Sitzung des Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschusses
Rat zieht in die AWG-Turnhalle um

Warendorf -

Damit der Rat mit den notwendigen Sicherheitsvorkehrungen tagen kann, soll die nächste Sitzung in der AWG-Turnhalle stattfinden. Dort könnten dann auch Themen mit größerem Publikumsinteresse besprochen werden.

Mittwoch, 13.05.2020, 11:32 Uhr aktualisiert: 13.05.2020, 15:08 Uhr
Der Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschuss tagte am Montagnachmittag unter Einhaltung der Abstandsregeln im Sophiensaal.
Der Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschuss tagte am Montagnachmittag unter Einhaltung der Abstandsregeln im Sophiensaal. Foto: Ulrich Lieber

Es ist gar nicht so einfach, in Zeiten der Corona-Pandemie die politischen Gremien tagen zu lassen. Es müssen spezielle Vorkehrungen getroffen, die Hygienestandards und die Abstandsregeln eingehalten werden. Am Montagnachmittag tagte nun der Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschuss im Sophiensaal, der allen Beteiligten den nötigen Raum gab. „Ich begrüße Sie zu einer speziellen Sitzung. Wir müssen noch miteinander üben“, eröffnete Bürgermeister Axel Linke die weit auseinander sitzenden Politiker. Der Mund- und Nasenschutz durfte während der Sitzung am Platz abgenommen werden.

Es ist die Frage, ob wir publikumswirksame Themen haben, bei denen die Öffentlichkeit kommt.

Ralph Perlewitz

Während der Hauptausschuss in dieser Form im Sophiensaal stattfinden konnte, wäre dies für eine Ratssitzung nicht möglich. „Möglicherweise können wir eine Ratssitzung im Juni in der AWG-Turnhalle durchführen“, sagte Linke. Ein Bestuhlungssystem mit zwei Metern Abstand sei bereits erstellt. „Es ist die Frage, ob wir publikumswirksame Themen haben, bei denen die Öffentlichkeit kommt. Ich will vermeiden, dass es hinterher heißt, dass wir Themen durchgepeitscht haben“, meinte Ralph Perlewitz ( CDU ).

Jessica Wessels (Grüne) sah es ebenfalls kritisch, wichtige Themen wie Brinkhaus, Hallenbadneubau oder die Rettungswache lediglich im Hauptausschuss zu behandeln. Andrea Kleene-Erke plädierte dafür, noch ein wenig zu warten. „Ich weiß nicht, ob wir uns einen Gefallen damit tun, wenn wir das Thema Emsinsel noch vor den Sommerferien besprechen. Wir sollen das besser schieben.“ André Wenning (FWG) wies darauf hin, dass auch die veränderte finanzielle Situation beleuchtet werden müsse.

Zum neuen Rat gehen sonst viele Infos verloren.

Dr. Beate Janinhoff

Ralph Perlewitz bemerkte, dass niemand sagen könne, wann die politische Arbeit im großen Rahmen fortgesetzt werden könne, darum müsse gehandelt werden. „Wie geht es nach den Ferien weiter? Ende des Jahres gibt es einen neuen Rat.“ Auch Dr. Beate Janinhoff (FDP) äußerte Bedenken, die Dinge weiter zu schieben. „Zum neuen Rat gehen sonst viele Infos verloren.“

Andrea Blacha (CDU) sprach sich ebenfalls für eine öffentliche Ratssitzung noch im Juni aus. „Wir werden uns über einen langen Zeitraum auf solche Sitzungen einstellen müssen. Wollen wir die ganze Zeit keine Entscheidungen treffen?“ Jessica Wessels regte dennoch an, „Themen mit Publikumsinteresse“ erst nach den Sommerferien zu besprechen.

Für Axel Linke stellte sich zudem die Frage, ob alle angedachten Ausschüsse einberufen werden sollen, speziell auch die Bezirksausschüsse. „Ich finde es wichtig, dass die Ausschüsse tagen, aber in größeren Räumen“, sprach sich Doris Kaiser (CDU) für die Fortsetzung der Arbeit in den politischen Gremien aus. Die Sitzungslänge sollte dann aber nicht zu lang sein und zudem sollte auf Belüftung geachtet werden, regte Hubert Grobecker (Grüne) an.

Das Meinungsbild war letztlich eindeutig. „Wir werden im Juni in der AWG-Turnhalle eine Ratssitzung einberufen. Der Sitzungskalender wird neu aufgestellt, und wir werden uns auch mit dem Kreis verständigen“, erklärte der Bürgermeister. Zur Ratssitzung sollen dann auch zwei Anträge der Grünen auf die Tagesordnung.

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