Kontroverse Diskussion zur Emsinsel
Gespräche vor oder nach den Ferien?

Warendorf -

Sollen die Beratungen über die Emsinsel noch vor den Sommerferien oder besser danach fortgeführt werden? Während Dr. Beate Janinhoff (FDP) und Andrea Blacha (CDU) der Meinung sind, dass alle Argumente ausgetauscht seien, sehen Hubert Grobecker (Grüne) und Andrea Kleene-Erke (SPD) noch Gesprächsbedarf.

Mittwoch, 13.05.2020, 08:29 Uhr aktualisiert: 13.05.2020, 15:08 Uhr
Wann wird es zur Emsinsel Entscheidungen geben? Die Fraktionen waren sich im Haupt- und Finanzausschuss nicht einig darüber, wann die Beratungen weitergehen sollen.
Wann wird es zur Emsinsel Entscheidungen geben? Die Fraktionen waren sich im Haupt- und Finanzausschuss nicht einig darüber, wann die Beratungen weitergehen sollen. Foto: WN-Archiv

Die Emsinsel bleibt natürlich weiterhin Thema, so auch im Haupt- und Finanzausschuss am Montag. „Es ist alles vorgestellt worden. Wir müssen die Warendorfer Position klären und sollten das abschließen“, sagte Dr. Beate Janinhoff ( FDP ). Andrea Blacha ( CDU ) stimmte zu: „Inhaltlich ist alles lang und breit besprochen. Corona schließt die Bürger ja nicht aus. Ich würde mir wünschen, dass es endlich weitergeht.“ Sie fände es dramatisch, wenn das Thema in die nächste Periode geschoben würde.

Hubert Grobecker (Grüne) sah dies anders, denn seiner Meinung nach hätte die Öffentlichkeit hier noch einiges zu sagen. „Das Thema ist seit mehr als zehn Jahren auf dem Tableau, da kommt es auf ein Jahr auch nicht mehr an. Wer weiß, wie es in einem Jahr finanziell aussieht.“ In die gleiche Kerbe schlug Andrea Kleene-Erke (SPD), die mahnte, das ältere Publikum vom Arbeitskreis Emsinsel ernst zu nehmen. „Die Sitzung wird nicht in einer Stunde vorbei sein. Das wird eine Mammutaufgabe.“

Für Janinhoff sind hingegen die Fronten klar, so dass niemand mehr zu überzeugen sei. Die Argumente seien ausgetauscht. Der Arbeitskreis könne ja einen bis zwei Vertreter schicken, die die Meinung einbringen. „Ich würde mir wünschen, dass auch die jungen Leute etwas dazu sagen“, sagte Andrea Blacha.

Der Arbeitskreis Emsinsel hatte sich zuvor mit einem Schreiben an den Bürgermeister gewandt und aufgrund der Pandemie für eine Verschiebung auf einen Termin nach den Sommerferien plädiert, der dann gesundheitlich unbedenklich sei. Sowohl das „PFV Neue Ems Ost 1.1“ als auch die sogenannte „Warendorfer Position“ sollten als nicht dringende Themen derzeit ausfallen. Es sei momentan nicht zu verantworten, zu einer öffentlichen Informations- und Diskussionsveranstaltung als informelle Bürgerbeteiligung einzuladen. Darum seien die Mitglieder des Arbeitskreises auch nicht aufgefordert worden, an der Sitzung des Hauptausschusses teilzunehmen. Die Notwendigkeit einer Dringlichkeitsentscheidung sieht der AK als nicht gegeben.

„Andere Warendorfer Organisationen sagen unter Berücksichtigung der Pandemie verantwortungsvoll alle Termine bis August ab“, heißt es in dem Schreiben an den Rat.

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