Bilder des Starfotografen David Yarrow in der Heinrich-Friederichs-Galerie
Ganz dicht dran an den Motiven

Warendorf -

David Yarrow zählt zu den erfolgreichsten „Fine Art Fotografen“ der Welt. Viele seiner Motive sind von Kunstdrucken und Kalendern bekannt. Und seine Naturfotografien sind bombastisch! Seit Sonntag sind siebzehn der großformatigen Fotografien in der Heinrich-Friederichs-Galerie an der Oststraße 22 in Warendorf zu erleben.

Wie aber kommen die Kunstwerke dieses Starfotografen nach Warendorf?

Montag, 13.07.2020, 11:44 Uhr aktualisiert: 14.07.2020, 16:14 Uhr
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Die Foto: Beate Trautner

Seine Fotos von wilden Tieren sind weltbekannt. In Warendorf sind jetzt einige seiner Bilder zu sehen. David Yarrow fängt die Schönheit unseres Planeten ein: Der schottische Fotograf ist mit seinen atemberaubenden Fotografien wilder Natur und vom Aussterben bedrohter Tiere weltberühmt geworden. Mit seinen Bildern erzielt er Rekordsummen.

Was macht ein Foto zur Kunst? Die Fotografien von David Yarrow geben eine Antwort darauf. Natürlich entscheidet der Betrachter, was für ihn künstlerisch wertvoll ist und was nicht. Aber es gibt eben auch dieses „gewisse Etwas“, diese gewissen Fähigkeiten, die ein geknipstes Bild von Fotokunst unterscheiden.

Bei David Yarrow kommt man überhaupt nicht darauf, das in Frage zu stellen. Yarrow zählt zu den erfolgreichsten „Fine Art Fotografen“ der Welt. Viele seiner Motive sind von Kunstdrucken und Kalendern bekannt. Und seine Naturfotografien sind bombastisch.

Seit Sonntag sind siebzehn der großformatigen Fotografien in der Heinrich-Friederichs-Galerie an der Oststraße 22 in Warendorf zu sehen. Wie aber kommen die Kunstwerke dieses Starfotografen nach Warendorf?

„Der Weg ist etwas kurios, aber im Grunde ganz einfach“, versucht es Galerie-Besitzerin Rosemarie Friederichs zu erklären. Dabei erinnert sie an die letzte Ausstellung in der Galerie, in der Keramikarbeiten von zehn Künstlerinnen zu sehen waren. „Darunter war auch Marlies Lohnherr mit ihren Arbeiten.“ Ihr Sohn, Guido Lohnherr, sei Geschäftsführender Gesellschafter der Matrix GmbH. Das neu gegründete Label „Matrix Art“ habe im vergangenen Jahr über 40 Bilder von Yarrow gekauft und 24 Bilder davon in die eigene Sammlung übernommen – eine der größten Sammlungen in Deutschland, berichtet Friederichs. Auch für Lohnherr und sein Team war die Zusage Yarrows ein Highlight. „Ich musste mich erst einmal hinsetzen“, gesteht Lohnherr.

„Und Guido Lohnherr hat mich gefragt, ob er diesen Knaller hier ausstellen darf“, freut sich Rosemarie Friederichs.

Marion Sonnenberg, Junior Creative Director, und Laura Luska, zuständig für Veranstaltung und Beratung bei „Matrix Art“, haben die Ausstellung organisiert, geplant und ausgerichtet. Unter dem Titel „Profession and Passion“ haben insgesamt 17 der Fotogiganten von bis zu 1,30 mal zwei Meter Größe in der Galerie einen stilvollen Platz gefunden.

„Fünf weitere Fotografien von David Yarrow sind in Münster ausgestellt“, verrät Guido Lohnherr. „Was wir zeigen wollen, muss erstklassig sein“, haben sich Lohnherr und sein Team geschworen. Das Label möchte sich mit starken und sensiblen Themen wie sexualisierte Gewalt oder Armut und Gesundheit beschäftigen. „Die Kunst soll aber im Vordergrund stehen“, bekräftigt er.

Auf eine offizielle Eröffnung der Ausstellung musste wegen der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Vorschriften verzichtet werden. Unter Einhaltung der Abstandsregel und mit Mundschutz „flanierten“ die Besucher am Sonntag durch die Ausstellung. Zu sehen sind ausnahmslos Originale.

Tiere und Menschen in ihrer natürlichen Umgebung hat Yarrow in seinen Bildern mitten in der Bewegung „eingefroren“. Beim Betrachten erkennt man Yarrows Konzept und und seine absolute Präzision hinter den Fotografien. Man spürt regelrecht die Ruhe und das Warten auf den richtigen Moment. Hauptsächlich in Schwarz-Weiß fotografiert, wird die Schönheit und Lebendigkeit seiner Motive noch mehr hervorgehoben.

Und vor allem: Er ist ganz dicht dran. Seine Herangehensweise an das Fotografieren von Wildtieren orientiert sich an Robert Capas Behauptung: „Wenn Ihre Bilder nicht gut genug sind, sind Sie nicht nah genug.“ Gerne setzt er seine Kamera in die Froschperspektive, um Größe und Schönheit der Tiere noch mehr hervorzuheben. Giraffen, Elefanten, Nilpferde scheinen dem Betrachter fast ins Gesicht zu springen.

Yarrows Bilder sind Naturinszenierungen von überwältigender Schönheit und voller Leben. Er zeigt die unglaubliche Schönheit unserer Welt.

Die Ausstellung „Profession and Passion“ ist bis zum 31. Dezember in der Heinrich-Friederichs-Galerie zu sehen. Öffnungszeiten: Mittwoch und Sonntag von 15 bis 18 Uhr.

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