Eichenprozessionsspinner
Ein teurer Kampf

Warendorf -

23 000 Euro hat die Beseitigung des Eichenprozessionsspinners die Stadt Warendorf im vergangenen Jahr gekostet. Hinzu kamen 350 Arbeitsstunden der Baubetriebshofmitarbeiter. Nach dem milden Winter rechnet Baudirektor Peter Pesch in diesem Jahr mit noch höheren Kosten.

Donnerstag, 28.05.2020, 22:21 Uhr aktualisiert: 29.05.2020, 17:26 Uhr
Ein Eichenprozessionsspinner-Nest an einer Eichen-Astgabel. 23 000 Euro hat sich die Stadt die Bekämpfung im vergangenen Jahr kosten lassen. In diesem Jahr könnte der Kampf gegen die haarigen Plagegeister noch kostspieliger werden.
Ein Eichenprozessionsspinner-Nest an einer Eichen-Astgabel. 23 000 Euro hat sich die Stadt die Bekämpfung im vergangenen Jahr kosten lassen. In diesem Jahr könnte der Kampf gegen die haarigen Plagegeister noch kostspieliger werden.

Die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners ist die Stadt im vergangenen Jahr teuer zu stehen gekommen. Neben externen Unternehmen waren allein die Bauhofmitarbeiter 350 Stunden im Einsatz gegen die Raupen mit den gefährlichen Brennhaaren. 23 000 Euro (Miete von Maschinen, Beauftragung von Fremdunternehmen, sonstige Sachkosten) hat die Stadt, wie aus einer Aufstellung von Baubetriebshofleiter Hubert Schulze Althoffs hervorgeht, die Baudirektor Peter Pesch am Mittwoch im UPV-Ausschuss verlas, investiert, um Eichen von den Prozessionsspinnern zu befreien. Nach dem milden Winter müsse man davon ausgehen, dass sich das Problem in diesem Jahr noch verstärken werde und die Kosten damit noch weitaus höher liegen dürften, befürchtet Pesch.

Auf das Ausbringen von Bioziden zur Bekämpfung der Prozessionsspinner hat der Baubetriebshof laut Schulze Althoff verzichtet. Das nicht unumstrittene Verfahren eigne sich eigentlich nur bei Einzelbäumen. Das Ergebnis sei von Baum zu Baum unterschiedlich, der Effekt – auch mit Blick auf die Kosten – nicht befriedigend. Auch der Kreis Warendorf habe daher auf Biozide verzichtet.

Ob die Installation von 150 Nistkästen für Meisen, die auch von Bürgern und dem Kreis Warendorf unterstützt worden ist, etwas bringt, könne noch nicht abschließend gesagt werden. 70 Eichen seien mit Fallen ausgestattet worden. Dabei handelt es sich um Schläuche, die, zusammen mit einem Rahmen um die befallenen Bäume gelegt werden. Schlauch und Rahmen dichten die Rinde ab. An einer Stelle ist der Schlauch über eine Öffnung mit einem Beutel verbunden, der einen für Eichenprozessionsspinner unwiderstehlichen Lockstoff enthält. Ob die Raupen tatsächlich in die für sie tödliche Falle gehen, wird noch beobachtet.

Erfolgversprechend ist nach Ansicht Schulze Althoffs die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners mit Hilfe eines mobilen Heißwassergerätes. Weil im Vorjahr solche Geräte nicht mehr zu bekommen waren, seien vorsorglich frühzeitig längerfristige Mietverträge für ein entsprechendes Gerät und eine Hubarbeitsbühne abgeschlossen worden.

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