Neuer Rat nimmt Arbeit auf
Amtseid in Pausenhalle

Warendorf -

Altersvorsitzender Wolfgang Stüker übergab Peter Horstmann die Bürgermeisterkette, die auf einem Samtkissen des Bürgerschützenvereins ruhte, mit dem Worten: „Tragen Sie die Kette mit Würde. Lassen Sie sie nie zur Last werden.“ Der Stadtrat unter der Leitung des neuen Bürgermeisters Peter Horstmann hat am Donnerstag seine Arbeit aufgenommen.

Donnerstag, 12.11.2020, 19:14 Uhr aktualisiert: 12.11.2020, 19:16 Uhr
Konstituierende Sitzung: Der Stadtrat unter der Leitung des neuen Bürgermeisters Peter Horstmann hat am Donnerstag seine Arbeit aufgenommen.
Konstituierende Sitzung: Der Stadtrat unter der Leitung des neuen Bürgermeisters Peter Horstmann hat am Donnerstag seine Arbeit aufgenommen. Foto: Joachim Edler

Strenge Maskenpflicht, auseinander gerückte Tische und andere Corona-Schutzmaßnahmen in der Pausenhalle der Städtischen Gesamtschule: Die konstituierende Sitzung des neuen Stadtrates stand unter ganz besonderen Vorzeichen. Geprägt war die Veranstaltung aber vor allem durch eines: große Harmonie und Einstimmigkeit bei den Beschlüssen.

Der Stadtrat unter der Leitung des neuen Bürgermeisters Peter Horstmann hat am Donnerstag seine Arbeit aufgenommen. Auf der Tagesordnung standen neben der Vereidigung des Bürgermeisters durch den Altersvorsitzenden Wolfgang Stüker , der Einführung und Verpflichtung der Ratsmitglieder sowie der Wahl der stellvertretenden Bürgermeister vor allem Zuschnitt, Zuständigkeit und Besetzung der Ausschüsse und Gremien. Stüker übergab Horstmann die Bürgermeisterkette, die auf einem Samtkissen des Bürgerschützenvereins ruhte, mit dem Worten: „Tragen Sie die Kette mit Würde. Lassen Sie sie nie zur Last werden.“

Über 30 Zuhörer verfolgten den Amtseid. In seiner Antrittsrede machte Bürgermeister Peter Horstmann deutlich, dass die Warendorfer erwarten, „dass wir in diesem neuen Rat gut zusammenarbeiten“ und zeigte sich zuversichtlich, dass dies auch der Fall sein wird: Im Vorfeld der Sitzung habe er von allen Seiten eine Bereitschaft zur Einigung erlebt, die ihn zuversichtlich stimme, dass der Rat in den kommenden Jahren gemeinsam zu guten und richtigen Entscheidungen kommen werde. Entscheidungen, so Horstmann, die hoffentlich von einem offenen und wertschätzenden Umgang geprägt seien. Die Stimmung in den Fraktionen sei jedenfalls gut.

Horstmann selbst habe durch die Wahl einen Vertrauensvorschuss bekommen und Erwartungen seien geweckt worden. Das Vertrauen von 13 000 Bürgern, die ihn gewählt hätten, sei für ihn die Motivation, die nächsten fünf Jahre das Beste für Warendorf zu geben: „Das Leben steckt voller Überraschungen, ich freue mich darauf.“

Horstmann erinnerte noch einmal an den besonderen Wahlkampf unter Corona. Die Pandemie stelle die Wirtschaft, die Politik und das Gesundheitssystem weiter vor große Herausforderungen. Er werde mit aller Kraft helfen, die Zukunft Warendorfs zu gestalten.

Zuvor war der Altersvorsitzender Wolfgang Stüker (SPD) ebenfalls auf die große Herausforderung „Corona“ eingegangen: „Noch wissen wir nicht, wie sich die Pandemie auf unseren Haushalt auswirkt.“ Dem neuen Rat der Stadt, dem Stüker selbst angehört, gab er eine Empfehlung mit auf den Weg: „Respekt vor der Meinung des anderen und gemeinsam zum Wohle der Stadt und ihrer Bürger arbeiten.“ In diesem Sinne rief er den Ratsmitgliedern zu: „Packen wir es an!“

Der neue Rat der Stadt Warendorf ist mit 48 Mitgliedern (vorher 42) nicht nur größer, sondern auch bunter und weiblicher geworden. Die städtische Gleichstellungsbeauftragte Ingeborg Pelster lobte die Frauenquote, die von 23 auf 31 Prozent gestiegen sei. Und auch bei der Besetzung der Fachausschüsse habe sich der Frauenanteil deutlich erhöht, freute sich Pelster.

Die langjährigen Ratsmitglieder, die nicht mehr für eine weitere Wahlperiode kandidierten, werden in der Weihnachtsratssitzung am 18. Dezember verabschiedet.

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