheitsamt“, sagt Kaufmann.

Ziel sei es auch, Kunden und Mitarbeiter bestmöglich vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen. „Dazu“, so Kaufmann, „zählen auch Maßnahmen die greifen, wenn Mitarbeiter der Stadtwerke unter Quarantäne gestellt werden müssen und dadurch bei uns Mitarbeiter ausfallen. Entscheidend dabei ist, schon im Vorfeld die Kontakte unter den Mitarbeitern einzugrenzen und besonders diejenigen, die sogenannte systemrelevante Tätigkeiten ausüben, streng voneinander getrennt einzusetzen.“

Die Stadtwerke seien durch diese Notfallpläne gut vorbereitet, ist Alice Kaufmann überzeugt. Auch die Rufbereitschaft für Notfälle sei weiterhin uneingeschränkt erreichbar. „Niemand“, versichert sie, „muss sich Gedanken um die Versorgung mit Strom, Gas und Wasser machen.“

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