WaKaGe sagt Session noch nicht ab
„Wollen nicht zweites Heinsberg werden“

Warendorf -

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie schon jetzt die fünfte Jahreszeit abzuhaken, ist für das WaKaGe-Präsidium keine Option. So wird erst einmal weiter geplant. Allerdings unter erschwerten Bedingungen.

Montag, 15.06.2020, 18:39 Uhr aktualisiert: 16.06.2020, 09:46 Uhr
Im Rahmen einer erweiterten Senatssitzung in der Kreienbaumhalle – dort ließen sich problemlos die Abstandsregeln einhalten – demonstrierten WaKaGe-Vorstand, der Bürgerausschuss und Formationsvertreter Geschlossenheit.
Im Rahmen einer erweiterten Senatssitzung in der Kreienbaumhalle – dort ließen sich problemlos die Abstandsregeln einhalten – demonstrierten WaKaGe-Vorstand, der Bürgerausschuss und Formationsvertreter Geschlossenheit.

Schluss mit lustig? In etlichen Städten und Gemeinden – darunter Euskirchen, Werne und Ahlen – sind in den vergangenen Wochen vor dem Hintergrund der Pandemie bereits Rosenmontagszüge sowie andere Jeckenveranstaltungen abgesagt worden. Ein überstürzter Entschluss, meint die Warendorfer Karnevalsgesellschaft (WaKaGe).

Ob die kommende Session im gewohnten Umfang stattfinden kann, stehe zugegebenermaßen in den Sternen. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie allerdings jetzt schon die fünfte Jahreszeit abzuhaken, sei keine Option, sagt WaKaGe-Präsident Hermann-Josef Schulze Zumloh. Man plane weiter, jedoch unter erschwerten Bedingungen.

„Vor Mitte August ist keine politische Entscheidung darüber zu erwarten, ob und welche Beschränkungen ab September gelten“, weiß Schulze Zumloh. „Aber eins ist doch klar: Karneval geht nur ohne Kontaktsperre. Eine Prinzenproklamation funktioniert lediglich ohne allzu gravierende Auflagen.“ Eine neue Tollität aus der Taufe heben und gleichzeitig auf Distanz zueinander gehen? „Das gibt die Halle gar nicht her. Abgesehen davon wäre das nicht die Art von Karneval, die wir feiern möchten.“ Schließlich sei das närrische Treiben ein starkes verbindendes Element, lebe von der Geselligkeit.

Dessen ist man sich bewusst: Geschlossene Räume und viele Menschen darin – bei Prinzenproklamation und Seniorenkarneval beispielsweise bewegen sich die Zahlen jeweils im oberen dreistelligen Bereich – bieten den idealen Nährboden zur Ausbreitung eines Virus. „Wir wollen nicht zum zweiten Heinsberg werden“, macht Schulze Zumloh deutlich, dass man kein unnötiges Risiko eingehen wird.

Im Rahmen einer erweiterten Senatssitzung in der Kreienbaumhalle – dort ließen sich problemlos die Abstandsregeln einhalten – demonstrierten WaKaGe-Vorstand, der Bürgerausschuss und Formationsvertreter Geschlossenheit. Man werde weiter abwarten, gleichzeitig aber auch schon Denkmodelle entwickeln, wie eine fünfte Jahreszeit mit Corona aussehen kann. „Da ist Kreativität gefragt“, betont Hermann-Josef Schulze Zumloh.

Diese Kreativität wird bereits unter Beweis gestellt: Die Ballettgruppen beispielsweise haben unter Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln ihr Training wieder aufgenommen. Andere Dinge indessen – so wie Versammlungen der Formationen oder die des Gesamtvereins – sind zunächst auf unbestimmte Zeit verschoben worden.

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