Ausstellung: Weihnachtsteller in der Ebbers-Galerie
„Zeitzeugen“ haben viel zu erzählen

Warendorf -

In den Jahre 1976 bis 2000 entstanden die Sammelteller mit Warendorfer Motiven, die Hermann und Martina Kruse zusammen mit der Porzellanmanufaktur Uhlenhorst initiierten und in ihrem Porzellanhaus am Warendorfer Marktplatz (heute Extrablatt) verkauften. Das Modehaus Ebbers hat mit Hilfe vieler Warendorfer, die ihre Weihnachtsteller zur Verfügung stellten, in seiner Galerie die komplette Serie ausgestellt.

Sonntag, 22.11.2020, 10:40 Uhr aktualisiert: 22.11.2020, 11:08 Uhr
in der Ebbers-Galerie werden zur Adventszeit 2020 die Warendorfer Weihnachtsteller ausgestellt, die in den Jahren 1976 – 2000 entstanden sind. Sie sind Zeitzeugen, denn auf ihnen ist manches zu entdecken, was es heute so nicht mehr gibt.
in der Ebbers-Galerie werden zur Adventszeit 2020 die Warendorfer Weihnachtsteller ausgestellt, die in den Jahren 1976 – 2000 entstanden sind. Sie sind Zeitzeugen, denn auf ihnen ist manches zu entdecken, was es heute so nicht mehr gibt.

„Warendorf im Advent“ zeigt ab Dienstag eine Ausstellung mit Weihnachtsteller in der Ebbers-Galerie in der Münsterstraße. In den Jahre 1976 bis 2000 entstanden die Sammelteller mit Warendorfer Motiven, die Hermann und Martina Kruse zusammen mit der Porzellanmanufaktur Uhlenhorst initiierten und in ihrem Porzellanhaus am Warendorfer Marktplatz (heute Extrablatt) verkauften. Jahr für Jahr gab es diese Teller mit einem neuen Motiv. Mit ihrer blauen Farbigkeit passten sie sich an die großen Vorbilder an, die es in Dänemark schon seit mehr als 100 Jahren gibt.

Die Motive der Warendorfer Teller sind überwiegend in der Altstadt zu finden, aber auch das Landgestüt und die Affhüppenkapelle sind abgebildet. Die Auflagenhöhe war Jahr für Jahr leicht unterschiedlich, sie betrug zwischen 250 und 420 Tellern.

Das Modehaus Ebbers hat mit Hilfe vieler Warendorfer, die ihre Weihnachtsteller zur Verfügung stellten, in seiner Galerie die komplette Serie ausgestellt.

Rudolf Berger, der die Ausstellung betreut: „Auch wenn die Künstler damals manchmal etwas „nachgeholfen“ haben - hier eine Pumpe, da ein Fuhrwerk und häufig Weihnachtsbäume: auf vielen Tellern sind die baulichen Veränderungen der letzten Jahrzehnte deutlich zu erkennen.“

In der Galerie liegt dazu ein Begleitheft aus, in dem Rudolf Berger die Motive beschrieben hat. Die Teller sind Zeitzeugen des letzten Quartals des 20. Jahrhunderts. Welches Haus, welche Straße ist abgebildet, was hat sich verändert, das Gebäude habe ich nie gesehen . . .

Hermann Kruse erinnert sich gerne an die Weihnachtsteller-Zeit: „Es hat uns immer viel Freude gemacht, die Motive herauszusuchen, mit den Künstlern zu sprechen und dann beim Verkauf die entsprechenden Geschichten zu dem abgebildeten Bauwerk zu erzählen.“ Als die Porzellanmanufaktur aufgelöst wurde, war es auch mit der Tellerproduktion mit den Warendorf-Motiven vorbei.

Einige Teller stehen zum Verkauf zugunsten der „Aktion Kleiner Prinz“. Wer Interesse hat, kann sich bei Rudolf Berger melden.

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