Protest von Arbeitskreis Emsinsel und Fridays For Future
FDP: „Unfassbar dumme Aktion“

warendorf -

Arbeitskreis Emsinsel und Fridays For Future (FFF) markierten am Sonntag einige Bäume auf der Streuobstwiese, die im Zuge der Flussrenaturierung gefällt werden sollen, mit roten Bändern und Plakaten mit teilweise provokanten Sprüchen wie „Der Stadtrat will, dass die Bäume sterben.“ Kritik an der Aktion ließ nicht lange auf sich warten.

Montag, 07.09.2020, 17:48 Uhr aktualisiert: 08.09.2020, 15:06 Uhr
Arbeitskreis Emsinsel und Fridays For Future markierten am Sonntag einige betroffene Bäume auf der Streuobstwiese mit roten Bändern und Plakaten mit teilweise provokanten Sprüchen.
Arbeitskreis Emsinsel und Fridays For Future markierten am Sonntag einige betroffene Bäume auf der Streuobstwiese mit roten Bändern und Plakaten mit teilweise provokanten Sprüchen. Foto: Rebecca Lek/Joachim Edler

Der Durchstich der neuen Ems zum Emssee im Rahmen der Renaturierung ist in Warendorf ein Reizthema. Die Planungen sehen vor, dass der Fluss nach erfolgter Renaturierung auf einer Breite von 40 Metern durch den alten Brinkhaus-Park mäandriert. Dazu müssen Bäume weichen.

Arbeitskreis Emsinsel und Fridays For Future (FFF) markierten am Sonntag einige betroffene Bäume auf der Streuobstwiese mit roten Bändern und Plakaten mit teilweise provokanten Sprüchen wie „Der Stadtrat will, dass die Bäume sterben.“ „Unter dem Motto Bäume für unsere Zukunft“ fordern beide Gruppen, die „grüne Lunge“ Warendorfs zu erhalten. Younes Greßhake von FFF erklärte, wie die Gruppen sich die praktische Umsetzung vorstellen. „Der Beschluss vom 28. Mai der Ratsmehrheit von CDU und FDP kann durch eine neue Mehrheit nach der Wahl gekippt werden. Die renaturierte Ems kann dann auf die Emsseeinsel verlegt werden, wenn es eine neue Mehrheit gibt.“ Neben der möglichen Fällung der Bäume prangern die Aktivisten die weiteren Pläne für die Emsinsel und den Emsseepark an: „Eine Wohnbebauung, wie jetzt vom Rat vorgesehen, darf nicht kommen. Der neue Rat der Stadt muss gegen die Emsumlegung durch den Park und für den vollständigen Erhalt des Emseeeparks stimmen“. Der Ortsverband der FDP reagierte prompt und bezeichnete die Plakatierung in den sozialen Netzwerken als „unfassbar dumme Aktion“. Besonders negativ stoßen den Freien Demokraten Flatterband und Folie auf, die im klaren Widerspruch zur Vermeidung von Plastikmüll stünden.

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