Verwaltung stellt Stand der Baugebietsplanung vor
Politiker kritisieren Verfahrensdauer

Hoetmar -

Ausführlich erläuterte Baudezernent Peter Pesch im Bezirksausschuss Freckenhorst-Hoetmar den Verlauf zur Erschließung neuer Baugebiete in Hoetmar. „Der Flaschenhals ist immer die Flächenverfügbarkeit“, erklärte er. Zunächst müssten Einigungen mit den Eigentümern möglicher Entwicklungsflächen gefunden werden.

Donnerstag, 26.11.2020, 09:00 Uhr aktualisiert: 02.12.2020, 15:17 Uhr
An der Raiffeisenstraße soll auf dieser bisherigen Grünfläche ein Gewerbegebiet erschlossen werden. Ein Wohngebiet kommt nach einem Lärmschutzgutachten an dieser Stelle nicht in Frage.
An der Raiffeisenstraße soll auf dieser bisherigen Grünfläche ein Gewerbegebiet erschlossen werden. Ein Wohngebiet kommt nach einem Lärmschutzgutachten an dieser Stelle nicht in Frage.

Dies scheint sich bisweilen schwierig zu gestalten. Erst danach könnte die inhaltliche Gestaltung angegangen werden. Dazu habe die Stadtverwaltung zwei Flächen an der Raiffeisenstraße und der Lindenstraße ins Auge gefasst. Da in der Nähe der Fläche an der Raiffeisenstraße bereits Gewerbebetriebe bestehen, war zunächst ein Lärmgutachten in Auftrag gegeben worden. Dabei seien die Gutachter zu dem Ergebnis gekommen, dass auch bei baulichen Lärmschutzmaßnahmen eine Wohnbebauung nicht mögliche ist.

Weitere Abstimmungen notwendig

Nach weiteren Abstimmungen soll nun so weitergeplant werden, dass an der Raiffeisenstraße rund 34 500 Quadratmeter Gewerbefläche sowie das Wohngebiet Lindenstraße III (Weitkamp/Dechant-Wessing-Straße) für rund 36 Wohneinheiten erschlossen werden könnten. Voraussetzung sei die Zustimmung des Regionalrates. Gespräche dazu stünden in einem nächsten Schritt an. Von Seiten der Hoetmarer erntete Pesch Kritik. Ratsmitglied Stefan Ohlmeier gingen die Planungen nicht weit und schnell genug. Man habe viel Vertrauen in der Bürgerschaft verloren: „Wir machen uns – das ist zumindest mein Eindruck – zurzeit im Dorf komplett lächerlich“, sagte er. Die angedachte Wohnbebauung könne nur ein Anfang sein. Der Bedarf gehe weit darüber hinaus. Aus den Reihen der Bürger blickte Josef Brand kritisch auf die vergangene Legislaturperiode zurück: „Es hat sich nichts Zählbares getan.“

Kritik aus dem Aussschuss

Pesch wehrte sich gegen die Kritik. Man mache einen ordentlichen Job in der Verwaltung, sagte er. Konflikte in Bezug auf die Lärmbelastungen habe man im Planungsprozess früh erkannt. Der lange Zeitraum sei vor allem der mangelnden Flächenverfügbarkeit geschuldet – dafür rede man nun nicht mehr über das „Ob“, sondern über das „Wie“. Die vorgestellten Konzepte seien handfeste Planungen.

Als Vorsitzender des Gewerbekreises Hoetmar befand Martin Huerkamp, dass der Bedarf an Gewerbeflächen weit höher sei. Er regte an, ein bislang als Reservefläche vorgesehenes Areal an der Ahlener Straße direkt zu berücksichtigen. Die Errichtung der Gewerbeflächen an der Raiffeisenstraße werde von den Gewerbetreibenden in Hoetmar favorisiert.

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