Unicef bedauert Absage
Kein Spielfest wegen Corona

Warendorf -

„Wie sollen wir den Kindern erklären, dass sie Abstandsregeln einhalten müssen? Unter den derzeitigen Umständen ist ein Fest, wie es in den vergangenen Jahren stattgefunden hat, einfach nicht möglich,“ bedauert Daniela Hornung, neue Sprecherin der Unicef-Arbeitsgruppe Warendorf, die Absage. Ein großes Fest zum Weltkindertag am 20. September wird es wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr in Warendorf nicht geben.

Mittwoch, 16.09.2020, 19:22 Uhr aktualisiert: 17.09.2020, 09:21 Uhr
Ein großes Fest zum Weltkindertag am 20. September wird es wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr in Warendorf nicht geben.
Ein großes Fest zum Weltkindertag am 20. September wird es wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr in Warendorf nicht geben. Foto: Erna Berg

Ein großes Fest zum Weltkindertag am 20. September wird es wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr in Warendorf nicht geben. Das bedauert Daniela Hornung , neue Sprecherin der Unicef-Arbeitsgruppe Warendorf, außerordentlich. „Wie sollen wir den Kindern erklären, dass sie Abstandsregeln einhalten müssen? Unter den derzeitigen Umständen ist ein Fest, wie es in den vergangenen Jahren stattgefunden hat, einfach nicht möglich.“

Zu diesem Entschluss sei man zusammen mit der Stadt gekommen, die das Spielfest am Emssee gemeinsam mit Unicef ausrichtet. Schirmherr ist jedes Jahr der Bürgermeister.

Seit über 20 Jahren gibt es das Spielfest anlässlich des Weltkindertages. Der Weltkindertag ist ein besonderer und wichtiger Tag, denn er dient dazu, auf die Rechte und Bedürfnisse von Kindern aufmerksam zu machen. Sie sind die schwächsten Glieder der Gesellschaft und das Lebensglück einer jeden Familie. Auch 2020 gibt es Kinderarbeit, Kinderarmut und Gewalt gegen Kinder – ganz gleich ob in den sogenannten armen oder reichen Ländern.

„Entscheidend für das Wohlergehen eines jeden Kindes ist ein vertrauensvolles, schützendes und unterstützendes Umfeld. Dies gilt ganz besonders für die vielen Flüchtlingskinder, die entwurzelt und oft mit schweren Erfahrungen im Gepäck in Deutschland angekommen sind. Integration beginnt damit, ihnen ein Zuhause zu geben“, sagt Christian Schneider, Geschäftsführer von Unicef Deutschland.

Die Veranstalter hoffen, dass das Fest im nächsten Jahr wieder stattfinden kann. Mit Hilfe vieler Vereine, Institutionen und Schulen wird dann wieder ein buntes Programm an Spielständen und auf der großen Bühne angeboten. Kettenkarussell, Hüpfburg und ein großes Kuchenzelt runden das Programm ab. Viele helfende Hände und Sponsoren waren dabei, auch aus der Wirtschaft, von Institutionen und aus der Vereinswelt. Örtliche Bäckereien stellten zum Beispiel die Kuchenspenden bereit. Es gab auch eine Waffelbäckerei.

Das HoT machte ebenso mit wie die Stadtbücherei. Selbstredend sind auch die städtischen Kindergärten an Bord. Auch zahlreiche Informationsstände wie zum Beispiel von Donum Vitae, der Spielstube, dem Kreisjugendamt, dem Café Kinderwagen oder dem Sternenland, Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche, dem Verein Frauen helfen Frauen oder der ambulanten Erziehungshilfe bereicherten das Fest. Da Unicef durch den Ausfall des Kinderfestes auch der Erlös aus dem Verkauf von Kuchen und Waffeln verloren geht, wirbt die Sprecherin für den Kauf von Unicef-Grußkarten: „Jede Grußkarte, mit der Sie Ihre Verwandten, Freunde und Bekannten erfreuen, ist gleichzeitig ein kleines Geschenk an die Kinder dieser Welt.“

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