Grüne und Linke sind Gewinner der Kommunalwahl
Erdrutschartige Verluste für CDU

Warendorf -

Die großen Gewinner der Kommunalwahl in Warendorf sind die Grünen und die Linken, während die CDU, mit 18 Sitzen im Kommunalparlament immer noch stärkste Kraft, im Vergleich zur Kommunalwahl vor sechs Jahren erdrutschartige Verluste in Höhe von fast zehn Prozent verkraften musste. Gleichwohl holten die Christdemokraten 18 Wahlbezirke direkt.

Sonntag, 13.09.2020, 23:53 Uhr aktualisiert: 14.09.2020, 14:24 Uhr

Die großen Gewinner der Kommunalwahl in Warendorf sind die Grünen und die Linken, während die CDU , mit 18 Sitzen im Kommunalparlament immer noch stärkste Kraft, im Vergleich zur Kommunalwahl vor sechs Jahren erdrutschartige Verluste in Höhe von fast zehn Prozent verkraften musste. Gleichwohl holten die Christdemokraten 18 Wahlbezirke direkt.

Zehn Sitze im Rat sind der SPD sicher, die bei 21,60 Prozent ( vor sechs Jahren waren es noch 23,9 Prozent) landete und dabei, zur Freude des SPD-Stadtverbandsvorsitzenden Andreas Hornung knapp vor den Grünen (19,88 Prozent) liegt, bei denen Kirsten Rolf und Manfred Lensing-Holtkamp auf Anhieb zwei Wahlbezirke direkt holten. Beiden Fraktionen bescheren diese Ergebnisse je zehn Sitze. Ein klarer Gewinner der Kommunalwahl ist mit 8,22 Prozent (bei der Wahl vor sechs Jahren waren es 6,83 Prozent). Die Linkspartei, die erstmals antrat, erreichte auf Anhieb 4,32 Prozent. Damit sind ihr zwei Sitze sicher. Für Selmar Ibrahimovic war der „Linksruck“ ein Indiz dafür, dass die Mehrheit der Warendorfer nicht konservativ sei. Und Paolo da Silva (Die Partei) freute sich über 2,58 Prozent und einen Sitz im neuen Warendorfer Rat, der also recht bunt daherkommen wird. Seine ganz persönliche Rechnung sei aufgegangen, freute sich am späten Abend Andreas Hornung. Seine Ziel seien es gewesen, über 20 Prozent und vor den Grünen zu bleiben, eine neue Rathaus-Mehrheit zu bekommen und Peter Horstmann in die Stichwahl zu bekommen. Parteilose Kandidaten wie Christa Pigulla in Milte und Uwe Hesse in Hoetmar ins Rennen zu schicken, habe sich als goldrichtig erwiesen. Das Ziel, zehn Prozent zu erreichen, sei zwar nicht erreicht worden, jedoch freue er sich auf eine spannende Arbeit mit neuen Mehrheiten und hoffe auf mehr Gestaltungsmöglichkeiten, erklärte André Wenning (FWG). „Zehn Prozent sind bitter“, räumte CDU-Stadtverbandsvorsitzende Ulla Kindler ein, zumal das Kandidatentableau ein repräsentativer Querschnitt der Bevölkerung gewesen sei. Die Verluste führte sie auf das bundespolitische Thema B 64n zurück, das die CDU nicht zu verantworten habe. Überwältigt zeigte sich Grünen-Sprecherin Jessica Wessels, die angesichts der Ergebnisse zeitweise damit rechnen konnte, zweitstärkste Kraft im Rat zu werden. FDP-Fraktionschefin Dr. Beate Janinhoff hatte auf vier Sitze gehofft, doch für die Fraktion wird es bei drei Sitzen bleiben.

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