Aktion „Kleiner Prinz“ freut sich über große Resonanz
„Unglaublich, wer uns alles helfen möchte“

Warendorf -

Vor 25 Jahren begann die Warendorfer Kinderhilfsorganisation damit, für Kinder in Krisengebieten Geschenkpakete zu sammeln und diese direkt zu den Menschen zu bringen. Die offizielle Päckchen-Annahme kündigt für viele Menschen den baldigen Beginn der Adventszeit an. Doch eine große Sammelveranstaltung wie in den vergangenen Jahren ist in diesem Jahr nicht drin. Stattdessen werden die Päckchen am Lager der Aktion Kleiner Prinz im Industriegebiet „Am Hartsteinwerk“ bereits seit einigen Tagen angenommen.

Dienstag, 24.11.2020, 15:53 Uhr aktualisiert: 24.11.2020, 17:01 Uhr
Viele Päckchen haben Jutta Fels, Alfons Schmidt und Marie-Luise Mönnigmann in großen Rollwagen zwischengelagert.
Viele Päckchen haben Jutta Fels, Alfons Schmidt und Marie-Luise Mönnigmann in großen Rollwagen zwischengelagert. Foto: Andreas Engbert

Das 25-Jährige wird nicht gefeiert – dafür wäre auch keine Zeit: „Wir haben eine unfassbare Resonanz“, kann Marie-Luise Mönnigmann die fast nicht enden wollenden Stapel an Päckchen kaum fassen. Die Weihnachtspäckchen-Sammlung „Ich schenk‘ dir meinen Stern“ der Aktion „Kleiner Prinz“ (AKP) ist seit vielen Jahren ein Renner.

Vor 25 Jahren begann die Warendorfer Kinderhilfsorganisation damit, für Kinder in Krisengebieten Geschenkpakete zu sammeln und diese direkt zu den Menschen zu bringen. Die offizielle Päckchen-Annahme kündigt für viele Menschen den baldigen Beginn der Adventszeit an.

Doch eine große Sammelveranstaltung wie in den vergangenen Jahren ist in diesem Jahr nicht drin. Stattdessen werden die Päckchen am Lager der Aktion Kleiner Prinz im Industriegebiet „Am Hartsteinwerk“ bereits seit einigen Tagen angenommen. Und die Befürchtungen der Verantwortlichen, dass durch die Corona-Pandemie weniger Päckchen für Kinder in Not gespendet werden, zerschlug sich bereits in den ersten Tagen. Aus dem ganzen Kreis Warendorf haben die ehrenamtlichen Helfer Geschenke abgeholt. Und darüber hinaus – sogar aus Remscheid, Berlin und Hamburg wurden große Mengen Weihnachtspakete gespendet. „Es sind auch viele private Spender dabei. Es ist unglaublich, wer uns alles helfen möchte“, freut sich Mönnigmann über die große Unterstützung, die die AKP nicht nur von zahlreichen Kitas und Schulklassen erreicht.

Deutlich früher als geplant fuhr bereits am Samstag der erste Lkw in Richtung Rumänien los. Vollgepackt bis unters Dach mit weihnachtlich-bunt verpackten Pappkartons. 9000 Päckchen waren bis dahin gesammelt. Angekündigt haben sich zahlreiche weitere Einrichtungen, die noch Pakete abgeben möchten. Und regelmäßig fahren auch Privatpersonen vor, um ihre Päckchen abzuliefern. Deshalb gehen die Verantwortlichen sicher davon aus, die Zahlen der vergangenen Jahre, als immer rund 12 000 Pakete zusammenkamen, deutlich zu übertreffen.

Gefüllt sind sie wie in jedem Jahr mit Spielsachen, Kleidung und Süßigkeiten, um Waisenkindern und Kindern aus armen Familien in Rumänien zum Weihnachtsfest eine Freude zu machen. Erstmalig waren die Spender eingeladen, zusätzlich eine Kindermaske mit in den Karton zu legen.

Für die ehrenamtlichen Helfer bedeuten die Änderungen der Abläufe jede Menge Mehrarbeit. So werden die von den Schulklassen und Kitas gesammelten Päckchen nicht mehr an einem zentralen Termin, sondern an fest vergebenen Terminen gebracht. Außerdem holen Helfer im Auftrag des Vereins die Spenden ab. Dabei dürfen diese zum Schutz vor einer Verbreitung des Corona-Virus nur zu zweit losfahren, die Päckchen in den Lieferwagen einladen und anschließend wieder ausladen. Auch das Sortieren in der Lagerhalle funktioniert in kleinen Schichten mit Maske und Abstand. Zu den Päckchen kommen noch Paletten mit von Unternehmen gespendeten Lebensmitteln. Die Verteilung vor Ort übernimmt die Caritas.

Ein zweiter großer Lkw wird am Freitag mit den weiteren Päckchen nach Rumänien aufbrechen. Noch bis Donnerstag, 26. November, werden die Päckchen am AKP-Lager, Am Hartsteinwerk 5, entgegengenommen, am Mittwoch, 25. November, von 8 bis 13 Uhr zudem am Wilhelmsplatz.

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