Laurentiusschule fragt: Wer kann helfen?
Alte Laptops wiederbeleben

Warendorf -

Wer hat ein ausgedientes Laptop in der Schublade oder im Regal liegen? Diese werden jetzt an der Laurentiusschule gesucht. Sie sollen wiederbelebt werden. Ein Vater hatte die Idee dazu.

Donnerstag, 07.05.2020, 19:15 Uhr aktualisiert: 07.05.2020, 19:20 Uhr
Dennis Herzberg (links) hatte die Idee, alte Laptops wieder aufzupeppen, um sie für das Home-Schooling nutzbar zu machen; daneben Tochter Svea. Konrektorin Kathrin Sellmeier begrüßte den Gedanken, Stefan Jannemann sicherte die Unterstützung des Fördervereins der Laurentiusschule zu.
Dennis Herzberg (links) hatte die Idee, alte Laptops wieder aufzupeppen, um sie für das Home-Schooling nutzbar zu machen; daneben Tochter Svea. Konrektorin Kathrin Sellmeier begrüßte den Gedanken, Stefan Jannemann sicherte die Unterstützung des Fördervereins der Laurentiusschule zu. Foto: Erhard Kurlemann

 

Ausgediente Laptops gibt es bestimmt in vielen Haushalten. Dieser Gedanke hat Dennis Herzberg auf eine Idee gebracht: „Die Geräte müssen ja nicht ungenutzt irgendwo herumliegen“, erzählt der Vater von Gerrit und Svea, die die Laurentiusschule besuchen. Er wolle sich bereiterklären, diese kleinen Computer wieder aufzupeppen, damit sie für das Home-Schooling eingesetzt werden können.

Bei Konrektorin Kathrin Sellmeier stieß die Idee auf Zustimmung. „Auch der Förderverein hat schnell seine Unterstützung zugesagt“, betont Kassierer Stefan Jannemann.

Es werden Leute gesucht, die einen Laptop für diesen Zweck zur Verfügung stellen wollen – oder jemanden kennen, der auch über derartige Geräte verfügt. Und zugleich geht es darum zu organisieren, wie die „Schubladen-Laptops“ wieder für das Schulleben fit gemacht werden können.

Den Moment der Übergabe hat Kathrin Sellmeier im Blick. Am Standort Dr.-Leve-Straße der Schule können montags bis freitags jeweils von 8 bis 17 Uhr Laptops kontaktlos abgegeben werden – einfach klingeln. Wer diesen Weg nicht wählen kann oder weitere Informationen benötigt, kann sich an die Mailadresse gs.laurentius@warendorf.de wenden.

Dennis Herzberg nennt die Voraussetzungen, die ein altes Laptop erfüllen müsste: „Rechner einschließlich Netzteil, dazu eine Maus, wenn möglich. Der Prozessor muss über mindestens 64 Bit verfügen; der Bildschirm sollte schon das Format 16:9 haben.“ Laptops mit einem 4:3-Bildschirmformat seien in der Regel nicht mehr tauglich. Herzberg will jeweils unter anderem jeweils das Linux-Betriebssystem aufspielen sowie weitere Anwendungen, die in Absprache mit der Schule für das Home-Schooling notwendig sind; daneben gebe es ein Mailprogramm und persönliche Accounts für die Kinder, etwa um in Kontakt mit der Schule zu bleiben. Der Förderverein will weitere „Man-Power“ organisieren, wenn die Aktion gut anläuft, versichert Jannemann.

Konrektorin Kathrin Sellmeier betont die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern, die es möglich mache, diese Laptops „gezielt und sinnvoll in den richtigen Familien einsetzen zu können“. Dabei gehe es auch um das Stichwort Bildungsgerechtigkeit, ergänzt sie.

Die Stadt Warendorf hab inzwischen für alle Schulen das System I-Serve bereitgestellt – interne Schulserver gleichsam. „Wir wollen jetzt den nächsten Schritt machen“.

Die Konrektorin findet, dass durch die Corona-Krise die Digitalisierung in den Schulen befördert worden sei. „Vorher ist über viele Dinge als anschaffenswert und sinnvoll geredet worden, die jetzt schon umgesetzt sind.“ Aus ihrer Sicht dürfe man in diesem Zusammenhang durchaus von einem „Digitalisierungsanschub“ sprechen.

Auch zu normalen Zeiten werde in der Schule digital gearbeitet. 16 i-Pads habe die Stadt unter anderem dafür angeschafft. Kathrin Sellmeier: „Wir sind dann in der virtuellen Welt Dr. Leve-Straße unterwegs.“

 

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7400053?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F35766%2F
Nachrichten-Ticker