VCD-Vorsitzender mit Forderungen
Mehr Platz für Radfahrer

Freckenhorst -

Liegt es an mangelndem politischem Willen, fehlenden Planer-Kapazitäten oder anderen Gründen? VCD-Regionalverbandsvorsitzender Thomas Linds empfindet „den Dauerzustand trotz bekannter Mängel als äußerst unbefriedigend“, wie er dem Bürgermeister unter Bezug auf den Radverkehr in Freckenhorst mitteilt.

Donnerstag, 06.08.2020, 06:02 Uhr
Radfahrer und Motorisierte kommen – wie hier am früheren Bahnhof – in Freckenhorst einander oft gefährlich nahe.
Radfahrer und Motorisierte kommen – wie hier am früheren Bahnhof – in Freckenhorst einander oft gefährlich nahe. Foto: Thomas Lins

Vorrangig geht es Lins um die Radverbindungen zwischen der Kernstadt und Freckenhorst: den „zu schmalen und äußerst gefährlichen Fahrradweg an der Warendorfer Straße/Freckenhorster Straße (L547)“ und den stark frequentierten Radweg Feidiekstraße-Hundeasyl-Schulviertel. Bei letzterem sei die Teilstrecke zwischen Kreisverkehr Bodelschwinghstraße/Hangkamp/Feidiekstraße und Hundeasyl nach wie vor für Radfahrer problematisch. „Kfz fahren zu schnell, halten zu wenig Abstand, verursachen bei Regen Spritzwasser durch Pfützen.“ Die Querung am Hundeasyl sei nur mit einem „Achtung! Fahrrad!“-Verkehrszeichen beschildert. Lösungsmöglichkeiten seien eine Fahrradstraße, Tempo 30, die Bevorrechtung des querenden Radverkehrs, eine rote Markierung einer Fahrradzone auf der Feidiekstraße und andere Maßnahmen.

Lins mahnt Einigkeit an. Es müsse doch allen um „die kraftvolle und konsequente Förderung des Fahrradverkehrs aus Klimaschutzgründen, aus Gründen der besseren Sicherheit für Radfahrende (...) und als Standortvorteil für eine zukunftsfähige Stadt Warendorf“ gehen. Er unterbreitet Lösungsvorschläge für Problemstellen: Der zu schmale und gefährliche Fahrradweg und Bürgersteig an der Warendorfer Straße in Richtung Warendorf ab Einmündung Hagengasse? „Als Lösung bietet sich meines Erachtens nur eine Wegführung auf der anderen Seite der Hecke, also anderthalb Meter östlich an, wo durch den kleinen Park mit Prellbock und ,Freckenhorst‘-Schrift Platz ist“, so Lins. Der Radweg mit der Beschilderung „17“ führt von der Poggenstiege in einer Spitzkehre in die Kirchgasse Richtung Stiftskirche. Falls kein Durchbruch oder Teilabbau der dortigen Mauer möglich sei, biete sich dort ein Spiegel an, mit dessen Hilfe Kirchgasse oder Einmündung Poggenstiege einsehbar würden.

„Hoch problematisch für alle Verkehrsteilnehmer“ sei die Kreuzung Warendorfer Straße/Dreesstraße/Baumstraße. Lins dazu: „Als Lösung schlage ich vor, ungefähr zehn Meter vor Ende der Dreesstraße die Weiterfahrt für KFZ in Richtung Warendorfer Straße zu unterbinden, gleichzeitig den Straßenraum, der jetzt mit einer weißen Zickzacklinie auf der Dreesstraße markiert ist, rot einzufärben und damit als Schutzraum für Radfahrende zu schaffen.

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