Lehrer unterstützt Senioren
„Lasst euch bitte helfen“

Warendorf -

„Lasst euch doch bitte helfen“, appelliert Dennis Dierschke eindringlich an ältere und kranke Menschen, die keine Unterstützung haben. 

Montag, 23.03.2020, 18:52 Uhr aktualisiert: 23.03.2020, 21:42 Uhr
Dennis Dierschke, Lehrer und Informatiker, möchte alten und kranken Menschen in Zeiten von Corona beim Einkaufen, aber auch bei Problemen mit dem Computer helfen und freut sich auch über junge Unterstützer.
Dennis Dierschke, Lehrer und Informatiker, möchte alten und kranken Menschen in Zeiten von Corona beim Einkaufen, aber auch bei Problemen mit dem Computer helfen und freut sich auch über junge Unterstützer. Foto: privat

Wer Einkäufe oder Besorgungen in der Apotheke zu erledigen hat, kann Dennis Dierschke über die WN -Redaktion Warendorf unter redaktion.war@wn.de erreichen. Die Redaktion vermittelt dann den Kontakt. Der Lehrer erledigt die Einkäufe und liefert sie samt Kassenzettel vor der Haus- oder Wohnungstür ab. Ob er den Betrag für die Einkäufe vorstrecken kann, liegt an deren Umfang. Das aber, findet der 34-Jährige, könne man von Fall zu Fall am Telefon klären.

Auch von seiner Kompetenz als Informatiker können ältere Menschen, für die gerade in diesen Tagen der Computer oft die einzige Möglichkeit ist, mit Kindern und Enkeln in Kontakt zu treten, profitieren. Wer Probleme hat, auf seinem Computer das Kommunikationstool Skype zu installieren, mit dem man kostenlos mit seinen Lieben telefonieren und chatten kann, kann sich von Dierschke dabei helfen lassen (Kontaktvermittlung ebenfalls über die WN-Redaktion).

„Wer über geringe Basics verfügt, Mails abrufen kann und im Internet surft, kann per Telefon ohne Problem durch das Installationsprogramm für „Team viewer“ geführt werden, versichert der Fachmann. Mit Hilfe dieser Software für Fernwartung und Fernzugriff könne er sich im Bedarfsfall auf den PC aufschalten und dann beim Installieren von Skype helfen.

Die junge Generation ruft Dennis Dierschke dazu auf, die viele Zeit, die sie nun hat, „sinnvoll und wertstiftend zu nutzen und der Generation unserer Großeltern etwas für deren Lebensleistung zurückzugeben“. Wer ihn beim Einkaufen oder auch beim technischen Support der älteren Generation unterstützen will, erreicht Dierschke ebenfalls über redaktion.war@wn.de.

Zeit genug hätten die Schüler ja, findet der engagierte Lehrer. Morgens von 9 bis 12 Uhr sollten sie sich das Bildungsfernsehen ARD-Alpha zu Gemüte führen, das natürlich einen sechsstündigen Schultag nicht ersetzen könne. Danach sollten sie tunlichst ihre Hausaufgaben erledigen, und anschließend bleibe noch genügend Zeit, „einen positiven Beitrag für die Gesellschaft leisten“. Dieser könne zum Beispiel darin bestehen, alten Menschen die zurzeit in den Gärten anstehenden Arbeiten abzunehmen.

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