Schaden von rund 1,8 Millionen Euro
Schöne Nägel illegal gemacht

Warendorf. -

In den Nagelstudios – unter anderem in Warendorf – sollen illegal beschäftigte vietnamesische Staatsangehörige zehn Stunden pro Tag und an sechs Tagen in der Woche unter Videoüberwachung gearbeitet haben. Es besteht der Verdacht, dass die Beschäftigten nicht zur Sozialversicherung angemeldet und entsprechende Beiträge hinterzogen wurden.

Montag, 25.05.2020, 13:30 Uhr aktualisiert: 26.05.2020, 15:02 Uhr
Schaden von rund 1,8 Millionen Euro: Schöne Nägel illegal gemacht
In den Nagelstudios – unter anderem in Warendorf – sollen illegal beschäftigte vietnamesische Staatsangehörige zehn Stunden pro Tag und an sechs Tagen in der Woche unter Videoüberwachung gearbeitet haben. Foto: dpa

Gegen vier Männer und sechs Frauen hat die Staatsanwaltschaft Münster Anklage wegen illegaler Beschäftigung vietnamesischer Staatsangehöriger in Nagelstudios bei der Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Münster erhoben. Durch den mutmaßlichen Sozialversicherungsbetrug entstand ein Schaden von rund 1,8 Millionen Euro. Die Tatverdächtigen sitzen seit November in Untersuchungshaft. Gegenstand der Anklage ist der Betrieb von 17 Nagelstudios (drei in Münster, vier in Dülmen, eins in Emsdetten, eins in Werne, zwei in Warendorf, zwei in Ibbenbüren, eins in Greven, eins in Paderborn, eins in Rheda-Wiedenbrück und eines in Troisdorf). In den Studios sollen illegal beschäftigte vietnamesische Staatsangehörige zehn Stunden pro Tag und an sechs Tagen in der Woche unter Videoüberwachung gearbeitet haben. Es besteht der Verdacht, dass die Beschäftigten nicht zur Sozialversicherung angemeldet und entsprechende Beiträge hinterzogen wurden. Der relativ hohe Lohn (durchschnittlich 2600 Euro in Bar pro Monat) dürfte die Bereitschaft zur Arbeit gefördert haben, so die Staatsanwaltschaft.

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