SPD:Jahreshauptversammlung und Wahlkonferenz
Volle Unterstützung für Horstmann

Warendorf -

Die Zeit drängt. Um die Fristen des Kommunalwahlgesetzes einzuhalten, lud die SPD am Dienstagabend zu einer öffentlichen Wahlversammlung zur Nominierung ihrer Ratskandidaten ein. Ausnahmsweise und angesichts der vielen Beschränkungen durch die Corona-Pandemie durfte im Sophiensaal getagt werden, der für Veranstaltungen politischer Parteien normalerweise tabu ist.

Mittwoch, 13.05.2020, 19:49 Uhr aktualisiert: 14.05.2020, 13:58 Uhr
Die Wahlbezirkskandidaten der SPD.
Die Wahlbezirkskandidaten der SPD. Foto: Karsten Gruhn

Für Veranstaltungen politischer Parteien ist die Nutzung städtischer Räume, zu denen auch der Sophiensaal gehört, eigentlich tabu. So hat es der Stadtrat beschlossen. Am Dienstag wurde eine einmalige Ausnahme gemacht, als Jahreshauptversammlung und Wahlkonferenz von SPD-Ortsverein Warendorf/Einen-Müssingen und Stadtverband in dem Gemäuer stattfanden.

Die Stadt hatte dem SPD-Stadtverbandsvorsitzenden Andreas Hornung aus einem echten Dilemma geholfen, als sie den Raum zur Verfügung stellte. Denn mit Blick auf einzuhaltende Fristen des Kommunalwahlgesetzes musste eine öffentliche Wahlversammlung zur Nominierung der Ratskandidaten unbedingt abgehalten werden. Ungeachtet der aktuellen Beschränkungen durch die Corona-Pandemie, die die Suche nach geeigneten Versammlungsräumen massiv erschwert hatten.

In der Versammlung des Ortsvereins Warendorf/Einen-Müssingen hatte Vorsitzender Andreas Hornung Erfolge der Sozialdemokraten während der zu Ende gehenden Ratsperiode benannt (darunter Zuschuss-Erhöhung für Frauenhäuser und -beratungsstelle, finanzielle Unterstützung privat getragener Kitas, sozial geförderter Wohnraum im Neubaugebiet In de Brinke).

Leider habe man nicht bei allen Themen den notwendigen Erfolg gehabt, bedauerte Hornung mit Blick auf das Lehrschwimmbad. Dass es in absehbarer Zeit ein neues Hallenbad geben wird, bezweifelte er auch angesichts zu erwartender coronabedingter Einbrüche bei den Steuereinnahmen. Im September brauche es „ganz dringend eine andere Mehrheit im Rathaus: Eine starke SPD , die Ernst macht mit sozialer Gerechtigkeit auch in der Kommune“, erklärte Hornung, um dann ein Tableau an Kandidaten für die SPD im Rat der Stadt Warendorf vorzustellen.

Während Urgesteine wie Monika Walter-Kaiser und Bernhard Ossege nicht mehr zur Stadtratswahl und auch Dr. Erich Tertilt und Mathilde Thüß nur noch in ihren heimischen Wahlkreisen antreten werden, gehören Dominik Fuisting, Johannes Schöttler, Brigitte Brinkmann, Wolfgang Richter, Rolf Schürmann, Simone Lutz Ralf Artmann, Christa Pigulla, Uwe Hesse und Huckepack-Kandidat Tono Huerkamp, Ralf Wallendorf und Ersatzbewerber Karsten Gruhn zu den Neuen.

Weil ein Mitglied sich irrtümlich als Gast in die Anwesenheitsliste eingetragen und ein weiteres Mitglied es versäumt hatte, sich überhaupt einzutragen, gab es bei den Wahlen des SPD-Stadtverbandes (Wahl der 20 Wahlbezirks-Direktkandidaten für den Rat und die Reserveliste, Nominierung der Direktkandidaten und Ersatzkandidaten für die Kreistagswahl-Stimmbezirke, Nominierung der Reservelisten-Kandidaten für den Kreistag) einige Irritationen. Diese führten dazu, dass Mathilde Thüß nach Hause fuhr, um Ersatz-Stimmzettel zu kopieren, die dann die Wiederholung eines Wahlganges ermöglichten.

Sämtliche Mitglieder des Stadtverbandes sicherten Peter Horstmann, dem unabhängigen Bürgermeisterkandidaten, ihre volle Unterstützung zu. Der Freckenhorster hielt an diesem Abend seine erste politische Rede, die für den Geschmack eines besonders kritischen SPD-Mitgliedes offenbar zu wenig kämpferisch daher kam.

Während Dennis Kocker, Herausforderer des amtierenden Landrates, diesen in einer Stegreifrede verbal scharf attackierte, trug Peter Horstmann seine Vorstellungen von einem offenen, grünen, lebendigen, innovativen, mobilen und sozialen Warendorf sehr sachlich vor. Besonders am Herzen liege ihm ein offenes Warendorf, erklärte der 33-jährige Jurist: „Ich möchte die Potenziale des bürgerschaftlichen Engagements in unserer Stadt weiter aktivieren und stärken. Ich habe bereits in der kurzen Zeit meiner Kampagne festgestellt, dass hier noch einiges an stiller Reserve schlummert. Rufen wir sie also ab!“

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