Paul Hartmann ist Warendorfs Klimaschutzbeauftragter
Für ein prima Klima in der Stadt

Warendorf -

Eine seiner ersten großen Aufgaben als Klimaschutzbeauftragter wird es sein, Warendorfs Klimaschutz-Konzept (Stand 2011) fortzuschreiben und CO²-Ausstoß in der Stadt zu senken. Dafür erstellt der Klimaschutzbeauftragte zurzeit die CO²-Bilanz der Stadt. Außerdem will er – sobald es in Corona-Zeiten möglich ist – bestimmte Zielgruppen ansprechen: Bürger, die Industrie und das Gewerbe oder auch die Stadtverwaltung selbst. Paul Hartmann ist Warendorfs Klimaschutzbeauftragter.

Mittwoch, 20.05.2020, 13:18 Uhr aktualisiert: 22.05.2020, 12:02 Uhr
Paul Hartmann (rechts) ist Warendorfs Klimaschutzbeauftragter. Der gebürtige Warendorfer trat am 1. April die von der Stadt Warendorf neu geschaffene Vollzeit-Stelle an – mitten in der Corona-Krise.
Paul Hartmann (rechts) ist Warendorfs Klimaschutzbeauftragter. Der gebürtige Warendorfer trat am 1. April die von der Stadt Warendorf neu geschaffene Vollzeit-Stelle an – mitten in der Corona-Krise. Foto: Joachim Edler

Paul Hartmann ist Warendorfs Klimaschutzbeauftragter. Der gebürtige Warendorfer trat am 1. April die von der Stadt Warendorf neu geschaffene Vollzeit-Stelle an – mitten in der Corona-Krise. Hartmann, der viel berufliche Erfahrung mitbringt, freut sich auf sein Betätigungsfeld. Er hat bereits Kontakt mit den Kollegen in der Verwaltung – insbesondere der Gebäudewirtschaft – aufgenommen.

Eine seiner ersten großen Aufgaben als Klimaschutzbeauftragter wird es sein, Warendorfs Klimaschutz-Konzept (Stand 2011) fortzuschreiben und den CO²-Ausstoß in der Kreisstadt zu senken. Dafür erstellt der Klimaschutzbeauftragte zurzeit die CO²-Bilanz der Stadt. Außerdem will er – sobald es in Corona-Zeiten möglich ist – bestimmte Zielgruppen ansprechen: Bürger, die Industrie und das Gewerbe oder auch die Stadtverwaltung selbst. Er plant Informationsveranstaltungen. Und er hat festgestellt, dass Warendorf in Sachen energiesparende Maßnahmen bereits gut aufgestellt ist. Die Stadt hat in ihrem Fuhrpark E-Autos, hat in den Neubaugebieten Kardinal-von-Galen-Straße und In de Brinke die fossilen Brennstoffe verbannt und setzt auf umweltfreundliche Wärmegewinnung. Die Zukunft: Keine Heizkessel mehr im Eigenheim, kein Schornstein, geringere Investions- und Wartungskosten für Häuslebauer. Von dezentraler Stelle, am Standort Kläranlage, können die 380 Wohneinheiten in dem Baugebiet In de Brinke mit Wärme versorgt werden. Bürgermeister Axel Linke und Klimabeauftragter Paul Hartmann sind überzeugt, dass das von den Stadtwerken erarbeitete und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Wärmekonzept gegenüber herkömmlichen Heizungsvarianten entscheidende Vorteile auf ökologischer und finanzieller Ebene für die künftigen Häuslebauer bringt. „Ein Leuchtturmprojekt“.

Energiesparen, CO²-Ausstoß vermeiden, Klimaschutz vorantreiben, Mobilität fördern, energetische Sanierung, Öffentlichkeitsarbeit, Planung und Organisation von Veranstaltungen – das sind Hartmanns Arbeitsfelder. „Der Klimaschutzbeauftragte ist zurzeit noch ein Einzelkämpfer“, kann sich Linke jedoch vorstellen, dass das Thema Klimaschutz einen immer größeren Stellenwert einnehmen wird – und – wenn politisch gewünscht – die Stelle aufgestockt werden könnte.

Der 57-Jährige Paul Hartmann war die letzten zehn Jahre bei der Stadt Siegen in selber Position angestellt. Als gebürtiger Warendorfer („Ich habe bis zu meinem 30. Lebensjahr hier gelebt“) kenne er die Besonderheiten der Stadt ganz gut, sagte er bei der Pressekonferenz am Mittwoch. Obwohl er aktuell mit seiner Lebensgefährtin in Unna wohne, sei die Stelle für ihn so etwas wie nach „Hause kommen“. Der Bioladen an der Andreasstraße, der von seinem Bruder betrieben wird, ist sein Elternhaus.

Nach dem Geografie-Studium in Münster arbeitete Paul Hartmann in einem Planungsbüro in Essen, erstellte unter anderem Umweltverträglichkeitsstudien. Nächste Station war das Umweltamt der Stadt Gütersloh, und zuletzt zehn Jahre in der Stadtverwaltung in Siegen, wo er, wie in Warendorf, als Klimaschutzbeauftragter direkt dem Büro des Bürgermeisters angesiedelt war.

Hartmann setzt auf eine gute Vernetzung. In der Verwaltung kümmert er sich auch um Maßnahmen zur Energieeffizienz, etwa um Strom, Wärme, Materialverbrauch zu reduzieren. Er werde zudem Projekte begleiten, die langfristig angelegt sind und auf Dauer für besseres Klima sorgen. Als Klimaschutzbeauftragter koordiniere er die im Klimaschutzfahrplan beschriebenen Maßnahmen. Mit der Friday-for-Future-Bewegung in Warendorf hatte er wegen der Corona-Einschränkungen noch keinen Kontakt, der ist aber erwünscht. Über Nachhaltigkeit und Klimaschutz denkt Paul Hartmann nicht nur von Berufswegen nach. Strom- und Energieeinsparungen seien ihm und seiner Frau wichtig. Sein Warendorfer Büro erreicht Paul Hartmann (noch) mit dem Auto.

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