Tagesimpuls Haus der Familie
Arbeit in Corona-Zeiten hat viele Facetten

Warendorf -

Arbeit gehört unabdingbar zur Würde des Menschen. Das führt Stefanie Pfennig, pädagogische Mitarbeiterin im Haus der Familie, in ihrem Tagesimpuls aus.

Samstag, 02.05.2020, 15:53 Uhr aktualisiert: 03.05.2020, 17:42 Uhr
Die Silhouette eines Polizisten ist im vergangenen Jahr während der „Revolutionären 1. Mai-Demonstration“ in Friedrichshain vor dem Abendhimmel zu sehen. Auch das ist Arbeitsalltag.
Die Silhouette eines Polizisten ist im vergangenen Jahr während der „Revolutionären 1. Mai-Demonstration“ in Friedrichshain vor dem Abendhimmel zu sehen. Auch das ist Arbeitsalltag. Foto: Ralf Hirschberger/dpa

Am 1. Mai wird in Deutschland der „Tag der Arbeit“ gefeiert. Die pädagogische Mitarbeiterin Stefanie Pfennig im Haus der Familie hat zum Tag der Arbeit einen Impuls zusammengestellt – Gedanken rund um das Thema Arbeit in Corona-Zeiten. Dabei verweist sie zunächst auf den Corona-Helden-Alltags-Song von Wolfgang Niedecken (zu finden im Internet auf YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=pV5-_LtjgMk), um dann eigene Gedanken dazu fortzuführen: „In diesen Corona-Zeiten können viele Menschen sich vor Arbeit nicht retten; viele kommen in diesen Wochen physisch und psychisch oftmals an ihre Belastungsgrenzen. Sie haben es verdient, dass wir das Glas auf sie erheben …. und sie haben es darüber hinaus mehr als verdient, angemessen geschützt und gerecht entlohnt zu werden“, so Stefanie Pfennig. Zugleich nennt sie diejenigen, die sich fragen, wie ein Weg zurück in die Arbeits-Normalität möglichst rasch wieder gelingen kann. Und da sind auch diejenigen, die gar vor dem kompletten Aus ihrer beruflichen und wirtschaftlichen Existenz stehen. Die Mitarbeiterin im Haus der Familie leitet ihre Gedanken zum Tagesimpuls über zu Papst Franziskus, der in seiner 2015 erschienenen Schöpfungsenzyklika „Laudato Si“ auch auf die Notwendigkeit hingewiesen hat, die Arbeit zu schützen.

Verein für Menschenwürde

Von seiner eigenen Hände oder Geistes Arbeit den Lebensunterhalt für sich und seine Familie sicherstellen zu können, gehöre unabdingbar zur Würde des Menschen. Doch vielfach werde die Menschenwürde insbesondere die von Arbeitsmigrantinnen und Arbeitsmigranten aus Osteuropa in unserer globalisierten Gesellschaft, auch bei uns im Münsterland, mit Füßen getreten.

„Darauf macht Pfarrer Peter Kossen aus Lengerich schon seit langem aufmerksam und hat einen Verein gegründet (http://www.wuerde-gerechtigkeit.de/index.php/de/unser-verein), um diese Menschen und ihre Familien in ihren Rechten zu stärken“, so Stefanie Pfennig. So hält der Verein ein eigenes Beratungsangebot für die Betroffenen vor. Eigentlich wollte Pfarrer Kossen am 14. Mai im Haus der Familie von seinen Erfahrungen mit den oftmals katastrophalen – sich mit der Corona-Krise nochmals verschärfenden – Arbeitsbedingungen auf dem Bau, in der fleischverarbeitenden Industrie, der Pflege oder Landwirtschaft berichten. Leider ist die Veranstaltung „Auf dem Prüfstand: Menschenwürde im Münsterland“ nun abgesagt, wird aber in die Planung für das kommende Jahr wieder aufgenommen. Der neue Termin ist am 18. März 2021 um 19.30 Uhr. Wie es dann wohl – ein Jahr nach dem Corona-Shutdown – aussieht?

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