Kinosaal wird zur Bühne
Warendorfer Rapper SN veröffentlicht zweiten Song

Warendorf -

Keine zwei Monate nach seinem Single-Debüt hat der Warendorfer Rapper Sebastian Homburg nun sein zweites Lied auf den Markt gebracht. „Lieder“ heißt der Song, in dem sich der 20-Jährige, der sich als Rapper schlicht SN nennt, selbst mit seiner Musik auseinandersetzt.

Freitag, 20.11.2020, 18:45 Uhr aktualisiert: 20.11.2020, 18:50 Uhr
Im Kino Scala hat der Rapper Sebastian Homburg, alias SN, sein neuestes Musikvideo für den Song „Lieder“ gedreht.
Im Kino Scala hat der Rapper Sebastian Homburg, alias SN, sein neuestes Musikvideo für den Song „Lieder“ gedreht. Foto: SN Music

„Das neue Stück ist rapplastiger in den Strophen und melodischer im Refrain“, verrät der Student. Es sei etwas mehr Mainstream, also Musik die bei vielen gut ankomme. Dennoch, so versichert er, „Rap-Fans kommen voll und ganz auf ihre Kosten.“ Inhaltlich setzt SN auf Emotionen und eine Auseinandersetzung mit der Umwelt, auch wenn das, wie er selbst sagt, für Rapper nicht immer typisch sei. „Aber ich stehe dahinter.“

Traum von Musik-Karriere

Für den Sound war, ebenso wie der Premiere, Liron Hilwering, verantwortlich. Bei der Videoproduktion setzte Homburg erneut auf auf die Zusammenarbeit mit Max Krüger , Content-Creator aus Münster.

SN träumt davon, mit seiner Musik später einmal Geld verdienen zu können. Dass das harte Arbeit ist, weiß er. „Dafür muss ich alle sechs bis acht Wochen einen neuen Song produzieren und veröffentlichen. Es ist wichtig, im Gespräch zu bleiben und die Zuhörerschaft stetig zu vergrößern.“

Für einen Vollblutmusiker gehört es auch dazu, auf der Bühne zu stehen und live vor Publikum zu spielen. Doch das ist in Zeiten der Corona-Pandemie nicht möglich. Deshalb hatte Homburg die Idee, das Video im Warendorfer Kino Scala zu drehen. „Der Inhaber des Kinos, Johannes Austermann, war von der Idee sofort begeistert und stellte uns die Räumlichkeiten als Location zur Verfügung.“ Das Kino sei ja auch eine Art Bühne und ein kreativer Ort – deshalb habe das gut gepasst. Ein weiterer Teil des Videos spielt am Hafen in Münster.

Der Rapper SN alias Sebastian Homburg

1/10
  • SN in seinem Musikvideo zu „Ich bin da“ auf den Treppen des Hauptbahnhof Münsters.

    Foto: privat
  • Hinter SN steckt der 20-jährige Warendorfer Sebastian Homburg.

    Foto: privat
  • Sebastian Homburg ist Warendorfer durch und durch und posiert hier in der Emsstraße.

    Foto: Jonas Wiening
  • Szene aus dem Musikvideo: Sebastian Homburg "ist da".

    Foto: privat
  • „Ich bin da“ - das Cover zur Single.

    Foto: privat
  • „Ich bin da“ - das Musikvideo ist bei Youtube schon mehrere Tausend Mal geklickt worden.

    Foto: privat
  • „Sound-Engineer“ Liron Hilwerling sorgt für den richtigen Ton.

    Foto: privat
  • Seit er 15 Jahre alt ist, schtreibt SN eigene Texte.

    Foto: privat
  • SN bei einem Auftritt im „Cuba Nova“ in Münster.

    Foto: privat
  • Im November schon soll die nächste Single veröffentlicht werden, kündigt Sebastian Homburg an.

    Foto: Jonas Wiening

Das Video erzählt den Entstehungsprozess seines Songs. Es zeigt, wie SN den Text schreibt, wie er im Studio produziert wird und wie der USB-Stick mit den Songdaten auf die Reise geht und das Lied schließlich verfilmt wird. „Das ist eine richtig gute Geschichte worden“, ist er vom Ergebnis überzeugt.

Noch keinem Musikverlag angeschlossen

Einem Musikverlag hat sich SN bisher nicht angeschlossen. Ein wenig hat er Sorge, dass er damit seine persönlichen Ziele und Ideen an andere abgeben muss. „Ich will mich nicht, wie junge Fußballtalente, zu schnell an einen Agenten binden, der mir den großen Erfolg verspricht.“ SN bevorzugt die kleinen Schritte und will auf diese Weise seine Fans, die er mit seinem ersten Werk bereits gefunden hat, überzeugen.

Die Leidenschaft zur Musik hat Homburg schon als Jugendlichen gepackt. Seinen ersten Auftritt als Rapper hatte er bei den Chaos-Tagen an seiner Schule. Wenn SN einen neuen Text schreibt, ist sein Bruder Christian der erste, der seine Meinung dazu abgeben darf. Auch seine Freunde, ebenfalls Rapper, fragt SN, wie ihnen das Stück gefällt. „Die sind immer ehrlich und sagen, wenn es nichts ist.“ „Danach müssen Liron und Max ihn mehrere 100 mal hören, um technisch und im Video das Beste rauszuholen.“ Im Internet auf Youtube unter „SN Lieder“ unter SN Lieder ist der neue Song des Warendorfers ab sofort zu sehen und hören. Auch beim Streamingdienst Spotify kann „Lieder“ abgespielt werden. Homburg hofft, dass sein Rap wieder viele Fans findet.

Eine Idee für den nächsten Song hat SN auch schon. Schließlich will er ja bei seinem Publikum im Gespräch bleiben.

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