Bürgermeister Axel Linke besucht Warendorfer Josephs-Hospital
Dank für den engagierten Einsatz

Warendorf -

Wie geht das Josephs-Hospital in Warendorf mit den veränderten Bedingungen in Corona-Zeiten um? Bürgermeister Axel Linke machte sich vor Ort einen Eindruck von den Maßnahmen.

Montag, 18.05.2020, 08:00 Uhr aktualisiert: 18.05.2020, 16:16 Uhr
Austausch über das Coronavirus vor Ort: Dr. Timm Schlummer, Sigrid Krause, Rainer Budde, Axel Linke und Peter Goerdeler (v. l.)
Austausch über das Coronavirus vor Ort: Dr. Timm Schlummer, Sigrid Krause, Rainer Budde, Axel Linke und Peter Goerdeler (v. l.) Foto: Stadt Warendorf

Warendorfs Bürgermeister Axel Linke hat sich in dieser Woche mit den Vertretern des Josephs-Hospitals über die Situation und getroffenen Maßnahmen im Rahmen der Corona-Pandemie ausgetauscht. Dabei zeigte er sich insbesondere von der Schaffung zusätzlicher Beatmungsplät-ze beeindruckt.

Der Ärztliche Direktor Dr. Timm Schlummer erläuterte, dass das Krankenhaus seine Kapazität bei den Beatmungsplätzen von bisher 8 auf jetzt 25 erweitert habe. Dies sei mit einer Kraftanstrengung vieler Mitarbeiter und auch in enger Zusammenarbeit mit den Partnern des Hauses gelungen.

Pflegedirektorin Sigrid Krause hob hervor, dass in diesem Zuge die neue Intensivstation sechs Monate früher als geplant in Betrieb genommen werden konnte. „Damit haben wir eine hoch-moderne Intensivstation am Netz.“ Alle Zimmer seien Einzelzimmer, die mit einer Vorschleuse ausgestattet seien. „Damit ist jederzeit auch eine wirksame Isolierung problemlos möglich.“

Angesprochen auf den Rettungsschirm, erläuterte Vorstandsvorsitzender Peter Goerdeler , dass es zwar finanzielle Unterstützung gebe. Das Kernstück, die versprochene Förderung von zusätzlichen Beatmungsplätzen, lasse allerdings weiterhin auf sich warten. Diese sei aber dringend notwendig, habe doch die Schaffung zusätzlicher Kapazitäten erhebliche Kosten verursacht. Linke versprach, sich bei den entsprechenden Stellen für eine zügige Lösung einzusetzen. Schlummer nutzte den Besuch des Bürgermeisters, um ihn auf eine besondere coronabedingte Problematik hinzuweisen: „Viele Patienten kommen mittlerweile aus Sorge vor einer Ansteckung viel zu spät ins Krankenhaus oder zum Arzt. Wir sehen z. B. verschleppte Herzinfarkte oder Patienten mit unklaren Bauchbeschwerden, die dann notoperiert werden müssen.“ Goerdeler ergänzte, es brauche kein Patient Angst zu haben, sich im Krankenhaus mit dem Coronavirus anzustecken. „Wir haben erhebliche Schutzmaßnahmen getroffen und bieten eine sehr große Sicherheit!“

Linke bedankte sich bei den Krankenhausvertretern für deren Einsatz: „Viele Pflegekräfte, Ärzte und weitere Berufsgruppen setzen sich für uns ein. Dafür gebührt Ihnen Dank und Respekt“ . Er bat Kurator Rainer Budde, den Dank an die Beschäftigten weiterzuleiten.

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