Freckenhorster kandidiert für das Amt des Bürgermeisters
Peter Horstmann macht‘s

pd/jb Warendorf -

Der gebürtige Freckenhorster Peter Horstmann ist kein Unbekannter. Bereits 2017 hatte er als parteiloser Bewerber für den Landtag kandidiert. Jetzt will er Bürgermeister von Warendorf werden.

Sonntag, 05.04.2020, 00:04 Uhr aktualisiert: 05.04.2020, 15:16 Uhr
Möchte Verwaltungschef im Warendorfer Rathaus werden: Peter Horstmann. Den 33-jährigen Freckenhorster unterstützen SPD, Grüne, FWG und ein Kreis unabhängiger Bürger.
Möchte Verwaltungschef im Warendorfer Rathaus werden: Peter Horstmann. Den 33-jährigen Freckenhorster unterstützen SPD, Grüne, FWG und ein Kreis unabhängiger Bürger. Foto: Julia Laatsch

Eigentlich war alles ganz anders geplant. Doch das Corona-Virus zwang zum Umdisponieren. In einer Pressekonferenz sollte am 20. März Peter Horstmann , der sich bei der Kommunalwahl am 13. September als unabhängiger Kandidat um das Amt für das Amt des Bürgermeisters in Warendorf bewirbt, vorgestellt werden. Von seinen Unterstützern, zu denen neben einem Kreis unabhängiger Bürger auch SPD , Grüne und FWG gehören.

Nun wählen sie den direkten Weg über die Medien. Der gebürtige Freckenhorster Peter Horstmann ist kein Unbekannter. Bereits 2017 hatte er als parteiloser Bewerber für den Landtag kandidiert. Nach beruflicher Neuorientierung ist er wieder ins Münsterland gezogen. Nach seiner Zeit als Rechtsanwalt in einer Düsseldorfer Wirtschaftskanzlei ist er seit 2019 als Regierungsrat bei der Bezirksregierung Münster tätig. Der führungserfahrene Verwaltungsjurist arbeitet im Dezernat „Öffentliche Gesundheit und Soziales“. Dort ist er unter anderem für Infektionsschutzrecht zuständig und mit der Bewältigung der Corona Krise befasst.

Fest verwurzelt ist Horstmann in seiner Heimat Freckenhorst: „Ich habe in meinem Leben schon an vielen Orten gelebt. Doch egal ob Pamplona, Berlin, Düsseldorf, Hamburg oder Washington D.C. - richtig zu Hause bin ich nur in Warendorf.“ Daher sei für sein politisches Engagement auch kein anderer Ort als Warendorf infrage gekommen. Er wolle seine Heimat voranbringen.

Als Bürgermeisterkandidat liege ihm insbesondere das Thema „Lebenswerte Ortsteile in einer lebendigen Stadt“ am Herzen. Die öffentliche Daseinsfürsorge werde daher im Mittelpunkt seiner Kandidatur stehen. Weiterhin werde er sich für eine direktere Beteiligung der Bürger an den öffentlichen Debatten starkmachen sowie für eine gleichberechtigte Einbeziehung aller Mitglieder des Rates – unabhängig vom Parteibuch.

Daneben strebe er ein modernes Mobilitätskonzept für Warendorf mit mehr Fahrradwegen und einem gut ausgebauten und günstigen öffentlichen Nahverkehr an. Auch eine Umgehungsstraße für Freckenhorst halte er für richtig. Die Querung des Münsterlandes durch die geplante Großstraße B64n dagegen lehne er ab. Horstmann will sich überdies für bezahlbaren Wohnraum in allen Ortsteilen einsetzen. Weniger Müll, mehr Ökostrom, Schaffung von Räumen der Begegnung sind weitere für ihn zentrale Themen.

Der 33-Jährige macht aber auch klar, dass er sein Programm weiterentwickeln werde – nämlich im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Warendorf und ihrer Ortsteile. Ein Bürgermeister müsse in seinen politischen Inhalten alle Menschen erreichen, egal, ob diese ihn gewählt haben oder nicht, ist Horstmann überzeugt. Er wolle konsensorientiert die besten Ideen für die Stadt Warendorf voranbringen, aber auch als Vermittler zwischen verschiedenen Standpunkten fungieren. Das erfordere einen unabhängigen Bürgermeister..

