In Warendorf fehlt es an Kita-Plätzen für unter Dreijährige
Kindergartenbedarfsplan auf Kante genäht

Warendorf -

Betreiber von Kindertagesstätten schlagen Alarm. Der Bau neuer Einrichtungen verzögert sich. Und die Situation wird sich im kommenden Jahr weiter verschärfen – vor allem im Ortsteil Freckenhorst. Die neue Kita ist noch nicht fertig. Und es gibt sehr viele Anmeldungen von Kindern unter drei Jahren. Erster Beigeordneter Dr. Martin Thormann würde sich wünschen, dass es „Optionsflächen gibt, auf die wir als Stadt schnell zurückgreifen können.“

Freitag, 27.11.2020, 14:34 Uhr aktualisiert: 02.12.2020, 15:39 Uhr

Einen Kita-Platz zu bekommen, ist vielerorts schwierig. In Warendorf gibt es einen Mangel an Kita-Plätzen – vor allem bei der Betreuung der Kinder unter drei Jahren.

Während im Elementarbereich für Kinder von drei bis sechs Jahren die Situation entspannter und ihnen ein Platz sicher ist, gestaltet sich die Betreuung von Kleinkinder unter zwei Jahren schwierig. Das geht aus einem Bericht hervor, den Susanne Darpe , stellvertretende Leiterin des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familie des Kreises Warendorf, am Donnerstagabend im städtischen Sozialausschuss vorstellte.

Sie ist zuständig für die kreisweite Kindergartenbedarfsplanung. Eine Tendenz, die Susanne Darpe verstärkt wahrnimmt: Die Kinder werden immer jünger. Bei 80 Prozent der Anmeldungen im U3-Bereich handelt es sich um Kinder unter zwei Jahren. Und sie weiß von besorgten Müttern, die sich um einen Platz bemühen, obwohl ihr Kind noch gar nicht geboren ist. „Wir können keine Platzressourcen schaffen, wenn Kinder erst in ein oder zwei Jahren in den Kindergarten kommen.“

Kritik an der Kindergartenbedarfsplanung äußerte Alfons Havelt (CDU). Ihm sei der Bedarfsplan zu sehr auf Kante genäht. „Wir laufen dem tatsächlich Bedarf seit Jahren hinterher. Der Bedarf der Plätze für Kinder unter drei Jahren wird immer zu knapp eingeschätzt.“ Sein Wunsch: Anpassung an die tatsächliche Entwicklung.

Erster Beigeordneter Dr. Martin Thormann : „Eine Zehn-Jahres-Planung gibt es nicht. Die Kinder sind kaum auf der Welt, da wollen sie schon in den Kindergarten. Wir leben da von der Hand in den Mund.“

Mit dem Bau neuer Kindergärten im neuen Baugebiet „In de Brinke“ (aktuelle Interimslösung in der ehemaligen Franziskusschule), am Drosselweg und in Freckenhorst reagiere die Stadt bereits auf den steigenden Bedarf. Das Problem: die Zeit.

Betreiber von Kindertagesstätten schlagen Alarm. Der Bau neuer Einrichtungen verzögert sich. Und die Situation wird sich im kommenden Jahr weiter verschärfen – vor allem im Ortsteil Freckenhorst. Die neue Kita ist noch nicht fertig. Und es gibt sehr viele Anmeldungen von Kindern unter drei Jahren. Thormann würde sich wünschen, dass es „Optionsflächen gibt, auf die wir als Stadt schnell zurückgreifen können“.

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