Virale #regenbogenchallenge für Kinder
In allen Farben gegen Corona

warendorf -

Eine besonders schöne Idee in Corona-Zeiten: die „Regenbogenchallenge“, bei der nicht nur die Kinder gegen Langeweile beschäftigt werden, sondern auch die Spaziergänger etwas davon haben. Ob auf Papier oder direkt ans Fenster gemalt, mit Kreide auf die Straße, Hauptsache man sieht den Regenbogen – und er ist schön bunt.

Montag, 30.03.2020, 16:42 Uhr aktualisiert: 01.04.2020, 13:20 Uhr
Jonas und Charlotte Kemper sind lassen Farbe in ihren Alltag kommen. Sie beteiligen sich an der Onlineaktion #regenbogenchallenge und setzen ein Zeichen gegen Corona.
Jonas und Charlotte Kemper sind lassen Farbe in ihren Alltag kommen. Sie beteiligen sich an der Onlineaktion #regenbogenchallenge und setzen ein Zeichen gegen Corona. Foto: Rebecca Lek

Das Kontaktverbot in Coronazeiten fordert Kreativität von den Eltern. Unterstützung bekommen sie in den Sozialen Medien: Bastelideen, Live-Musikvideos, Spiele zum Mitmachen oder Sportübungen erobern die Wohnzimmer.

Eine besonders schöne Idee: die „Regenbogenchallenge“, bei der nicht nur die Kinder gegen Langeweile beschäftigt werden, sondern auch die Spaziergänger etwas davon haben. Ob auf Papier oder direkt ans Fenster gemalt, mit Kreide auf die Straße, Hauptsache man sieht den Regenbogen – und er ist schön bunt.

Die Idee der Aktion stammt aus Italien und Spanien -

 

 

 

 

 

beide Länder haben wegen Corona Ausgangssperren verhängt. Die Botschaft sollte lauten: Wir bleiben zuhause. Der Trend schwappte schnell nach Deutschland rüber, setzt man mit der Mitmach-Aktion doch ein Zeichen für Solidarität und Zusammenhalt. Gleichzeitig sorgt die Aktion bei den Kindern für Verständnis, wenn sie an anderen Fenstern die gleiche Botschaft sehen.

„Bastelt einen Regenbogen, klebt ihn in eure Fenster und zeigt damit anderen Kindern, dass auch ihr zuhause bleibt!“, heißt es im Facebook-Post des Kindergartens „Am Eichenwäldchen“. Das ließen sich die Familien in Warendorf nicht zweimal sagen. Die Westfälischen Nachrichten begleitete Familie Kemper bei der Aktion, bei der es nicht allein bei der Verschönerung der Fenster blieb. „Wer genau diese Aktion erfunden hat, weiß ich zwar nicht, aber ich finde sie toll. Sie stellt eine kontaktlose Verbindung zwischen den Kindern her, die alle in der gleichen Situation sind“, erzählte Simone Kemper.

Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau und Lila reihten Charlotte und Jonas ihre Regenbogenfarben aneinander. Zuerst mit Farbe direkt an die Fensterscheibe. Darüber schrieb Mutter Simone, nicht minder bunt, „Kinder gegen Corona“.

Weiter ging es in der Küche. Muffins für Nachbarn und Freunde sollte es geben, jeder mit einem kleinen Fähnchen versehen. „Wir freuen uns schon, wenn wir uns wiedersehen. Bleibt gesund“ lautete die Fahnen-Botschaft, die von Herzen kommt. „Ich liebe es zu backen“, erzählte die sechsjährige Charlotte strahlend. Bedacht wurde insbesondere „Oma Cheddy“ - eine ältere Dame in der Nachbarschaft, die stets mit ihrem Hund Cheddy und einem Rollator unterwegs ist. „Sie ist gesundheitlich sehr angeschlagen. Durch das Kontaktverbot ist sie auch viel alleine. Sie bekam den ersten Muffin“, berichteten die Kinder. Auf die Türschwelle gestellt, geklingelt und von der Ferne einen guten Appetit gewünscht.

Machen denn noch andere mit? „Die Kinder konnten es gar nicht abwarten, andere Regenbögen zu suchen“, berichtete die Mutter. Weit gehen mussten sie nicht, denn direkt in der Nachbarschaft fanden sich welche, ebenfalls in der Wohnsiedlung am Krankenhaus lachten die Regenbögen. Und was plant Familie Kemper als nächstes? „Naja, ich denke, es werden auch bunte Eier folgen. Es werden mit Sicherheit mehr gefärbt, als wir jemals essen könnten“, vermutet Simone Kemper.

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