Bürgermeister-Battle im Live-Stream
„Mehr als reine Floskeln“

Warendorf -

Ursprünglich geplant war wieder eine öffentliche Veranstaltung am 29. August, also zwei Wochen vor dem Wahltermin. Doch dann kam Corona und alles musste umgeplant werden. „Wir wollten uns nicht entmutigen lassen und haben sofort daran gedacht, dass wir jetzt andere, halt digitale Wege der Kommunikation finden müssen“, erläutert Jens Micke, „und da wir keine große Zoom-Konferenz machen können, kamen wir auf den Gedanken das Bürgermeister-Battle per YouTube ins Internet zu streamen.“

Mittwoch, 29.07.2020, 15:00 Uhr aktualisiert: 30.07.2020, 15:42 Uhr
Die Initiatoren des Bürgermeister-Battle (hintere Reihe von links nach rechts): Younes Greshake, Lorenz Wiedeler, Jens Micke, Fabian Faisting, Sara Möllers, Nora Kammann.
Die Initiatoren des Bürgermeister-Battle (hintere Reihe von links nach rechts): Younes Greshake, Lorenz Wiedeler, Jens Micke, Fabian Faisting, Sara Möllers, Nora Kammann. Foto: Stadt Warendorf

Der 13. September stellt für viele Jugendliche in Warendorf ein besonderes Datum dar, denn im Rahmen der Kommunalwahl können 16-Jährige das erste Mal ihre Stimme für den Stadtrat und den Kreistag abgeben.

Doch während es bei den vergangenen Wahlen relativ einfach war einen persönlichen Eindruck von den Kandidaten zu bekommen und seine Anliegen persönlich vorzutragen, so ist dies aufgrund der Corona-Krise in diesem Jahr eine große Hürde.

Denn während vor fünf Jahren sich die beiden Kandidaten mehrfach „duellierten“, stehen sich in diesem Jahr die drei Kandidaten in der Stadt Warendorf, Axel Linke, Peter Huerkamp und Peter Horstmann nur einmal gegenüber.

„Für Jugendliche ist es eh‘ schon immer schwierig mit ihren Themen Gehör zu finden“, weist Dieter Nissen vom Verein für Freizeitservice und Jugendarbeit (VFJ) auf ein grundlegendes Problem hin, „und genau hier wollen wir ansetzen, um den Jugendlichen im Wahlkampf ein Forum zu geben“. Der VFJ hat sich deshalb – ähnlich wie schon vor fünf Jahren – dafür stark gemacht, dass mit Fördergeldern des Landes NRW ein Beteiligungsprojekt für Jugendliche durchgeführt werden kann, bei dem Jugendliche unmittelbar mit den Bürgermeister-Kandidaten ins Gespräch kommen.

Ursprünglich geplant war wieder eine öffentliche Veranstaltung am 29. August, also zwei Wochen vor dem Wahltermin. Doch dann kam Corona und alles musste umgeplant werden. „Wir wollten uns nicht entmutigen lassen und haben sofort daran gedacht, dass wir jetzt andere, halt digitale Wege der Kommunikation finden müssen“, erläutert Jens Micke , „und da wir keine große Zoom-Konferenz machen können, kamen wir auf den Gedanken das Bürgermeister-Battle per YouTube ins Internet zu streamen.“

Seit einigen Wochen planen jetzt die beiden Honorarkräfte, Hannah Winkelmann und Jens Micke, gemeinsam mit einer Gruppe von Jugendlichen diese Veranstaltung. Stattfinden soll sie jetzt am 29. August um 15 Uhr als Livestream, der allen Warendorfern zugänglich gemacht werden soll. „Wir möchten gemeinsam mit den Jugendlichen ein Format entwickeln, in dem die Jugendlichen unmittelbar mit ihren Anliegen zu Wort kommen“, beschreibt Hannah Winkelmann einen ganz zentralen Aspekt dieses Projektes. Denn eingebettet ist diese Veranstaltung in ein größeres Beteiligungsprojekt mit dem Namen „Check 16+“, welches Jugendlichen den Zugang zu politischen Themen ermöglichen oder erleichtern soll. Das Projekt endet nicht direkt nach der Kommunalwahl, sondern erst im Frühjahr 2021, wenn dann im Rahmen der Warendorfer Jugendkonferenz der Bürgermeister mit den Aussagen konfrontiert wird, die er im Laufe des Wahlkampfes gemacht hat.

Und so wird in regelmäßigen Treffen im Jugendzentrum HoT einerseits an der richtigen Plakatgestaltung gefeilt und ein Marketingkonzept entwickelt und andererseits auch der thematische Teil der Veranstaltung entworfen. Insgesamt waren acht Jugendlichen gekommen, um diese Veranstaltung zu ihrer Veranstaltung zu machen, indem sie sich mit allen Aspekten der Planung auseinandersetzen. „Wir wollen selber Fragen stellen, aber auch interaktiv Jugendliche aus Warendorf während des Livestreams einladen ihre Fragen loszuwerden, denn es soll ein offenes Format werden“, verdeutlicht Younes Greshake, 18-jähriger Jugendlicher aus Warendorf, ein zentrales Anliegen des Bürgermeister-Battles, nämlich auch während der Veranstaltung noch offen für Fragen von jugendlichen Zuschauern zu sein.

Und Lorenz Wiedeler, 16-jähriger Jugendlicher aus Freckenhorst, ergänzt: „Es soll keine reine Politshow werden, sondern neben Live-Musik sollen sich die Kandidaten auch persönlich präsentieren, wenn sie in Spielen à la „Schlag den Raab“ gegeneinander antreten, denn wir wollen mehr hören als reine Floskeln.“

Wer sich ebenfalls an den Planungen beteiligen möchte, ist eingeladen am nächsten Vorbereitungstreffen am 5. August um 17.30 Uhr ins HoT zu kommen. Allgemeine Informationen zum Bürgermeister-Battle stellen die Organisatoren über den Instagram-Account dieser Veranstaltung „bm-battle.warendorf“ zur Verfügung.

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