„O’zapft is“ im Ostbezirk
Ein bisschen „Wiesn-Stimmung“

Warendorf -

Neben Besuchern aus Warendorf waren die Feierwilligen beispielsweise aus Ahlen, Westkirchen, Münster oder Bielefeld in den Ostbezirk nach Warendorf gekommen, um ein bisschen „Wies-Stimmung“ zu haben. Im Ostbezirk hieß es am Wochenende „O’zapft is“. Mit Bier aus großen Krügen, kulinarisch-bayrischen Spezialitäten, Bierbänken und viel Oktoberfest-Stimmung im Festzelt – und doch eben wegen Corona ganz anders.

Sonntag, 20.09.2020, 15:56 Uhr aktualisiert: 21.09.2020, 17:30 Uhr
Das bayrisch-münsterländische Oktoberfest im Ostbezirk: die Madln in feschen Dirndln.
Das bayrisch-münsterländische Oktoberfest im Ostbezirk: die Madln in feschen Dirndln. Foto: Andreas Engbert

Das Original in München wurde coronabedingt abgesagt. Kein Oktoberfest auf der Theresienwiese. Im Ostbezirk hieß es am Wochenende trotzdem „O’zapft is“. Mit Bier aus großen Krügen, kulinarisch-bayrischen Spezialitäten, Bierbänken und viel Oktoberfest-Stimmung im Festzelt – und doch eben ganz anders.

„Das ist ein bisschen Biergartenfeeling“, stellt Nils Ottmann am Rande der Warendorfer Wiesn im WN-Gespräch fest. Der Inhaber der Firma events-on Gemeinsam hat das Festwochenende gemeinsam mit Festwirt Jens Strotmann und DJ André Kohlstedde auf die Beine gestellt.

In Absprache mit den zuständigen Behörden wurde ein Konzept entwickelt, das die Ansteckungsgefahr für die Besucher minimieren sollte. „Die Regelungen sind wie im Restaurant“, erläutert Ottmann, dass die Besucher einen festen Tisch zugewiesen bekommen haben, den sie nur in Ausnahmefällen, etwa beim Toilettenbesuch, mit Maske verlassen durften. Getränke und Speisen brachten die Kellner direkt an die Tische, damit kein Gedränge an den Theken entstehen kann.

Ein Sicherheitsdienst sorgte auch zu späterer Stunde dafür, dass die Feiernden ihre Hygienedisziplin nicht vergessen. Getanzt wurde auch, aber jeder halt nur auf seiner eigenen Bank am Tisch und nicht durcheinander. Eine Herausforderung auch für DJ André Kohlstedde. Außer einigen wenigen Hochzeiten hatte er dieses Jahr keine Gelegenheit, auf Festen aufzulegen. Da freute er sich sehr auf das Oktoberfest und auch, dass die Besucher in Dirndl und Lederhose zu seiner Musik auf ihren Plätzen feierten.

Die Reaktionen in den Social-Media-Kanälen sei zunächst sehr verhalten gewesen, berichten die Veranstalter. Vor allem für den Sonntag stagnierte der Kartenvorverkauf, auch am Freitag waren nicht alle der Tische belegt. Vielleicht erschien die Veranstaltung den Menschen noch zu sehr als Experiment. Diejenigen, die da waren, genossen die Abende jedoch sehr: „Das Feiern haben wir schon vermisst“, verrieten die „Kegelfeen“ aus Sassenberg, dass sie sich schon früh Karten für das Fest besorgt haben. Da nahmen sie auch gerne die Einschränkungen in Kauf. Eine Meinung, die nicht nur der Sassenberger Kegelclub vertrat. Neben Besuchern aus Warendorf waren die Feierwilligen beispielsweise aus Ahlen, Westkirchen, Münster oder Bielefeld in den Ostbezirk gekommen.

Und es zeigte sich, dass auch unter Einhaltung der Corona-Regeln feiern möglich ist – wenn auch anders, als gewohnt.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7592694?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F35766%2F
Nachrichten-Ticker