Galeriekonzert-Saison startet im Oktober
Hochkarätige Musiker präsentieren Klassik und modernisierten Barock

Warendorf -

Der Kammermusikkreis hat unter Federführung von Dr. Reinhold Schoppmann die Vorbereitungen für die Galeriekonzert-Saison 2020/21 abgeschlossen. Ob es coronabedingt bei den Konzerten in irgendeiner Form zu Veränderungen kommen wird, kann zurzeit noch nicht gesagt werden, teilen die Veranstalter in einer Pressemitteilung mit.

Samstag, 06.06.2020, 15:03 Uhr aktualisiert: 07.06.2020, 15:14 Uhr
Das Ensemble „NeoBarock“ aus Köln holt die Musik in die Gegenwart. Mit ihm startet die Galeriekonzert-Saison am 4. Oktober.
Das Ensemble „NeoBarock“ aus Köln holt die Musik in die Gegenwart. Mit ihm startet die Galeriekonzert-Saison am 4. Oktober. Foto: NeoBarock

Beginnen wird die Konzertsaison am Sonntag, 4. Oktober, um 19 Uhr mit dem Auftritt des Ensembles „NeoBarock“ (Violine, Viola, Violoncello, Cembalo) aus Köln. „NeoBarock“ versuche nicht, den Hörer in die Barockzeit zu versetzen, sondern hole die Musik in die Gegenwart. In spannend und beziehungsreich gestalteten Konzertprogrammen präsentiere „NeoBarock“ wiederentdeckte Raritäten oder lasse durch innovative Sichtweisen auf Standardwerke aufhorchen, so die Veranstalter weiter. Das Ensemble spielt Werke von Bach, Tartini, Rameau.

  • Am Sonntag, 22. November, um 19 Uhr ist der Pianist Matthias Kirschnereit aus Hamburg zu Gast. Er spielt Werke von Beethoven, Schubert und Mendelssohn. „Ich suche nach der menschlichen Botschaft“, sagt Kirschnereit selbst über seine Musik. „Die Komponisten haben so vieles codiert: Schmerz, Sehnsucht, Jubel, Triviales und Verzweiflung. Meine Bewunderung wächst, je vertrauter sie mir werden. Ich lebe, fühle und leide mit ihnen.“ Seit Jahrzehnten ist Kirschnereit, Jahrgang 1962, auf den Bühnen Deutschlands, Europas, Amerikas und Ostasiens präsent.
Susanne Ehrhardt und Sergej Tcherepanov spielen am 31. Januar 2021 unter anderem Werke von Mendelssohn, Rossini und Paganini.

Susanne Ehrhardt und Sergej Tcherepanov spielen am 31. Januar 2021 unter anderem Werke von Mendelssohn, Rossini und Paganini. Foto: Kammermusikkreis Warendorf

  • Am Sonntag, 31. Januar, sind in der Stiftskirche Freckenhorst Susanne Ehrhardt aus Berlin (Klarinette und Blockflöte) und Sergej Tcherepanov aus Lübeck (Orgel) zu Gast. In ihrem Programm spielen sie unter anderem Werke von Mendelssohn, Rossini und Paganini. Susanne Ehrhardt studierte nach dem Abitur Klarinette und Blockflöte an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin bei Ewald Koch und Reinhold Krug. Sie vertiefte ihr Blockflötenspiel bei Walter van Hauwe in Amsterdam. Am Königlichen Konservatorium Den Haag erwarb sie das Diplom für historische Klarinette bei Eric Hoeprich. Susanne Ehrhardt ist als freischaffende Musikerin mit Klarinette und Blockflöte zu hören.

Sergej Tcherepanov wurde 1967 in Nordkasachstan (damals UdSSR) geboren. Sein Musikstudium absolvierte er am Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau im Fach Klavier bei Professor Viktor Merzhanow sowie im Fach Orgel bei Natalia Gureewa. Er besuchte Meisterkurse für Orgel und Cembalo und wirkte in verschiedenen Ensembles für Alte Musik mit. Sein Orgelstudium hat er in Deutschland fortgesetzt, zuerst in Lübeck bei Prof. Martin Haselböck, danach Konzertexamenstudium in Hamburg bei Prof. Wolfgang Zerer. Von 2000 bis 2003 war er Organist an der berühmten Arp-Schnitger-Orgel in Steinkirchen (Altes Land). Heute ist er als Dozent für Orgel an der Musikhochschule Lübeck tätig und seit 2003 ebenfalls als Kirchenmusiker und Künstlerischer Leiter der Sommerkonzertreihe an der St.-Petri-Kirche Bosau am Plöner See.

Danae Dörken gastierte im März 2020 in der Wigmore Hall in London. In Warendorf wird sie am 14. März 2021 gemeinsam mit Benedict Klöckner aus Neuwied auftreten.

Danae Dörken gastierte im März 2020 in der Wigmore Hall in London. In Warendorf wird sie am 14. März 2021 gemeinsam mit Benedict Klöckner aus Neuwied auftreten. Foto: Kammermusikkreis Warendorf

  • Am Sonntag, 14. März, um 19 Uhr sind Benedict Klöckner aus Neuwied (Violoncello) und Danae Dörken aus Berlin (Klavier) zu erleben. Sie spielen Werke von Schubert und Brahms. Benedict Kloeckner, geboren 1989, zählt laut der Pressemitteilung zu den herausragenden Künstlern seiner Generation. Er konzertiert weltweit als Solist mit erstklassigen Orchestern wie dem Royal Philharmonic Orchestra London, der Deutschen Radiophilharmonie, der Deutschen Staatsphilharmonie sowie dem russischen und polnischen Staatsorchester. Kloeckner arbeitete mit namhaften Dirigenten wie Daniel Barenboim, Christoph Eschenbach, Ingo Metzmacher, Michael Sanderling, Clemens Schuldt, Heinrich Schiff und Sir Simon Rattle.

Danae Dörken erlernte mit fünf Jahren in Düsseldorf das Klavierspiel bei Marina Kheifets in der Musikschule Subito. In den Jahren 2002 bis 2012 wurde sie an der Hochschule für Musik und Theater Hannover von Karl-Heinz Kämmerling unterrichtet. Im Mai 2018 gastierte sie beim Las Vegas Philharmonic Orchestra, im Oktober 2019 beim Edmonton Symphonic Orchestra. Im Februar 2020 trat sie in Tokyo und Osaka auf, im März 2020 in der Wigmore Hall in London. 2015 gründete Danae Dörken mit ihrer Schwester Kiveli das Molyvos International Music Festival auf der Insel Lesbos, das seither unter Leitung der beiden Schwestern alljährlich stattfindet. Danae Dörken ist bei „ars produktion“ als Pianistin unter Vertrag, nahm unter anderem CDs mit Stücken von Carl Philipp Emmanuel Bach, Franz Schubert, Robert Schumann und Leoš Janáček auf.

 

Die Konzerte finden (mit einer Ausnahme) im Sophiensaal, Kurze Kesselstraße 17, statt. Der Eintrittspreis für ein Einzelkonzert beträgt 20 Euro, ermäßigt zehn Euro. Der Preis für ein Abonnement beläuft sich auf 65 Euro, ermäßigt 30 Euro. Tickets gibt es im Vorverkauf bei der Buchhandlung Ebbeke, Freckenhorster Straße 44,  0 25 81 / 9 32 60.

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