SPD besucht Gaststätteninhaber Birgt und Robert Thönissen-Beermann
„Uns steht das Wasser bis zum Hals“

Müssingen -

Das Ehepaar Birgit und Robert Thönissen-Beermann besitzt in Müssingen die Gaststätte „Zum Fensterberg“. Die SPD besuchte das Ehepaar und hörte sich die Sorgen an, denn ein mögliches geplantes Baugebiet könnte das Ende der Gaststätte bedeuten.

Dienstag, 12.05.2020, 12:00 Uhr aktualisiert: 12.05.2020, 16:37 Uhr
Besuch in der Gaststätte „Zum Fensterberg“ (v. l.).: Andreas Hornung, Franz-Ludwig Blömker, Andrea Kleene-Erke, Ralf Wallendorf, Robert und Birgit Thönnissen-Beermann.
Besuch in der Gaststätte „Zum Fensterberg“ (v. l.).: Andreas Hornung, Franz-Ludwig Blömker, Andrea Kleene-Erke, Ralf Wallendorf, Robert und Birgit Thönnissen-Beermann. Foto: SPD

„Wir halten das Ansinnen der Familie Thönnissen-Beermann für äußerst sinnvoll und unterstützen es ausdrücklich“, fasste Franz-Ludwig Blömker, stellvertretender Landrat und sachkundiger Bürger der SPD-Fraktion im Warendorfer Stadtrat, das sehr interessante Gespräch mit dem Besitzerehepaar Thönnissen-Beermann der Gaststätte „Zum Fensterberg“ in Müssingen zusammen, an dem auch die SPD-Fraktionsvorsitzende Andrea Kleene-Erke , der SPD-Stadtverbandsvorsitzende Andreas Hornung sowie die SPD-Vertreter vor Ort Karsten Gruhn und Ralf Wallendorf teilnahmen.

Wir wollen eine Begegnungsstätte für Jung und Alt im Herzen Müssingens errichten.

Robert Thönnissen-Beermann

Zu Beginn erläuterte Robert Thönnissen-Beermann die Pläne der Familie, die sie jetzt über 8Plus-VITAL.NRW bei der Stadt Warendorf eingereicht hat. Bei dieser VITAL.NRW-Förderung trägt das Land NRW 80 Prozent der Kosten, die verbleibenden 20 Prozent übernimmt der Antragsteller. „Unser Vorschlag ist es“, so Robert Thönnissen-Beermann, „das kleine Wäldchen gegenüber unserer Gaststätte vom Altholz zu befreien, Rasen einzusäen sowie Sitzbänke, Laternen und eine Schautafel aufzustellen. Wir wollen“, so Thönnissen-Beermann weiter, „eine Begegnungsstätte für Jung und Alt im Herzen Müssingens errichten.“

„Als SPD-Vertreter vor Ort unterstützen wir die weitere Entwicklung in Richtung eines neben dem Wäldchen liegenden Dorfplatzes für Müssingen und finden, dass sich die grüne Oase daneben sehr gut in die bestehenden Pläne integrieren ließe“, waren sich die Müssinger Karsten Gruhn und Ralf Wallendorf mit allen Beteiligten einig. Jedoch sei aus ihrer Sicht eine Wohnbebauung des Wäldchen-Grundstücks, wie sie jetzt seitens der CDU angedacht sei, definitiv nicht der richtige Weg. Insoweit könne man die Befürchtung der Gaststättenbetreiber, dass eine solche Bebauung, näher an die Gaststätte heran, deren Existenz massiv in Frage stellen würde, sehr gut nachvollziehen.

Wir werden Ihr Anliegen unterstützen und das Thema in der Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschuss-Sitzung am Montag zur Sprache bringen.

Andrea Kleene-Erke

Um so unverständlicher sei es, so die Fraktionsvorsitzende Andrea Kleene-Erke, dass der guten Idee des 8Plus-VITAL.NRW-Projekts seitens des städtischen Wirtschaftsförderers Torsten Krumme bereits in einem Telefonat, wie das Ehepaar Thönnissen-Beermann enttäuscht berichtete, eine Absage ereilt worden sei. Eine schriftliche Stellungnahme stehe noch aus.

„Wir werden Ihr Anliegen unterstützen und das Thema in der Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschuss-Sitzung am Montag zur Sprache bringen“, sicherten Kleene-Erke und der SPD-Stadtverbandsvorsitzende Andreas Hornung dem Ehepaar Birgit und Robert Thönnissen-Beermann abschließend zu. „Unsere Unterstützung haben Sie.“

„Uns steht das Wasser bis zum Hals“, hat die Familie Thönissen-Beermann einen Flyer überschrieben, in dem sie auf die Situation der Gaststätte „Zum Fensterberg“ aufmerksam macht. Corona sei schon ein schwerer Schlag, aber dass nun der kleine Wald zwischen der Gaststätte und Gregor Rüschhoff in Bauland umgewandelt werden soll, bedrohe die finanzielle Existenz. „Es ist noch nie gut gegangen, wenn eine Bebauung vor einem gastronomischen Betrieb entsteht“, heißt es in dem Flyer.

Die Familie würde die Gaststätte gerne noch über viele Jahre weiterführen und dann an einen Nachfolger übergeben. „Wenn uns aber die Stadt Warendorf keine Planungssicherheit geben will oder möchte, wird all dies nicht möglich sein. Die Schließung wäre unumgänglich.“

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