Seit dem Ausbruch der Corona-Epidemie in Deutschland habe er sich schwer damit getan, den Zeitpunkt für die Veröffentlichung seiner Kandidatur zu bestimmen.

„Aufgrund der aktuellen Krise wird es bis auf Weiteres keinen ,richtigen‘ Moment für die Veröffentlichung der Kandidatur geben. Trotz – und gerade auch wegen – der aktuellen Ereignisse bin ich überzeugt, dass es richtig ist, an meiner Kandidatur festzuhalten. Ich sehe jeden Tag in meiner Funktion innerhalb der Bezirksregierung, wie das Virus uns Menschen vor riesige Aufgaben stellt. Bislang holt es ganz überwiegend das Beste aus den Menschen hervor. Das bestärkt mich in meinem Plan, mich mit voller Kraft für die Gemeinschaft einzusetzen“, sagt der Freckenhorster.

„Die schnellen und umfassenden Maßnahmen, die von Kommunen, Landes- und Bundesregierung im Kontext der Corona-Krise beschlossen wurden, sind unbedingt notwendig“, ist er überzeugt und ergänzt: „Natürlich wird es so schwieriger einen ‚normalen‘ Wahlkampf zu führen – trotzdem möchte ich gerne mit so vielen Bürgerinnen und Bürgern wie möglich in Kontakt treten. Insbesondere weil der persönliche Dialog jetzt nicht so einfach möglich ist, freue ich mich über alle Meldungen per Telefon, Brief, E-Mail oder über die sozialen Netzwerke. Der uns bevorstehende Wahlkampf wird sicherlich zu großen Teilen in digitalen Formaten stattfinden müssen – aber ich bin mir sicher, dass sich kreative Lösungen finden werden!“

Da auch die für den 21. März geplante Unterschriftenaktion in der Warendorfer Fußgängerzone nicht stattfinden konnte, bittet Peter Horstmann nun online um Unterstützungsunterschriften. Wahlberechtigte Bürger können auf der Homepage peterhorstmann.com das dortige Formblatt ausdrucken, eigenhändig ausfüllen, unterzeichnen und abfotografiert an die E-Mail-Adresse post@peterhorstmann.com oder per WhatsApp oder Telegram an die 0 15 73 / 44 882 63 senden.

Im September 2018 fand sich ein unabhängiger Bürgerinnen- und Bürgerkreis zusammen, der von Dr. Bernward Fahlbusch, Gerd Nergert und Dr. Reinhold Schoppmann vertreten wird. Ziel war es einen unabhängigen Bürgermeisterkandidaten oder eine geeignete Kandidatin zu finden. Voraussetzung war das Ablehnen des „Trennriegels B64n“ zwischen Freckenhorst und Warendorf und das Eröffnen neuer Wege für mehr unabhängige, direkte und lebendige Bürgerbeteiligung.

Etwa zeitgleich bildete sich eine sechsköpfige Kandidatenfindungskommission der politischen Gruppen SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FWG. Beide Gruppen nahmen schnell miteinander Kontakt auf.

Viele Gesprächsrunden führten zu dem Ergebnis, Peter Horstmann als unabhängigen Kandidaten zu unterstützen. Peter Horstmann nahm diese Aufgabe an.

Als weiterer Ansprechpartner und Kampagnenkoordinator wird sein Bruder Paul fungieren. Der Student der Medienwissenschaften wird insbesondere die Organisation der Social-Media-Kanäle übernehmen.

Anlässlich der Bekanntgabe hat Peter Horstmann über die bekannten Kanäle ein kurzes Video veröffentlicht, das humorvoll seinen Landtags-Wahlkampf Revue passieren lässt. „Genug Nostalgie – Zeit für was Neues“ lautet in dem Video das Motto mit dem er nun in den Wahlkampf starten will.

 

Weitere Informationen unter peterhorstmann.com und den Social-Media-Kanälen „PeterHendrikHorstmann“ bei Facebook und Instagram.

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