Wachwechsel im Kreisdekanat: Spanke geht und Irzik kommt
Heimspiel erstmals ohne „Handschlag“

Warendorf -

Wachwechsel in der Geschäftsführung des Kreisdekanates: „Wenn ich mich heute noch einmal entscheiden müsste, ich würde es wieder tun – wie vor 28 Jahren.“ Dieses Fazit zieht Michael Spanke nach fast drei Jahrzehnten in der Funktion als Geschäftsführer des Kreisdekanates Warendorf und des Kreiskomitees der Katholiken. Die verbleibenden Tage in seinem Büro neben der Landvolkshochschule in Freckenhorst nutzt er, um seinen Schreibtisch zu räumen und seinen Nachfolger Christoph Irzik einzuarbeiten.

Freitag, 26.06.2020, 11:28 Uhr aktualisiert: 26.06.2020, 16:56 Uhr
Nach 28 Jahren wurde Michael Spanke als Kreisdekanatsgeschäftsführer in den Ruhestand verabschiedet.
Nach 28 Jahren wurde Michael Spanke als Kreisdekanatsgeschäftsführer in den Ruhestand verabschiedet. Foto: Bistum Münster

„Wenn ich mich heute noch einmal entscheiden müsste, ich würde es wieder tun – wie vor 28 Jahren.“ Dieses Fazit zieht Michael Spanke nach fast drei Jahrzehnten in der Funktion als Geschäftsführer des Kreisdekanates Warendorf und des Kreiskomitees der Katholiken. Die verbleibenden Tage in seinem Büro neben der Landvolkshochschule in Freckenhorst nutzt er, um seinen Schreibtisch zu räumen und seinen Nachfolger Christoph Irzik einzuarbeiten. Jetzt wurde Spanke – aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie nur im kleinen Kreis – in den Ruhestand verabschiedet (die WN berichteten).

„Das war mein erster Arbeitsvertrag, der nicht mit einem Handschlag besiegelt wurde“, sagt Christoph Irzik. Auch wenn der 59-Jährige diese fehlende Tradition in Corona-Zeiten bedauert, ist es doch verschmerzbar. Viel wichtiger ist aus Irziks Sicht, dass sein Start trotz der Corona-Pandemie mit all ihren Einschränkungen so reibungslos verlaufen ist. „Es kann losgehen“, sagt er motiviert. Seit dem 1. Juni ist Irzik der neue Geschäftsführer im Kreisdekanat Warendorf.

Für Irzik ist es eine Art Heimspiel, lebt er doch in Warendorf und benötigt für den Weg zum Büro neben der Landvolkshochschule in Freckenhorst künftig nur wenige Minuten. „Der Landkreis ist mir vertraut“, sagt er. Vertraut ist ihm außerdem der Arbeitgeber Kirche. Als ausgebildeter Lehrer war er zunächst in der beruflichen Bildung tätig und brachte Berufstätigen mit Migrationshintergrund die deutsche Sprache bei. 2003 wechselte er zum Kolping Diözesanverband Münster, baute das Kolping-Bildungszentrum in Warendorf mit auf und organisierte auf Bistumsebene den Bereich Qualitätsmanagement für berufliche Bildung und die Akademie. „In dem Zusammenhang war ich auch bundesweit aktiv und habe den Diözesanverband in der Qualitätsgemeinschaft der Kolping-Bildungswerke vertreten“, berichtet Irzik. 2013 wurde er Geschäftsführer bei „A&Qua“, der Gemeinnützigen Gesellschaft für Arbeit und Qualifizierung in Nottuln, die mit Hilfe des Bistums Münster Menschen mit mittleren und schweren Vermittlungshemmnissen unterstützt.

Irzik freut sich auf die neue Herausforderung, die die Aufgaben als Kreisdekanatsgeschäftsführer mit sich bringen. „Verwalten und Organisieren ist mir vertraut, aber das Kreisdekanat ist mehr: Es ist wie eine Drehscheibe, die den Kontakt zu den Pfarreien auf der einen Seite, zum Bistum auf der anderen Seite hält und auch Ansprechpartner für Gesellschaft, Politik und Wirtschaft im Kreis Warendorf ist“, sagt er. Auch die Geschäftsführung für das Kreiskomitee der Katholiken im Kreisdekanat und in Teilen die organisatorische Koordination der Notfallseelsorge im Kreis zählen nun zu den Aufgaben des Warendorfers. Neue Kontakte knüpfen, das bestehende Netzwerk pflegen – das wird zu den wichtigsten Aufgaben von Irzik gehören, Personal- und Haushaltsplanung inklusive.

In den ersten drei Wochen hat er mit seinem Vorgänger Michael Spanke zusammengearbeitet, die ersten Ansprechpartner kennengelernt. „Durch das Versammlungsverbot und die Abstandsbestimmungen ist das noch etwas schwierig, aber ich konnte schon an einer Sitzung des Kreiskomitees und der leitenden Notfallseelsorger teilnehmen“, berichtet Irzik.

Auch Kreisdechant Peter Lenfers ist froh, dass der Übergang nun so reibungslos verlaufen ist: „Durch die Pandemie wurden wir alle etwas ausgebremst, aber jetzt schauen wir gemeinsam nach vorne und hoffen, dass Christoph Irzik sich gut in die Strukturen einarbeiten und die Menschen in unserem Kreisdekanat bald persönlich kennenlernen kann.“

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