Heinrich-Tellen-Förderschule: Schulstart ist noch offen
Adventskalender im Frühling

Warendorf -

Wann der Schulalltag für die Kinder der Heinrich-Tellen-Schule langsam wieder beginnen kann, steht noch nicht fest. Sicher ist, das Lehrerteam hat auch in diesen Tagen viel zu tun.

Sonntag, 10.05.2020, 06:38 Uhr aktualisiert: 10.05.2020, 06:40 Uhr
Musicals in der Heinrich-Tellen-Schule erfreuen sich großer Beliebtheit. Wann es wieder eines geben kann, steht in den Sternen, weiß Schulleiter Tobias Mörth (rundes Bild).
Musicals in der Heinrich-Tellen-Schule erfreuen sich großer Beliebtheit. Wann es wieder eines geben kann, steht in den Sternen, weiß Schulleiter Tobias Mörth (rundes Bild).

Ein Adventskalender im Frühling – einige Eltern der Kinder der Heinrich-Tellen-Schule empfinden das aktuell so, wenn sie die Homepage der Schule besuchen. „Wir bemühen uns, stets in Kontakt mit unseren Kindern zu bleiben und ihnen viele Angebote zu machen“, berichtet Tobias Mörth , der Leiter der Förderschule für geistige Entwicklung, über die Arbeit in der Corona-Zeit. Das Lehrerteam stelle täglich Videos auf die Homepage. „Mittlerweile sind es täglich drei oder vier Videos mit Bastelanleitungen, mit Musik oder mit Gebärden des Tages, aber auch lustige Videos. „Hin und wieder laden wir zudem zum Live-Chat ein.“ Der Kanal gebe auch den Kindern die Möglichkeit, eigene Bilder oder Texte hochzuladen, „die wir dann online stellen.“

Daneben würden individuelle Lernpakete für die Kinder geschnürt, in denen neben Unterrichtsmaterialien auch Angebote zur Beschäftigung enthalten seien. Teilweise würden diese Pakete auf dem Postweg zu den Familien geschickt.

„Für uns als Lehrer ist Arbeiten auf Distanz natürlich sehr kompliziert. Wir sind Pädagogen, die viel mit den Händen arbeiten, um etwas zu verdeutlichen“, erklärt der Schulleiter.

Und: „Wir wissen, viele Eltern brauchen einfach Unterstützung in diesen Tagen“. Deshalb nehme auch die Beratung viel Zeit im derzeit geltenden Alltag ein.

Wann es für die 115 Kinder zumindest langsam mit dem Schulbetrieb wieder losgehen könne, habe das Schulministerium noch nicht entschieden. „Über die Rahmenbedingungen und möglicherweise besonderen Auflagen für eine Wiederaufnahme des Unterrichts an diesen Förderschulen sind inzwischen Gespräche mit Interessenvertretungen von Eltern, Lehrkräften sowie Schulträgern geführt worden“, heißt es in der 20. Mail aus dem Ministerium mit Hinweisen in Corona-Zeiten. Daraus ergebe sich weiterer Klärungsbedarf, der eine weitere Woche Unterrichtsruhe nach sich ziehe.

„Gerade mit den Abstandsregelungen müssen wir sehr behutsam umgehen“, ist sich der Schulleiter sicher. Weil über notwendige Vorgaben noch nicht entschieden sei, könne trotz vieler Überlegungen im Team noch nicht mit den Vorbereitungen für eine Schulöffnung begonnen werden.

Derzeit werden zwölf Kinder in vier Notgruppen betreut – Tendenz steigend. Maximal drei Kinder dürfen in einer Gruppe sein. „Das unter den geltenden Bedingungen vernünftig auf die Reihe zu bekommen, ist schon eine große Herausforderung“, gibt Mörth einen Einblick.

Auch die Heinrich-Tellen-Schule bemühe sich, digitale Elemente in den Unterricht einzubauen. Diese Möglichkeit könnten aber nicht alle Kinder nutzen. „Wir versuchen zur Zeit, das Beste aus der Situation zu machen.“

 

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