Würgeschlange am Bußmannsweg
Pythonhaut lag vor dem Kühlschrank

Freckenhorst -

Drei Häuser sind am Freitagvormittag im Warendorfer Stadtteil Freckenhorst evakuiert worden, nachdem eine Bewohnerin vor ihrem Kühlschrank die frische Haut einer Würgeschlange entdeckt hatte. Ein Schlangenexperte ist sicher, dass es sich um eine junge Tiger-Python handelt. Weil das Tier immer noch nicht gefunden ist, dürfen die Mehrfamilienhäuser nicht mehr betreten werden. Die drei evakuierten Gebäude sind versiegelt.

Freitag, 12.06.2020, 15:38 Uhr aktualisiert: 12.06.2020, 18:20 Uhr
Feuerwehr und Ordnungsamt der Stadt Warendorf sind zurzeit auf „Schlangenjagd“ im Bußmannsweg in Freckenhorst.
Feuerwehr und Ordnungsamt der Stadt Warendorf sind zurzeit auf „Schlangenjagd“ im Bußmannsweg in Freckenhorst. Foto: Max Lametz

Das war Horrorfilm-verdächtig: Vor ihrem Kühlschrank hat eine Anwohnerin des Bußmannsweges am Freitagvormittag eine frische Schlangenhaut entdeckt. Die Frau alarmierte umgehend die Feuerwehr und das Ordnungsamt . Wenig später, nach einem Telefonat mit einem Sachverständigen aus Greven, sahen die Einsatzkräfte klarer. Nach telefonischer Beschreibung der Schlangenhaut hatte der Experte darauf getippt, dass die Haut von einem eineinhalb bis drei Meter langen Python, einer Würgeschlange, stammen müsse. Pythons sind zwar ungiftig, jedoch keineswegs harmlos. Die Schlangen töten ihre Beute, indem sie diese umschlingen und erwürgen.

Am Nachmittag traf der Sachverständige in Freckenhorst ein. Er bestätigte, dass es sich bei der Schlangenhaut um die eines jungen Tiger-Python handele. Zwischenzeitlich hatten Feuerwehr und Ordnungsamt die Evakuierung dreier Mehrfamilienhäuser organisiert. Per Anhänger hatte die Feuerwehr zudem Mehl herbeigeschafft, das in den Wohnungen verteilt wurde, um mögliche Schlangen-Bewegungen direkt erkennen zu können. Der Schlangen-Experte empfahl, in einem Tierfachmarkt einen Hamster zu besorgen. Als Köder für die möglicherweise hungrige Schlange. Das Tierchen wurde in der Wohnung, in der die Schlangenhaut gefunden worden war, ausgesetzt. Der Python war offenbar nicht als vermisst gemeldet worden, und auch den Behörden ist nicht bekannt, dass am Bußmannsweg Schlangenhalter gemeldet wären.

Die drei evakuierten Häuser bleiben, wie Christian Reinker, Pressesprecher der Warendorfer Feuerwehr, auf Anfrage mitteilte, auf jeden Fall bis Samstagmorgen versiegelt. Dann wird sich der Schlangen-Experte erneut in der Wohnung, in der der Python vermutet wird, umschauen.

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