Weihnachtsteller-Ausstellung im Modehaus Ebbers eröffnet
Motive wecken Erinnerungen

Warendorf -

Die Weihnachtsteller-Ausstellung im Modehaus Ebbers ist eröffnet. 25 Motive wecken dort Erinnerungen an Warendorfer Szenerien aus 25 Jahren.

Mittwoch, 25.11.2020, 08:00 Uhr
Rudolf Berger (l.) und Hermann Kruse hoffen, das sich zahlreiche Besucher an den Warendorfer Tellern im Modehaus Ebbers erfreuen.
Rudolf Berger (l.) und Hermann Kruse hoffen, das sich zahlreiche Besucher an den Warendorfer Tellern im Modehaus Ebbers erfreuen. Foto: Andreas Engbert

Um die Weihnachtsstimmung in der Warendorfer Altstadt zu erleben, muss man in diesem Jahr nicht zwingend in die Kälte. Nahezu nebenbei beim Weihnachtsshopping können Besucher – und das völlig wetterunabhängig – fast das echte Weihnachtsfeeling der Innenstadt erleben, meist sogar wohl etwas romantischer als im Original. Wie berichtet, sind im Modehaus Ebbers 25 Weihnachtsteller ausgestellt, die Herman und Martina Kruse in der Zeit zwischen 1976 und 2000 jedes Jahr zur Adventszeit herausgebracht und in ihrem Porzellan-Fachgeschäft auf dem Marktplatz vertrieben haben.

„Es gab immer viel zu erzählen zu den Tellern“, schwelgte Hermann Kruse während der Eröffnung der Ausstellung im ganz kleinen Kreis in Erinnerungen. Schnell merkt man ihm an, dass er und seine Familie viel Herzblut in die Auswahl der verschiedenen Warendorfer Motive gesteckt haben.

Am Weihnachtsfest zerbrochen

Nicht ohne Grund. Die Teller erfreuten sich großer Beliebtheit bei den Kunden. Einige hätten ihm Fotos gebracht, auf denen die Teller in eigens angefertigten Rahmen im heimischen Wohnzimmer zu sehen waren. Eine Familie hatte sich an den Einzelhändler gewandt, weil direkt am Weihnachtsfest der erste Teller zu Bruch gegangen sei. „Die Teller waren alle verkauft. Da musste ich mich von einem meiner beiden eigenen Exemplare trennen“, erinnert sich Kruse, dass ihm die große Trauer bei seinen Kunden aufgefallen sei.

Rudolf Berger und Hermann Kruse hoffen, das sich zahlreiche Besucher an den Warendorfer Tellern im Modehaus Ebbers erfreuen.

Rudolf Berger und Hermann Kruse hoffen, das sich zahlreiche Besucher an den Warendorfer Tellern im Modehaus Ebbers erfreuen. Foto: Andreas Engbert

Schon früh im Jahr habe es oftmals Anregungen gegeben, welche „Ecken“ in blauer Farbe auf den Porzellantellern verewigt werden sollten. Versehen mit etwas künstlerischer Freiheit, zeigen sie doch oftmals das Warendorf zu ihrer Zeit: „Hier sieht man noch Autos auf dem Markt“, zeigte Hermann Kruse schmunzelnd auf den Teller aus dem Jahr 1981.

Wir wollten Erinnerungen schaffen.

Rudolf Berger, Chef des Modehauses Ebbers

Das Sophienstift war jedoch, als der Teller im Advent 1997 auf den Markt kam, schon viele Jahre abgebrochen: „Wir wollten Erinnerungen schaffen.“ Zu diesem Teller kann auch Rudolf Berger , Chef des Modehauses Ebbers, eine Geschichte seiner Mutter beitragen, die 1924 nach Warendorf kam und als Auszubildende bei Ebbers gearbeitet hatte, als sie eine Weihnachtsgans von ihren Eltern geschickt bekam und diese dem Sophienstift schenkte.

Mit viel Engagement hat Rudolf Berger eigenes Wissen und weitere Informationen zu den Motiven zusammengetragen und passend zur Ausstellung einen Katalog entworfen, der informative Hintergründe zu den gezeigten Häusern und Straßen liefert. Außerdem hat Berger einen Flyer erarbeitet, der die Besucher zu den Stellen führt, die die einzelnen Motive zeigen. So lädt die Teller-Ausstellung im Modehaus dazu ein, die Warendorfer Altstadt im Advent auch „live“ zu erleben.

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