Festwoche Mariä Himmelfahrt
Harmonien bei Kerzenschein

Warendorf -

Mariä Himmelfahrt fällt nicht aus! Musikalisch jedenfalls nicht. Um möglichst vielen Menschen auch in Corona-Zeiten eine besondere Begegnung mit dem Ausgangspunkt, nämlich dem Gnadenbild, zu ermöglichen, hat Kantor Bernhard Ratermann die Reihe „Musik und Wort zur Nacht“ angestoßen. Geistliche Abendmusiken mit unterschiedlichster musikalischer Gestaltung werden an den Werktagen vom 10. bis 14. August ab 20 Uhr in der Pfarrkirche St. Laurentius zu hören sein.

Freitag, 31.07.2020, 18:58 Uhr aktualisiert: 31.07.2020, 19:00 Uhr
Ein abwechslungsreicher Klangreigen erwartet die Besucher der Klangwoche mit den Interpreten wie Brigitte Langnickel-Köhler (Harfe),
Ein abwechslungsreicher Klangreigen erwartet die Besucher der Klangwoche mit den Interpreten wie Brigitte Langnickel-Köhler (Harfe), Foto: St. Laurentius

Mariä Himmelfahrt fällt nicht aus!“ Um möglichst vielen Menschen auch in Corona-Zeiten eine besondere Begegnung mit dem Ausgangspunkt, nämlich dem Gnadenbild, zu ermöglichen, hat Kantor Bernhard Ratermann die Reihe „Musik und Wort zur Nacht“ angestoßen. Geistliche Abendmusiken mit unterschiedlichster musikalischer Gestaltung werden an den Werktagen vom 10. bis 14. August ab 20 Uhr in der Pfarrkirche St. Laurentius zu hören sein.

Neben Musik und Wort wird als weiteres Gestaltungselement Licht eingesetzt: Die Pfarrkirche wird ausschließlich durch Kerzenlicht illuminiert. Es bezeichnet den Besuchern zudem die möglichen Plätze im Kirchenschiff. Zwei geistliche Musiken an den Sonntagen 9. bzw. 16. August jeweils um 17 Uhr rahmen die Festwoche ein.

Am Sonntag, 9. August, beginnt die Festwoche mit der Feier des Pfarr- und Stadtpatrons St. Laurentius. In der Vorabendmesse am 8. August um 18.30 Uhr, quasi dem Startschuss der festlichen Tage, singt eine Gruppe des Kirchenchores St. Josef unter Leitung von Christian Ortkras.

Am Sonntagnachmittag wird um 17 Uhr mit einem Orgelkonzert in der Pfarrkirche St. Laurentius auf den besonderen Tag aufmerksam gemacht. Mit festlichen Musiken, unter anderem eine Transkription des ersten Satzes der 5. Sinfonie von Ludwig van Beethoven, werden die Besucher auf die Festwoche eingestimmt. Interpret ist Ulrich Grimpe (Freckenhorst, Referent für Kirchenmusik im Bischöflichen Generalvikariat).

Der Münsteraner Bassist Michael Nonhoff wird am Montag, 10. August, um 20 Uhr den Reigen der Reihe „Musik und Wort zur Nacht“ eröffnen. Seine Klanginstallation „Lichtkrieger“ in Bezug auf das Fest des Pfarr- und Stadtpatrons St. Laurentius beginnt mit der Gegenüberstellung von Licht und Schatten (Chaos und Klang). Aus Sprachfetzen entstehen rhythmische Muster und allmählich bilden sich tonale Klanggebilde. Nachdem sich allmählich ein rhythmischer Klangteppich aus dem Chaos herausgeschält hat, werden Gesangslinien den Text eines Gebets ausdeuten. Stehende und bewegende Solfeggiotöne unterbrechen immer wieder das Geschehen und geben Raum für eigene Gedanken. Im Mittelpunkt der abendlichen Musik am Dienstag, 11. August, um 20 Uhr steht Musik für Harfe. Das Programm konzipierte die Warendorferin Brigitte Langnickel-Köhler, Harfe. Es spannt den Bogen vom 13. Jahrhundert bis zu Gegenwart. Werke mit marianischem Bezug stehen ebensolchen gegenüber, die diesen auf den ersten Blick nicht vermuten lassen. In einigen Werken ist zudem eine Blockflöte besetzt. Der Part wird von Tanja Beckmann (Blockflöte) musiziert.

Das Warendorfer Duo Elke Blienert (Gesang) und Doris Köpcke (Flöte und Text) stellen ihr Programm am Mittwoch, 12. August 2020 um 20 Uhr unter das Thema „Maria, die Knotenlöserin“. In den Texten werden Knotenpunkte im Leben beleuchtet. Sie werden durch Neue Geistliche Lieder ausgedeutet und vertieft.

Im von Tanja Beckmann (Blockflöte) zusammengestellten musikalische Programm für „Musik und Wort zur Nacht“ am Donnerstag, 13. August, um 20 Uhr erklingen Werke spätbarocker Komponisten. Sie entführen den Hörer in die Zeit der Entstehung des Gnadenbildes und der entstehenden Wallfahrt. Interpreten sind neben Beckmann auch Ida Kugler(Blockflöte) und Bernhard Ratermann, Orgel und basso continuo.

Am Vorabend des Mariä-Himmelfahrtsfestes (Freitag, 14. August, 20 Uhr) wird Jutta Potthoff (Sopran) in „Musik und Wort zur Nacht“ marianische Werke des 19. und frühen 20. Jahrhunderts singen. Ihre Interpretation der spätromantischen Kleinode wird von Christoph Grohmann an der großen Orgel der Pfarrkirche begleitet.

Die Gottesdienste am Mariä-Himmelfahrtswochenende 15./16. August werden musikalisch besonders gestaltet: In der abendlichen Eucharistiefeier am Samstag um 17.30 Uhr erklingen neue Marienlieder. Sie werden von Christiane Timp­haus und Ulrich Hagemann vorgestellt.

Die coronabedingten Auflagen lassen in diesem Jahr keine klassische Orchestermesse in der Eucharistiefeier um 18 Uhr in der Pfarrkirche St. Laurentius zu. Mit einer kreativen Lösung (Aufstellung der Mitglieder des Kirchenchores St. Laurentius in den Seitenschiffen bzw. auf der Orgelempore) werden ungewohnte klangliche Eindrücke eine festliche gesammelte Atmosphäre unterstützen. Vorbereitet ist unter anderem das „Kyrie“ aus der Missa „Toto pulchra es Maria“ von Johann Baptist Molitor (1834 – 1900). Ulrich Grimpe wird die Große Orgel spielen, die musikalische Gesamtleitung hat Kantor Bernhard Ratermann.

Um 20.30 Uhr wird zum Open-Air-Taizé-Gebet auf dem Rasenplatz vor der alten Marienkirche eingeladen.

Am Sonntagmorgen, 16. August, werden in der Innenstadt um 10 Uhr zwei Eucharistiefeiern angeboten: Den Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Laurentius gestaltet Uta-Maria Gennert-Stöcker, Sopran, mit. Sie wird von Kantor Bernhard Ratermann begleitet. In der Marienkirche singt eine Chorgruppe unter Leitung von Elke Blienert.

Zum Abschluss der Festwoche gestaltet das Düsseldorfer Vocalensemble „cantus benedictus“ unter Leitung von Peter Zimmer um 17 Uhr eine mehrstimmige Vesper in der Pfarrkirche St. Laurentius.

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